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Dauer der Verhütung nach Chemotherapie

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  • Dauer der Verhütung nach Chemotherapie

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    mein Mann (Medulloblastom) wurde im Juli letzten Jahres operiert und hat danach 6 Wochen Bestrahlung bekommen und in der Zeit von 10/01 bis 09/02 eine Chemotherapie in 8 Zyklen mit CCNU und Cisplatin (HIT2000-Studie). Meine Frage jetzt: wie lange müssen wir noch verhüten? Lt. Onkologen ist die Spermiogenese durch die Chemo sowieso zerstört worden. Warum und wie lange dann also noch die Verhütung, wenn doch eh nichts passieren kann? Oder kann doch eine Schwangerschaft eintreten? Und wenn ja, wie hoch ist die Gefahr/das Risiko, dass der Embryo dann missgebildet, bzw. nicht lebensfähig wäre? Meine 2. Frage: wann kann mein Mann ein Spermiogramm machen lassen, um zu schauen, ob die Spermiogenese doch wieder in Gang kommt, was ja schon nach einer Chemo sein kann, wenn auch die Chance sehr gering ist?

    Danke für Ihre Antworten.

    Gruß Babsi T.

  • RE: Dauer der Verhütung nach Chemotherapie


    Es sind bisher noch nie Mißbildungen durch Strahlen- oder Chemotherapie nachgewiesen worden. D.h. sehr groß kann das Risiko nicht sein.
    Grundsätzlich wäre eine Transformation nur an den reiferen Zellen während der Spermatogenese möglich, da die Stammzellen viel zu empfindlich sind und entweder absterben oder intakt überleben. Das würde bedeuten, dass man für einen Entwicklungszyklus von 8 –10 Wochen (60 – 70 Tage) vorsichtig sein muß (Verhütung). Dann haben sich alle Zellen aus den Stammzellen erneuert.
    Dann kann trotzdem eine Azoospermie bestehen und eine Empfängnis nicht möglich sein. Für die Erholung der Stammzellen müssen u.U. lange Zeiten von bis zu Jahren angesetzt werden. Da kann ein Spermiogramm von Zeit zu Zeit Aufschluss geben.

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