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Hypopharynxkarzinom

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  • Hypopharynxkarzinom

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust!
    Leider bin ich wieder einmal auf Ihren Rat angewiesen. Im November des Vorjahres habe ich mich wegen eines Hypopharynxkarzinomrezidivs (nach vorhergehender Neck dissection und Ausräumung zweier Karzinome) einer Photonenbestrahlung unterzogen, ich war danach sehr angeschlagen und es wurde mir gesagt, dass man erst in 8 Wochen sagen könne, ob der Krebs sich zurückgebildet hat. (Ich warte noch auf das Ergebnis) Nun habe ich nach einer zwischenzeitlichen Kontrolltomographie folgenden Befund erhalten:
    ca. 4cm in axialem DM haltende Raumforderung im OP-Gebiet links, welche den Hypopharynx, Larynx, musculus sternocleidom., Carotis communis, sowie die prävertebralen Weichteile links infiltriert.
    in 1. Linie einem Rezidiv TU entsprechend,
    die Carotis komplett ummauert,
    nach cranial zeigt sich auch der Schädelknorpel infiltriert,
    nach dorsal reicht die Raumforderung bis an den Musc. sternocleidom.

    Nun meine Fragen an Sie:
    Können Sie mir bzgl. des Befundes erklären, was er zu bedeuten hat.
    Wie kann ein immerhin 4cm TU so kurz nach einer Bestrahlung auftreten, müsste man das nicht schon bei vorhergehenden CTs bemerkt haben?
    Was kommt bei einer eventuelllen neuerliche OP auf mich zu, bzw. muss sie überhaupt sein.
    Kann man nach so kurzem Abstand eine 2. Bestrahlung durchführen.
    Abschließend noch die Frage, wie schätzen Sie meine Heilungschancen ein, nachdem ja bisher nach jeder Behandlung wieder ein Rezidiv aufgetreten ist?

    Auf Ihre baldige Antwort hoffend, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
    Theresa T




  • RE: Hypopharynxkarzinom


    Man muß konstatieren, dass noch ein Tumor vorhanden ist. Präzise kann man das nur beurteilen, wenn man die Raumforderung im Verlauf verfolgt: vor Beginn der Bestrahlung (Nov. 2002) gegenüber jetzt. Das ist hier nicht geschehen. Es könnte also sein, dass der Tumor kleiner geworden ist (und sich sogar weiter verkleinert). Allerdings ist die fehlende komplette Rückbildung ein eher ungünstiges Zeichen. Sie sollten Ihre CT-Bilder zusammensammeln und Wert darauf legen, dass die Tumorgröße im Verlauf beurteilt wird. Daraus können mehr Schlüsse gezogen werden.
    Sollte ein Resttumor vorhanden sein, der wieder wächst (zur Zeit nicht bewiesen!), sind die therapeutischen Möglichkeiten leider gering. Es bleibt eigentlich nur eine (palliative) Chemotherapie. Noch mal bestrahlen ist nach so kurzer Zeit nicht möglich (und auch später schwierig), da nach der Beschreibung der Befund recht ausgedehnt ist.
    Aber warten Sie erst einmal ab. Ein statischer CT-Befund (nach Op) kann manchmal irreführend sein. Das muß der HNO-Kliniker insgesamt (und im Verlauf) beurteilen. Es ist in der Tat sehr früh und paßt nicht so ganz.

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    • RE: Hypopharynxkarzinom


      Sehr geehrter Herr Prof. Wust!

      Zuerst einmal vielen, herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort. Leider liegt nach heutiger Rücksprache mit meinem Operateur und behandelnden Arzt die Sache so, dass sich das Rezidiv, wegen dem ich bestrahlt wurde, durch die Bestrahlung vollkommen zurückgebildet hat, dieser neue, bereits 4cm große Tumor aber an anderer Stelle gewachsen ist. Mir vollkommen unverständlich, wieso man das trotz mehrerer CTs nicht bemerkt hat. Laut heutiger Auskunft des Arztes bin ich nun unheilbar erkrankt und man bespricht im Laufe nächster Woche, wie man das Wachstum stoppen bzw. den Tumor zum Schrumpfen bringen kann. Eine OP kommt nicht in Frage, da in der Carotis ein Stan eingesetzt wurde und eine neuerliche Bestrahlung nach so kurzer Zeit auch nicht. Bleibt also nur eine Chemotherapie, vor der ich sehr viel Angst habe, weil ich seit einigen Jahren an Hep. C erkrankt bin und diese deshalb von den Ärzten als letzte Alternative in Betracht gezogen wurde. Nun wieder einige Fragen, die mich natürlich sehr beschäftigen:

      Wie soll ich mich entscheiden Ist´es besser die ganzen Therapien in Anspruch zu nehmen und auf ein wenig beschwerdelose Zeit zu hoffen,und die Nebenwirkungen einer Chemo in Kauf nehmen?

      Was geschieht, wenn ich sage, das war's o.k. und mich keiner Behandlung ´mehr unterziehe?

      Welche Risiken birgt eine Chemo bei Hepatitis C?

      Welche Chancen ergeben sich durch eine Chemotherapie, und mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?

      Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir ehrlich die Möglichkeiten schildern die mir bleiben, da es in der Spitalseinrichtung in der ich betreut werde durch den großen Patientenansturm kaum zu einem längeren Gespräch , geschweige denn zu einem Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten kommt, und daher so viele Fragen offen bleiben.
      Auf Ihre baldige Antwort hoffend, verbleibe ich
      mit freundlichen Grüßen
      Theresa T.

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