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Lebertumor

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  • Lebertumor

    Sehr geehrter Prof. Wust!

    Bei meinem Bruder (42J) wurde vor ca. 2 Jahren bei einer Reihenuntersuchung ein Lebertumor (14 cm) festgestellt. Eine OP war nicht mehr möglich, da kein gesundes Gewebe mehr vorhanden war.

    In den ersten Monaten der Untersuchung sah er extrem schlecht aus, hat enorm an Gewicht verloren und riesige Mengen Wasser im Bauch, was mehrfach punktiert wurde. Der Arzt gaben ihm damals max. 1 Jahr oder sogar nur noch Wochen. Weil keine OP möglich war, bekommt er eine Chemoembolisation oder so etwas ähnliches. Das schlug enorm gut an. Innerhalb weniger Wochen erholte er sich, kam zu Kräften, nahm wieder zu etc. Schmerzen hat er kaum. Er ist inzwischen Rentner und man sieht ihm eigentlich gar keine Krankheit mehr an. Der Turmor wächst nicht, metastasiert nicht und zerfällt innerlich.

    Nun fragen wir uns, ob die Ärzte ihm vielleicht eine falsche Diagnose gestellt haben. Wenn man erst auf 1 Jahr Überlebensdauer tippt und er hat nun sogar schon 2 Jahre geschafft: Besteht dann nicht doch die Hoffnung, dass man ihn operieren kann? Macht es Sinn einen anderen Arzt zu befragen oder müssen wir einen jähen Absturz befürchten?

    Mein Bruder will von einem anderen Arzt nichts wissen. Doch wenn es ihm jetzt so gut geht, vielleicht kann man durch eine OP doch noch sein Leben retten. Oder hat man auch eine Chance ohne OP? Kann ein Tumor ohne OP total absterben und mein Bruder wäre geheilt? Was gibt es hier für Möglichkeiten?

  • RE: Lebertumor


    An der Operabilität wird sich durch den Wachstumsstillstand nichts geändert haben. Ihr Bruder hat sich ja außerdem entschieden, jetzt die Zeit erst einmal zu genießen. Da sollte man nicht dran rühren. Wenn doch wieder eine Progression eintritt (womit man leider über kurz oder lang rechnen muss), kann man über weitere Therapiemöglichkeiten reden (sofern Ihr Bruder diese in Betracht zieht). Dann könnte man auch bei einem hochkompetenten Zentrum in der Leberchirurgie nachfragen (z.B. Berlin - Prof. Neuhaus, Leipzig, Hannover usw.).

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