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Zungengrundkarzinom

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  • Zungengrundkarzinom

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    Befund bei meinem Mann, 49 Jahre: T2-3 N2c
    Keine OP.

    1. Woche:
    1. Zyklus Chemo (5FU + Mytomicin rund um die Uhr)
    und 2x/Tag Bestrahlung (70 Gy).
    2. Woche:
    2x/Tag Bestrahlung
    3. Woche:
    Behandlung ausgesetzt.
    Nächste Woche:
    2. Zyklus Chemo + 2x/Tag Bestrahlung,
    im Anschluß ca. 3-4 Wochen nur Bestrahlung.

    Meine Frage:
    der Speichelfluß ist bereits jetzt so zäh, daß weder
    essen noch trinken möglich ist (Brechreiz trotz Zofran). Der gesamte innere Mundbereich, auch die Zunge ist offen (Mundspülungen zeigen keine Wirkung).
    Das Sprechen fällt wahnsinnig schwer.
    Ernährung ausschließlich mit PEG.
    Mein Mann möchte die Bestrahlung abbrechen.
    Welche Folgen hätte das für eine evtl. Heilung.
    Inwieweit regeneriert sich die Speichelbildung nach
    Ende der Bestrahlung, bzw. welche Nachwirkungen
    bleiben bestehen.

    Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
    Renate K

    Falls mir sonst irgendwer weiterhelfen kann:
    email metall.design@t-online.de



  • RE: Zungengrundkarzinom


    Wenn die Bestrahlung nicht bis 70 Gy durchgehalten wird, war alles umsonst. Eine Heilungschance gibt es nur, wenn die Therapie planmäßig durchgeführt wird. Jetzt muß man versuchen mit etwas Behandlung die Zeit durchzustehen. Kleine Pause in der Bestrahlung ist als ultima ratio möglich. Mit PEG sollte es leichter fallen. Gegen Mundtrockenheit kann man nur mit viel Flüssigkeit, bestimmten Teemixturen (Salbei) und künstlichem Speichel was tun. Schöpfen Sie alle Möglichkeiten der Hilfe aus (ev stationäre Aufnahme). Nach Abschluß der Therapie wird es besser, aber es bleiben gewisse Restfunktionsstörungen. Die muß man in Kauf nehmen.
    Nur eines ist sicher. Wenn die Therapie vorzeitig abgebrochen wird, ist das Schicksal besiegelt.

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