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prostatakrebs

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  • prostatakrebs

    Sehr geehrter Professor Wust!
    Bei mir wurde am 1.11.02 ein Prostatakarzinom festgestellt, PSA 7, Grading 2, Gleasing-Grad 3+3=6. 3 Stanzen rechts negativ, 3 Stanzen links positiv, Kernspintomographie: kapseldurchbrechend, in Nervenscheiden und Samenblasen eingewandert. Welche Therapie empfehlen Sie? Ist die Hyperthermie als alleinige Therapie anerkannt? Was halten Sie von TCM (Traditioneller Chinesischer Medizin) als alleinige Therapie? Ich bin ganz ratlos. Der Verlust der Potenz bei radikaler Prostatektomie, Strahlen- und Hormontherapie schreckt mich. Ich bin 61 Jahre alt. Ich hoffe auf Ihre Antwort.


  • RE: prostatakrebs


    Zunächst passen die Befunde der Kernspintomographie nicht so richtig zu den günstigen Risikofaktoren (PSA, Gleason, Einseitigkeit). Das sollte man sich noch einmal ansehen. Legt man alles entsprechend Ihrer Beschreibung zugrunde, wäre eine (neoadjuvante) Hormontherapie von 2-3 Monaten mit anschließender Strahlentherapie (mind. 72 Gy), ev. in IMRT-Technik, angezeigt. Es trifft so nicht zu, dass dabei in jedem Fall Potenzstörungen auftreten. Sie treten vielleicht in einem Prozentsatz von 30-40% und typischerweise erst nach einigen Jahren mit unterschiedlicher Ausprägung auf (auch behandelbar). Die von Ihnen angesprochenen Verfahren kann man wirklich nicht empfehlen. Dabei ist die Hyperthermie als ergänzende Maßnahme durchaus geeignet, aber nicht als alleinige Maßnahme.
    Immerhin haben Sie mit den Standardverfahren (Op, Seeds, Radiotherapie), bei Ihnen vermutlich Radiotherapie, eine gute bis hervorragende Chance der Heilung bei recht ordentlicher Lebensqualität. Das sollten Sie sich nicht verbauen mit unwirksamen Therapien, die die Sache verschleppen und ev. verkorksen.

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