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Hodenkrebs - Informationsbedarf

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  • Hodenkrebs - Informationsbedarf

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
    zunächst einmal ein Kompliment zu dieser guten, informativen Website, an der Sie sich mit Rat und Tat beteiligen! Ich wünsche Ihnen und dem gesamten Team hier ein frohes, gesundes und glückliches 2004!
    Gern würde ich mich mit einer Frage an Sie wenden. Es geht auch um Hodenkrebs. Mein Bekannter hat im April letzten Jahres einen Hoden entfernt bekommen. Krebs! Ich weiß leider nicht genau, welches Stadium es war bzw. welcher Typ. Allerdings erzählte mir mein Bekannter, daß alles weggeschnitten sei und keine Metastasten gefunden wurden. Somit liegt angeblich eine gute Chance einer vollständigen Genesung vor. Vor kurzem litt er unter Zwicken und Stechen in der Leistengegend. Als er sich vor drei Wochen bei seinem Arzt erkundigte, ob er sich sterilisieren lassen könnte, stellte sich heraus, daß er angeblich "nur" eine Entzündung irgendwelcher getrennten Leiter oder Adern hatte (die das Zwicken und Stechen hervorgerufen hatte), die im Zusammenhang mit einer solchen OP vorkommen können. Der Arzt riet natürlich von einer Sterilisation ab, und empfahl erst einmal so lange zu warten, bis diese Entzündungen abgeklungen sind.
    Wie lange dauert eine solche Entzündung. Welche Entzündungsmöglichkeiten gibt es in diesem Bereich nach einer Hodenkrebsbehandlung?
    Mein Bekannter hat hin und wieder Errektionsprobleme. Wir freuen uns jedoch über jedes Mal wo es besser klappt. Trotzdem soll es häufiger noch zwicken. Er erzählte mir irgendwie Sorgen... Dieses Wort Krebs läßt mich (wenn ich allein mit mir bin) nicht wirklich los. Habe selbst bereits den tödlichen Verlauf der Krebskrankheit meines Vaters (rektal) erlebt. Vielleicht können Sie mir ein bißchen durch weitere Aufklärung helfen, wie ich mich am besten verhalten könnte.
    Meine Fragen:
    Welche Chancen hat der Patient, mit dieser Krankheit fertig zu werden? Was sollte er tun, was die Partnerin? Auf welche Symptome sollte er und ich achten und wie darauf eingehen bzw. damit umgehen?
    Wie lange kann es dauern, bis ein "sorgenfreieres" Stadium eintritt?
    Welche Therapien/Behandlungen werden angewandt?
    Welche Medikamente verabreicht, und welche Wirkungen haben diese? (Manchmal wirkt mein Bekannter erschöpft und "unlustig"... Er versucht überwiegend dieses Problem rational anzugehen... )
    Vielen Dank für Ihre Hilfe und eine schnelle Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ruth

  • RE: Hodenkrebs - Informationsbedarf


    Wenn nur der Hoden entfernt wurde (und keine Nachbehandlung erforderlich ist), muss es ein frühes Stadium gewesen sein. Wenn es ein Seminom war, ist die Prognose sehr gut. Da der Hoden über den Leistenkanal entfernt wird und der Gefäß-Nervenstrang dort abgesetzt werden muss, sind die Beschwerden damit erklärbar. Im Prinzip sollte eigentlich alles in Ordnung sein (wenn die obigen Annahmen stimmen). Man muss auch an psychologische Faktoren denken.

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    • RE: Hodenkrebs - Informationsbedarf


      Vielen herzlichen Dank, Herr Prof. Wust!
      Es ist einfach prima, zu erfahren, wie sehr Sie sich nach einem sicher anstrengenden Tag noch um Ihre "Sorgen(vollen)kinder" hier im Web bemühen!
      Liebe Grüße,
      Ruth

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