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kleiner werdende Tumore/Schmerzen

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  • kleiner werdende Tumore/Schmerzen

    Hallöchen,

    mein Dad (55 J./Ende 2. Chemostaffel á 18 x) hat momentan sehr starke Schmerzen im Unterbauch.

    Diagnose vor 1Jahr - Darmkrebs (wurde operiert) mit Lebertumor (kann nicht entfernt werden). Bisher verlief alles sehr günstig, Appetit ist gut, Gewichtszunahme, kein Haarverlust und derTumor auf der Leber, sowie kleine Metastasen (die sich während einer Chemopause/Kur) gebildet hatten, sind erheblich geschrumpft. Dies bestätigte uns auch gestern der Arzt, beantwortete aber unsere Frage nicht, woher seine starken Schmerzen im Nieren/Rückenbereich kommen. Kann es sein, das durch das Schrumpfen der Tumore solch heftiges "Ziehen" entstehen kann oder hat das eine andere Ursache.
    Kann man diese Schmerzen positiv sehen?

    Leider ist unser Arzt nicht sehr gesprächig.

    Wir freuen uns auf ihre Antwort.
    Grüße aus Ulm
    Susanne


  • RE: kleiner werdende Tumore/Schmerzen


    Wenn jetzt zunehmende Schmerzen, wie beschrieben, aufgetreten sind, muss man auch an Tumorprogress an anderem Orte denken. Die Tumoren in der Leber können das eigentlich nicht verursachen. Man sollte durch CT und eventuell PET ausschließen, ob ein Tumorpro-gress im Oberbauch bzw. retroperitoneal besteht. Das könnte die in den Rücken ausstrah-lenden Schmerzen erklären. Ein solcher Nachweis hätte Konsequenzen, weil man die Chemotherapie in diesem Fall umstellen (bei Darmkrebs) und/oder bestrahlen könnte.

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    • RE: kleiner werdende Tumore/Schmerzen


      Guten Morgen Herr Prof. Wust,

      vielen dank für die schnelle und offene Antwort.
      Ich dachte mir schon so was in die Richtung. Nun werden wir versuchen, den Arzt sachte darauf anzusprechen, da dieser immer gleich in die Luft geht und auf Anregungen und Fragen keine Reaktion zeigt. Bin gespannt, was er dazu meint.

      Ich werde mich bei Ihnen nochmals melden, was er hierzu gesagt hat.

      Sonnige Grüße aus Ulm
      Susanne

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      • Schmerzen (muß noch was loswerden)


        Hallo Herr Prof. Wust,

        nach Rücksprache mit meiner Mutter meinte Sie, das sie absolut der Meinung sei, dass die Schmerzen von der Chemo kommen. Es ist ja nachzuvollziehen, dass nach 35 Chemo´s die inneren Organe ja auch in Mitleidenschaft gezogen sind. Ich solle mir keine Sorgen machen, da mein Dad ja bei seiner wöchentlichen Chemo immer genauestens untersucht wird (Urin, Blutwerte, Thromobozyten... usw, vorher-während der Chemo-nachher, wird in einem kleinen Büchlein festgehalten).
        Und diese Werte wäre alle o.k.

        Zu den Rückenschmerzen meinte der Arzt scheinbar nur,
        " er wisse nicht, was hinten-unten noch sei" (neuer Tumor) und das könne man auch nicht sehen ?!????)

        Meine Mutter meint, bei einem neuen Tumor oder ähnliches, würde man das sofort im Blut sehen und das wäre ja nicht der Fall.

        Ich sehe das sehr kritisch, bin nicht ihrer Meinung.

        Was würden Sie mir empfehlen zu tun?

        P.S: Ich persönlich würde ein CT vorschlagen, aber das hätte doch der Arzt dann schon längst veranlaßt, oder?

        Grüße aus Ulm an der Donau
        Susanne

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        • RE: Schmerzen (muß noch was loswerden)


          Liebe Susanne, was sagt denn Dein Dad dazu? Ich meine (bin auch "Betroffene"), wenn der Patient wissen möchte, was wirklich los ist und dann natürlich auch entsprechende Therapieempfehlungen haben möchte, dann MUSS der Arzt auch ehrlich antworten. Ich selbst z.B. würde sonst bei ausweichenden Antworten unbedingt zu einem anderen Arzt gehen.
          Aber wenn deutlich wird, daß der Patient selber es gar nicht so gerne wissen möchte, was da passiert, sieht es vielleicht anders aus. Auf jeden Fall würde ich als Patientin darauf bestehen, daß die Schmerzen richtig abgeklärt werden, um ihnen entgegenwirken zu können.
          Auf jeden Fall viel viel Glück für Deinen Dad

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          • RE: Schmerzen (muß noch was loswerden)


            Guten Morgen Sabine,

            danke für deine Antwort.

            Ich sehe das auch so und bin von Natur aus ein Typ, der immer hinterfragt und die Leute direkt drauf anspricht. Die Verfassung (psychische) von meinem Dad ist nicht sehr stabil (andauernde Schmerzen).Ich bin mir schon sicher, dass er den Arzt auf die Schmerzen anspricht und gibt sich dann mit jeder Aussage zufrieden (siehe " er wisse nicht........"). Hat auch Angst, was ja gut nachzuvollziehen ist.
            Bin gespannt auf die Antwort von Herrn Prof. Wust.

            Auch dir wünsche ich alles erdenklich Gute und schicke dir sonnige Grüße aus Ulm
            Susanne

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