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Hirnmetastasen: "Schlafkoma" nach epilep

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  • Hirnmetastasen: "Schlafkoma" nach epilep

    Im August letzten Jahres wurde bei mein Schwiegermutter kleinzelliger Bronchialkarzinom festgestellt sowie bereits Metastasen in Lunge, Leber und geringfügig an den Knochen. Der Tumorherd konnte leider nicht exakt geortet werden.
    Es folgte eine Chemotherapie, die sehr gut wirkte, so dass bei einer Untersuchung im Januar diesen Jahres keine Metastasen zu vorgefunden wurden, was jedem - auch den Ärzten - grosse Hoffnungen machte.
    Danach folgten Taubheitsgefühle in den Händen sowie in den Füssen, die als Nebenwirkung der Chemotherapie mit ihrer Diabetis in Zusammenhang gestellt wurde. Die Medikament hiergegen halfen leider gar nicht.
    Vor über einer Woche finge bei ihr Lähmungserscheinungen in der linken Körperhälfte an, worauf sie letzten Montagmorgen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. In der Nacht folgte ein epileptischer Anfall, auf grund dessen sie in ein "Schlafkoma" (richtiger Ausdruck?) fiel. Diagnose: Hirnmetastasen, die sich innerhalb von 2 Wochen verhundertfacht haben.
    Es ist geplant eine Strahlentherapie zu beginnen, was erst möglich ist, wenn sie aufwacht.
    Leider ist das bis heute (Samstag) nicht der Fall. Sie atmet selbständig, hängt an keiner Maschine, nur Nahrungs- und Medikamentenzufuhr erfolgt über Infusion. Anfangs gab es leichte Reaktionen von ihr, die aber inzwischen leider nicht mehr erfolgen.

    Meine Frage:
    - Wie lange kann dieser Zustand noch dauern?
    - In welchen Zuständen kann sie sich nach Aufwachen befinden?
    - Verstärkt die Kortisonbehandlung nicht ihren "Schlaf", bzw. verringert es nicht die Chance aufzuwachen? Was sind die Nebenwirkungen von Kortison in diesem Fall?
    - Was können wir sonst noch tun, ausser, dass immer jemand bei ihr ist?



  • RE: Hirnmetastasen: "Schlafkoma" nach ep


    Eine hochdosierte Kortisontherapie (3 x 8 mg Fortecortin) ist das Wichtigste, was jetzt zu tun ist. Letztlich ist es das Hirnödem, welches den jetzigen Zustand verursacht. Offenbar ist Ihre Schwiegermutter nicht ansprechbar. Wenn allerdings das Kortison nicht hilft (innerhalb weniger Tage), ist erfahrungsgemäß auch die Be-strahlung nicht sehr wirksam. Sollte es also trotz Kortison so bleiben, muss man sich geschlagen geben und kann nicht mehr tun (und sollte es auch nicht). Wenn man trotzdem auf weitere Therapien besteht, werden diese vermutlich nicht viel bewirken und nur die Belastung und den Aufwand erhöhen.

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    • RE: Hirnmetastasen: "Schlafkoma" nach ep


      Nach 3 Wochen ist meine Schwiegermutter leider immer noch nicht bei Bewustsein... Als Grund hierfür wurde inzwischen mittels CT festgestellt, das sie neben dem epileptischen Anfall auch ein Blutgerinsel im Hirn hat. Gelegentlich haben wir den Eindruck, dass sie auf einige Sachen reagiert, z.B. die Augenweit aufreist und unruhiger atmet.
      Sie erhält seit dem Anfall eine hochdosierte Kortinsontherapie, die aufgrund der starken Anschwellungen im Gesicht von 12mg auf 8mg runtergesetzt wurde. Gleichzeitig wurde ihr dann Morphium gespritzt (4x am Tag), dass seit vor einer Woche mit Valium ausgetauscht wurde. Die Schwellung fast komplett weg.
      Seit diesem WE bekommt sie sogar kein Kortison mehr. Valium wird nur noch verbreicht, wenn der Blutdruck sehr hoch ist, da man dann davon ausgeht, dass sie Schmerzen haben könnte.
      Der Körperliche Zustand ist ansonsten sehr stabil.

      Wie lange kann dieser Zustand noch so bleiben?
      Gibt es noch eine Chance, dass sie wieder aufwacht?

      Danke für jeden Rat.

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