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Weichteilsarkom

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  • Weichteilsarkom

    Guten Tag,
    meine Mutter leidet seit nunmehr fast 1 Jahr an einem Weichteilsarkom in der Hüfte. Nach erfolgter Chemo und Bestrahlung (beides hat fast nichts gebracht) liegt sie seit 1/2 Kahr zu Hause, wiegt nur noch 40 Kilo und es geht ihr immer schlechter. Nachdem sie vor ca. 4 Wochen die künstliche Ernährung erhielt, hatte sie 2 Kilo zugenommen, doch seit ein paar Tagen erbricht sie täglich (Farbe rotbraun). Die Schwestern denken nicht das es von der künst. Ern. kommt, sie vermuten eine Darmrückstau, da sich der Darm uach nicht entleert. Alle Medikamente, die sie für die Verdauung bekommt (movicol, Pasterisat-Tropfen, Pantecol P40), helfen nicht oder nur sehr wenig. Mittlerweile kann sie am Tag nichts mehr essen nur noch schluckweise trinken, aber auch das verursacht schlimme Magenkrämpfe. Die 2 Kilo sind auch längst wieder runter.
    Kann man ihr helfen ? Kommen die Verdauungsprobleme von der künstl. Ern. ? Ist das ein Darmrückstau und kann man da etwas tun ?
    Solange sie keine bessere Konstitution bekommt, kann man den Krebs in der Hüfte auch nicht behandeln.
    Sie ist fast schon am Ende mit ihren Kräften.
    Bitte antworten Sie mir.
    Angi


  • RE: Weichteilsarkom


    liebe Angie,

    die Symptome kenne ich von meinem Dad (56 J./Darmkrebs). Er nahm auch immer mehr an Gewicht ab. Dann appetitlosigkeit und flüssige Ernährung. Wobei ich hier sagen muß, das die Flüssignahmrung (ganz spezielle) schon einen Haufen Kalorien in sich hatten. Das bekam ich aber erst auf Zuruf von den Ärzten. Da er Morphium bekam, wußte ich sein Spucken anfangs nicht zu deuten. Aber was mir die Ärzte damals sagten war, das dies wohl der Anfang war, wo der Darm "zumachte". Wir versuchten alles vom Zäpfchen, Tropfen usw, es half nichts. Es kam zwar was, war aber nicht viel.Danach ging es weiter mit Kurzschlucken, das er bekam. Wir waren fassunglos diesen Zustand mitansehen zu müssen, da man dagegen ja nichts machen konnte. Dieser Zustand dauerte bei meinem Dad 1 Woche und er ist dann an seinen Tumoren gestorben. Was uns noch sehr auffiel war diese extrem harte Bauchdecke, die sich vom Unterbach immer mehr nach oben bis hin zum Brustkorb zog.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft. Falls du noch Fragen hast, melde dich einfach.

    Ganz liebe Grüße aus Ulm

    Susanne

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    • RE: Weichteilsarkom


      Verstehen Sie unter künstlicher Ernährung sog. Astronautenkost? Diese hat kaum Ballststoffe, so dass natürlich wenig Darminhalt vorliegt. Hinzu kommt das lange Liegen mit mangelnder Bewegung. Ich kann kaum glauben, dass bei dieser von Ihnen als recht ungünstig dargestellten Situation nur ein lokaler Tumor in der Hüfte vorliegen soll. Gibt es Metastasen? Wenn nein, gibt es nur einen Weg: Mobilisierung. Wenn das nicht geht, wird es schwierig. Denn nur im Bett liegen führt auf die Dauer in jedem Fall in eine Abwärtsspirale.

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      • RE: Weichteilsarkom


        Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
        Astronautennahrung hatte meine Mutter schon vorher bekommen. Jetzt wird sie ca. 12 Stunden über Nacht über einen Port ernährt.
        Lt. der letzten MRT-Untersuchung im Juni 2004 sind nach Aussagen der Ärzte keine Metastasen vorhanden, nur dieser lokale Tumor. Dieser verursacht durch seine Größe, ca. 36 m², trotz Morphium-Plaster etc. extreme Schmerzen, die ein längeres Gehen, Stehen oder Sitzen unmöglich machen. Hinzu kommt eine permanente Übelkeit, die in ihrer Spitze zum Erbrechen führt, wobei natürlich alles was sie am Tag gegessen hat wieder heraus kommt.
        Man hat ihr gesagt, dass der Tumor inoperabel ist, da er sich im Becken befindet. Könnte man in solch einem Fall den Tumor nicht mit einer Technik ähnlich einer Biopsie bekämpfen, also mit den entsprechenden Medikamenten, wie in der Chemotherapie, von aussen direkt in die vom Tumor befallene Region eindringen und diesen quasi "totspritzen" ? Ist vielleicht eine abenteuerliche Vorstellung, aber ich habe das irgendwo schon einmal gehört, dass man so etwas machen kann.

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