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Nierenzellkarzinom

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  • Nierenzellkarzinom

    Segr geehrter Herr Prof. Dr. Wust,

    bevor ich die Fragen stelle in Kurzform meine Geschichte:
    Mai 2001 Flankenschmerzen und Bauschmerzen rechts-Ultraschall ergab etwas wurde aber von Arzt nicht weiter verfolgt.
    August 2001 starke Blutung im Urin und Nierenkoliken-Untersuchungen in Urologie (inkl. CT)-Diagnose Nierenetnzündung rechte Niere-Behandlung mit Augmentan 1000 6 Wochen.
    September 2001 nach starker Gewichtsabnahme (10 kg) und Nachtschweiss neue Untersuchung in einem anderem KH-Diagnose Nierentumor rechts.
    September 2001 Op mit 40 cm Bauchschnitt wurde die rechte Niere entfernt. Histologie war T1,G2,R0,N0,M0 Nierenzellkarzinom, chromophil, azidophil mit klarzelligen Anteilen,kompakt.Keine Tumorinfiltration von Kapselfettgewebe, Nierenbecken, und Hilusgefäße. Tumorfreie Hilusgefäße.Tumorfreier Hiluslymphknoten. Tumorfeie Nebenniere.
    Ich war sehr geschockt und hatte große psychische Probleme. Dazu kamen im November Knoten in der SD (Diagnose Struma II kein sicherer Anhalt für eine kompensierte Autonomie rechts, latente Hyperthyreose unter Thyroxin-Therapie). Im Januar noch frisches Blut im Stuhl (Diagnose nach Sigmoendoskopie Hämmorriden). Ansonssten geht es mir nicht so gut (immer wieder Durchfall, komischer Druck am linken Ohr und Übelkeit.
    Die Untersuchungen (MRT und Lunge im Juli und auf eigenen Wunsch im April Knochenszinti) waren alle ok.
    Herr Prof. wie sind meine Chancen und sind Nachsorgeuntersuchungen wichtig ?
    Warum habe ich geblutet obwohl der Tumor nicht in das Nierenbecken einbrach?
    Ist bei der Diagnose mir einem Lokalrezidiv zu rechnen.

    Im Voraus vielen herzlichen Dank für Ihre Antworten.

    Oliver

  • RE: Nierenzellkarzinom


    Da der Tumor auf die Niere begrenzt war (Stadium T1) und kein Lymphknotenbefall vorlag, ist die Prognose sehr gut mit einer Heilungschance von über 90%. Trotzdem kann Blut in das Nierenbecken gelangen, wenn der Tumor dort Anschluß erlangt. Er wächst ja infiltrierend in die Umgebung.
    Eigentlich ist nicht mit einem Rezidiv zu rechnen. Nachsorge kann durchgeführt werden, ist aber nicht unverzichtbar. Man kann damit bekanntlich ein Rezidiv nicht verhindern, nur früher erkennen. Ein Röntgenthorax (Lunge) und Ultraschall (Leber) einmal jährlich ist jedoch sicher sinnvoll, um nicht überrascht zu werden. Bei Ihren anderen Beschwerden sehe ich keinen Zusammenhang zu der früheren Tumorerkrankung. Manches kann mit der Schilddrüse (Hyperthyreose) zusammenhängen.

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