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Was kann ich selber tun?

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  • Was kann ich selber tun?

    Ich bin im April Brusterhaltend operiert worden. Habe anschließend 4 x EC erhalten und wurde mit 50 GY an der Brust und Lymphabfluss sowie 14 GY boost im ehem. Tumorareal bestrahlt.
    Lange Zeit nach der OP hatte ich Sensibilätsstörungen am hinteren Oberarm, wobei dies nur bei Berührung unangnehm war. Seit ein paar Wochen und seit ein paar Tagen zunehmend stärker, tut mir der gesamte Bereich der rechten Brust weh. Der hintere Arm bis zur Schulter, die Achsel, die gesamte Brust und oberholb der Brust zum Schlüsselbein. Es ist ein heftiges Brennen, manchmal sticht es,aber es sind auch regelrecht Schmerzen. Mittlerweile nehme ich 4 bis 6 Schmerztabeletten tgl. (Ibuprofen u. Aspirin) die die Schmerzen jedoch nur dämpfen, weg sind sie nicht. Ich habe kein Lymphödem und eine Mammographie der letzten Woche war (gott sei dank) ohne Befund.
    Woher können die Schmerzen kommen und vor allem, was kann ich dagegen tun?


  • RE: Was kann ich selber tun?


    Offenbar liegen bei Ihnen neuralgiforme (neuropathische) Beschwerden im Therapiegebiet vor. Das sind Überlagerungen der Operation, Strahlentherapie und ev auch Chemotherapie, die summa summarum zu Nervenreizungen in der Region führen. Das sind vielleicht auch als Narbenschmerzen bekannte Mißempfindungen (zumindest teilweise). Die Behandlung ist schwierig und kann, glaube ich, nicht so über das Internet vorgenommen werden. Der erste Schritt könnte die Zugabe eines Antikonvulsivums sein (zu dem Analgetikum), welches die auslösenden Schwellen in den Nerven beeinflussen, z.B. Carbamazepin oder Clonazepam (Rivotril). Diese Mittel sind verschreibungspflichtig. Ein etwas wirksameres recht gut verträgliches Analgetikum wären Novalgin-Tropfen (plus Carbamazepin).
    Physiotherapeutische Maßnahmen, insbesondere Gegenstimulationen mit Akkupunktur oder transkutaner Elektrostimulation können helfen. Es gibt noch mehr: wie Ausschaltungen bestimmter Nerven etc.
    Für solche Therapien gibt es spezielle Schmerzambulanzen, wo man sich vorstellen sollte. Für Akkupunktur gibt es die entsprechenden Doctores, die sich mit der sog. TCM (traditionelle chinesische Medizin) auskennen.
    Sicher spielt es auch eine Rolle, wie man selbst den Schmerz wahrnimmt – was ja bekanntlich eine subjektive Komponente hat (gerade bei solchen neurogen beeinflußten Beschwerden). Sonst werden Sie mit Selbsttherapie aber nicht mehr viel weiter kommen und sollten zu den angesprochenen Zentren gehen.

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