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Fatigue?

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  • Fatigue?

    Meine Mutter (69 J.) hat eine OP, eine Chemotherapie und eine Bestrahlung (kleinzelliges Bronch.karz. im frühesten Anfangsst.)überlebt. Seit fast 2 Jahren gilt sie nun als geheilt- ein Erfolg für die Mediziner?! Tatsache ist, dass sie von 60 kg auf 40 kg abgenommen hat und extrem schwach ist. Sie leidet unter Appetitlosigkeit (mittleres Ausmaß)und alle genannten Symptome eines Fatigue-Syndroms - außer Schlafstörungen), hat aber absoluten Lebens- und Überlebenswille. Sie nimmt ca. 1500 bis 2000 kcal. täglich zu sich, nimmt aber trotzdem nicht zu. Astronautenkost ect. kann sie nicht mehr zu sich nehmen (psych. Schwelle nach 1 Jahr Krankenhaus). Trotz etwas erniedrigtem HB-Wert weiß die zuständige Hausärztin keinen Rat, ein Onkologe rät zu verteiltem Essen über den Tag, die behandelnden Onkologen in der Klinik sind erfreut über die vollständige Heilung, wissen aber auch keinen weiteren Rat. Meine Fragen:
    Wie gehen wir in diesem speziellen Fall vor (niederes Gewicht) um eine Fatigue-Diagnose zu erstellen. Die Vermutung, dass die Schwäche nur durch das Untergewicht zu begründen ist, überlagert diese Fragestellung.
    Außerdem: Können Sie mir einen Arzt in München nennen, der sich spezialisiert hat für dieses Erscheinungsbild (Fatigue/Folgen einer Krebsbehandlung ...)? Vielen Dank für Ihre Mühe und Ihre Antwort. M.U.

  • RE: Fatigue?


    Sie erwähnten nicht, ob seinerzeit eine (adjuvante) Hirnbestrahlung vorgenommen wurde. Wenn ja, könnte das teilweise die Situation erklären (zentral). Wenn nein, ist die Gewichtsabnahme plus Appetitlosigkeit wahrscheinlich der Hauptgrund für die als „Fatigue-Syndrom“ beschriebene Situation. Man muß mit Wunschkost arbeiten und eben mehr als 2000 kcal täglich geben. Man muß vor allem auch an die Flüssigkeit denken. Defizite („Austrocknung“) beim Trinken wirken sich viel stärker aus.
    Als Gegenmaßnahme wäre eine Art Kur oder Reha-Aufenthalt ideal. Mit dem Kostenträger wird das schwierig, aber man kann es versuchen. In der Umgebung von München gibt es doch viele Kliniken, die in der Onkologie kompetent sind, z.B. Bad Trissl, Kempenhausen etc. Ein Reha-Aufenthalt dort in netter Umgebung und bei entsprechender Beratung (diätetisch) und Betreuung (auch psychologisch) könnte etwas bringen – ist natürlich recht aufwendig und vermutlich auch nicht ganz ohne Kosten.

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