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TIA nach Strahlentherapie?

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  • TIA nach Strahlentherapie?

    Lieber Prof Wust,

    der 15 j Tochter meiner Freundin wurde vor 4 Jahren ein Dysgerminom ( Stadium 3 von 4, soweit ich mich erinnere) an der Hypophyse mit dieser komplett entfernt, Chemo brachte vorher nur temporäre Verkleinerung, auch nach der Op ( Samii) wuchs der Tumor wieder, und wurde dann vor 3 Jahren mit Gamma-knife bestrahlt .

    Nun hat sie schon zum 3. Mal ( zuletzt vor 1 bzw 1.5 Jahren) TIA ähnliche Ausfallserscheinungen, Sprechunvermögen für 15 Minuten und teilweise Lähmungen in Gliedmaßen, danach ist sie wieder topfit.

    Der Notarzt hatte ihnen zuletzt Aspirin mitgegeben.
    Ich wundere mich, daß die Ärzte immer raten : abwarten - deswegen frage ich mal nach, ob diese TIAs (?) nicht doch bedrohlicher sind, und man evt mehr tun müßte ? Man kann doch schlecht abwarten, bis es einen schlimmen Schlaganfall evt gibt?

    Das letzte CT im Winter zeigte keine Auffälligkeiten, daher sind die Eltern eher beruhigt.

    Ist dise Problematik bei Strahlenbehandlung in der Folge häufiger anzutreffen, und wie ist die Prognose?


    vielen Dank im Voraus

    Dorle




  • RE: TIA nach Strahlentherapie?


    Viel Erfahrung kann man mit solchen Erscheinungen nicht haben, schließlich gibt es diese Form der Präzisionsbestrahlung noch nicht so lange. Eine mögliche Erklärung wäre, dass die Arteria Carotis, die neben der Hypophyse durch den Sinus cavernosus zieht, eine Gefäßwandveränderung erfahren hat. Das könnte die TIA verursachen. Richtig therapeutisch kann man da nichts machen außer prophylaktisch Aspirin (100mg/d) oder vergleichbare Substanz. Da kann man sich beraten lassen (internistisch). Weiter abklären könnte man das in der MRT (am besten 3T-Hochfeld) mit genauer Darstellung der Hypohysenregion und MR-Angiographie. Dann wüßte man es genauer, vielleicht findet man auch kein Korrelat. CT ist sicherlich zu grob, um solche Veränderungen zu sehen.

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