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Divertikelkrankheit

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  • Divertikelkrankheit

    Sehr geehrte Ärzte !
    Ich bin 54 Jahre alt.
    Aufgrund länger andauernder Stuhlprobleme (Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall) wurden bei mir vor 4 Jahren im Rahmen einer Dickdarmspiegelung Divertikel festgestellt, von denen einige ganz leicht entzündet waren. Die Beschwerden hielten über die Jahre an. Es gab aber auch zwischendurch beschwerdefreie Tage. Vor 1 Jahr wurde im Rahmen eines Gesundheitschecks okkultes Blut im Stuhl festgestellt. Daraufhin wurde ein Colon Doppelkontrast durchgeführt. Das Ergebnis nachfolgend in kurzem erläutert:
    Am Sigma und Colon descendens multiple Aussackungen mit schmalem Hals. In diesem Bereich eine mäßige Stenose nachweisbar, die sich aber im weiteren Verlauf der Untersuchung ausdehnen lies.
    Als abschließende Beurteilung wurde folgendes aufgeführt:
    Multiple Divertikel am Sigma und am distalen und mittleren Colon descendens, ohne Nachweis einer entzündlichen Stenose. Sigmaelongation mit Doppelschleife. Kein Nachweis von größeren polypösen RF.
    Es wurden dann keine weiteren Untersuchungen und Therapien mehr durchgeführt.
    Meine Darmprobleme wurden jedoch im Laufe des letzten Jahres massiver. Ich habe vor allem große Probleme beim langen Sitzen, vor allem in der 2. Tageshälfte. Es entsteht ein dermaßen starker Druck am absteigenden Dickdarm, dass ich manchmal das Gefühl habe, der Darm zerplatzt gleich. Dies ist aber immer verbunden mit überdurchschnittlich vielen Abgängen von Winden. ich bin sozusagen teilweise nicht mehr gesellschaftsfähig. Es gibt eigentlich keine beschwerdefreien Tage mehr, obwohl ich mich balaststoffreich ernähre und 1 mal täglich Flohsamenschalen mit ausreichender Menge Flüssigkeit zur mir nehme.Manchmal auch zusätzlich noch Bifiteral.
    Von Zeit zu Zeit habe ich auch manchmal ganz leichte Schmerzen im Sigmabereich (ähnlich einer Blinddarmreizung), welche aber immer nach 1 bis 2 Tagen wieder vergehen.
    Meine Fragen:
    1. Kommen dieser starke Darmdruck und die überdurchschnittlich vielen Winde von den Divertikeln ? und warum ?
    2. Welche weiteren Vorgehensweisen würden Sie mir empfehlen (Arztbesuch ?, event. Kontroll-Coloskopy, bestimmte Medikamente ?)

    Ich bitte um Beantwortung !
    Für Ihre Bemühungen besten Dank !

  • RE: Divertikelkrankheit


    Natürlich kann man hier nur die Vorstellung bei einem Gastroenterologen empfehlen. Zum einen müsste geprüft werden, ob nicht doch entzündliche Anteile in den Divertikeln vorliegen (auch unter Einsatz der Spiegelung). Dann sollte diätetische Beratung erfolgen. Ich bin mir nicht sicher, ob es klug ist, sehr ballaststoffreiche Kost zu nehmen. Das führt zur Dehnung des Darms und möglicherweise zu dauernder Reizung und Entzündung. Vielleicht sollte man eher das Gegenteil tun. Aber das sollte Gegenstand der Beratung sein.

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