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Magenkrebs oder Lymphom?

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  • Magenkrebs oder Lymphom?

    Sehr geehrter Herr Professor Dr. Wust.

    vor einer Woche habe ich die Diagnose Verdacht auf Lymphom erhalten. Nunmehr wurde Sie geändert auf Margenkarzinom. Es wurden durchgeführt ein CT, Magenspiegelung, Ultraschall, Knochenmarkentnahme sowie eine Gewebsprobe aus der Magenschleimhaut. Gefunden wurden Lymphdrüsenschwellungen im Oberbauch und Milznähe sowie Gewebeveränderung im Magen (nach Magenspiegelung) Laut Aussage des behandelnden Arztes haben sich die Ärzte sehr schwer getan bei der Diagnose anhand der Gewebsproben. Es bestand einfach Unsicherheit die zu weiteren Farbtest führte. Auf meine Nachfrage, ob dieses Testergebnis nun zweifelsfrei ist, erhielt ich die Antwort, daß sich der Pathologe nach längerem Überlegen auf diese Diagnose festgelegt hat. Aufgrund meiner Nachfragen bei den Ärzten, warum die Gewebsuntersuchungen sich so hinziehen, bekam ich zur Antwort, daß es sehr schwer sei, sich genau festzulegen, weil es bereits vorgekommen ist, daß bei entnommenen kleinen Gewerbsproben andere Ergebnisse zustandegekommen sind, als bei den Gewerbsuntersuchungen die aufgrund einer OP entnommen wurden. Nunmehr soll ich am kommenden Dienstag unter das Messer. Mir soll voraussichtlich der ganz Magen entnommen werden sowie weitere befallende Bereiche. Die geschwollenen Drüsen wurden bisher auch noch nicht untersucht. Das Ergebnis von meinem Knochenmark liegt auch noch nicht vor.

    Meine Frage nun an Sie:

    Wäre es nicht sinnvoller, ersteinmal nur eine kleine OP durchzuführen, um eine größere Gewebsprobe zu entnehmen, die man dann genauer untersuchen kann und bei einer Bestätigung der bisherigen Diagnose die "große OP" im Anschluß durchgeführt wird. So könnte ich mir die Entfernung meines Magens doch ersparen, für den Fall, daß sich der jetzige Befund nicht bestätigt.. Ist eine so kleine Gewerbsprobe wirklich ausreichend, um eine solche Diagnose zu stellen und eine "Radikal-OP" folgen zu lassen? Bisher gibt es auch noch kein Ergebnis meiner Knochenmarksprobe und auch noch kein Gegenergebnis eines anderen Instituts sämtlicher anderer Proben. Sollte man solche OP nur in Spezialkliniken durchführen lassen oder halten Sie eine gute Chirurgie für ausreichend (in diesem Fall Städtisches Klinikum Lüneburg). Können Sie mir eine Klinik im Raum Hamburg / Hannover empfehlen, notfalls auch weiter weg.

    Läuft mir die Zeit weg, wenn ich den OP-Termin um eine weitere Woche verschiebe?. Dazu sollten Sie aber wissen, daß ich bereits mit geringen Dosen Morphium (2x 10 mg eines anhand der Beschreibung nicht vollständig zu identifizierenden Präparats Morphinh...) behandelt werde, um meinen Schmerzen entgegenzuwirken.
    Bitte antworten Sie mir sehr kurzfristig, da wie bereits erwähnt der OP-Termin schon für nächsten Dienstag anberaumt wurde.

    Herzlichen Dank vorab und viele Grüße

    Matthias Müller
    z. Zt. auf Hausbesuch entlassen

  • RE: Magenkrebs oder Lymphom?


    Ihr Problem ist nicht von der Hand zu weisen. Die Therapie ist vollkommen unterschiedlich. Die Unterscheidung Lymphom versus Magenkarzinom mag in einzelnen Fällen schwierig sein. Es ist ein histopathologisches Problem. Gerade hinsichtlich der Lymphomklassifikation gibt es Experten unter den Pathologen, sog. Referenzpathologien (z.B. in Kiel oder Berlin). Sie finden darüber etwas unter www.kompetenznetz-lymphome.de. Vielleicht hat der Pathologe einen Referenzpathologen konsultiert. Wenn das nicht der Fall ist, würde ich da ansetzen. Sie können zur Not selbst die Proben nehmen und zu einer Referenzpathologie fahren. Vielleicht wurden aber diese Dinge auch in Ihrem Krankenhaus diskutiert und man ist sich sehr sicher mit der Diagnose. Das kann ich nicht beurteilen. Da aber letztlich Sie einen Irrtum ausbaden müssen, denke ich, dass Sie berechtigt sind, diese Fragen aufzuwerfen.

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    • RE: Magenkrebs oder Lymphom?


      Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

      vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Daraufhin habe ich mich mit meiner
      Klinik in Verbindung gesetzt. Dort wurde mit mitgeteilt, daß keine zweite
      Meinung eines Referenzpathologen (der Hauseigene Pathologe ist lt.
      telefonischer Aussage nunmehr von seiner Diagnose überzeugt) eingeholt
      wurde, dieses aber am Montag sofort veranlaßt wird (war mein Wunsch). Meine
      Fragen numehr an Sie:

      Wie lange kann/muß diese zweite Gewebsuntersuchung dauern?
      Sollte ich die für Dienstag geplante OP hinausschieben, bis die zweite
      Diagnose eingetroffen ist, oder wird mir der Magen (so Aussage der Klinik)
      mit größter Wahrscheinlichkeit bei beiden Diagnosen entfernt?
      Wo sollte die OP durchgeführt werden? Ist eine gute Chirurgie ausreichend
      oder halten Sie ein erfahrendes Krebszentrum für
      erforderlich/empfehlenswert?

      Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre Antwort und verbleibe mit den besten
      Grüßen

      Matthias Müller

      P.S: Diese Nachricht geht Ihnen auch auf dem normalen email-Weg zu.

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