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Strahlentherapie bei einem Resttumor/Hypophyse

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  • Strahlentherapie bei einem Resttumor/Hypophyse

    Sehr geehrter Herr Professor Dr. Wust,
    zunächst vielen Dank für Ihre Antwort vom 16.12.02 auf meine Frage vom 15.12.02.
    Ich habe erneut Fragen über die Strahlentherapie bei einem Resttumor im Sinus cavernosus; die Bestrahlung würde nicht direkt an der Hypopyhse durchgeführt. Die Diagnose ist Akromegalie.
    Meine Frage (Ängste/Unsicherheiten):
    - Wie häufig kann man am selben Ort und/oder in derselben Region (Hypophyse und Resttumor im Sinus cavernosus) mit Gamma-Knife und mit Linac (auch X-Knife) bestrahlt werden? Falls die Hypophyse weiterhin Wachstumhormonsekrektion produziert, nachdem der Resttumor bestrahlt wurde, was bleibt uns da noch zu machen? Eine zweite Operation mit der Entfernung der Hypophyse und eine weitere Bestrahlung?
    - Bei Gamma-Knife (Cobalt-Strahlen) sind die Strahlenfrequenz 5000 Mal höher als bei Röntgenstrahlen bei Linac. Was bedeutet dies für die Organen am Kopf?
    - Wir haben Angst, dass nach der Bestrahlung die Arteria Carotis eine Gefässwandveränderung (Spätfolgen) mit sich bringen kann. Wie gefährlich ist dies wirklich, denn der Resttumor liegt unmittelbar (1mm) bei der Arteria Carotis?
    - Im patalogischen Bericht steht hoher Proliferationsaktivität der Tumorzellen, MIB1 liegt über 3% und KI67-immunreaktiver Tumorzellkern. Was bedeutet diese Diagnose wirklich; ist es ein rezidiver Tumor, ist es ein hormonaktiver/hormon_inaktiver Tumor?

    Besten Dank für Ihre unermüdiges Helfen.
    Auf diesem Weg wünsch ich Ihnen auch ein guter Start ins 2003, auch mit viel Gesundheit.

  • RE: Strahlentherapie bei einem Resttumor/Hypophyse


    Man kann eine solche radiochirurgische Bahndlung i.d.R. nur einmal durchführen. Aber die Behandlung ist hocheffektiv. Diese Vergleiche von Gamma-Knife und Linac verstehe ich nicht. Die Energie der Strahlung beim 60-Co Zerfall liegt bei 1,2 MeV, also niedriger als die Energie der Röntgenstrahlung eines Linearbeschleunigers (6 - 20 MV). Bei sehr kleinen Läsionen ist das Gamma-Knife am präzisesten (aus verschiedenen physikalischen Gründen). Selbst die A. Carotis müßte man zumindest teilweise heraushalten können. Große Arterien vertragen einiges an Dosis. Die von Ihnen erwähnte Wandverdickung sollte eher bei großräumigen Bestrahlungen später auftreten können. Trotzdem wird man, so gut es geht, die Umgebung schonen. Das geht vermutlich am besten mit dem Gamma-Knife.
    Wenn Proliferationsmarker positiv sind, kann das bedeuten, dass der Resttumor doch etwas schneller wächst – also Zuwarten eher problematisch ist. Ob der Tumor Hormon produziert (bzw. in welchem Umfang) müßten die Hormonbestimmungen ergeben. Wenn der ursprüngliche Tumor Wachstumshormon produziert hat, sollte man davon ausgehen, dass das auch der Resttumor tut.

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