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Ösophaguskarzinom

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  • Ösophaguskarzinom

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    könnten Sie mir bitte erklären, wie es sein kann, daß ein Arzt einen Tumor, der bereits seit einem Jahr in der Speiseröhre wächst, nicht feststellen konnte und die Krankheit stattdessen auf Oesophagitis oder das Barrett Syndrom diagnostiziert.

    Gibt es Möglichkeiten den Arzt deshalb zu belangen ?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüße,
    Stefanie Reinhard

  • RE: Ösophaguskarzinom


    Das müßte man schon genauer erklären. Die Refluxösophagitis bis hin zum Barrett-Syndrom ist eine häufige Erkrankung. Erst in Form des Barrett-Ösophagus liegt aber eine sog. Präkanzerose vor, aus der sich in 10% ein Karzinom entwickeln kann. Hat man ein Barrett-Syndrom gesichert, sollte man regelmäßig endoskopische Kontrollen mit Biopsien durchführen. Nun wird aus Ihren Ausführungen nicht klar, wie lange bei Ihnen der Barrett-Ösophagus schon bekannt ist. Erst seit diesem Zeitpunkt kann man von einem erhöhten Karzinomrisiko sprechen. Auch ist nicht klar, woher Sie wissen, dass das Karzinom vor einem Jahr vorlag. Offenbar wurde es ja erst kürzlich diagnostiziert. Vielleicht lag vor einem Jahr noch eine Ösophagitis vor.
    Man sucht bei solchen Schicksalsschlägen gern einen Schuldigen – und da liegt es nahe die Ärzte zu nehmen. Meistens ist es sehr komplex und schwierig, wirklich ein Versäumnis zu finden, wenn man die Sache genauer aufrollt. Nicht so selten sind bei solchen „Verzögerungen“ auch die Patienten mitbeteiligt. Zumindest müßte man sehr viele Details kennen, um eine Beurteilung abzugeben. Sie sollten m.E. jetzt lieber in die Zukunft blicken und an Ihre aktuelle Behandlung denken.

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