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Strahlenfibrose nach Therapie

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  • Strahlenfibrose nach Therapie

    Sehr geehrter Hr. Dr. Wust,
    ich hoffe Sie sind der richtige Ansprechpartner für mich.
    Zu meiner Vorgeschichte:
    1998 Feststellung perianales Plattenepithelkarzinom, Operation, danach Strahlen/Chemotherapie. Ca. 1/2 Jahr nach der Strahlentherapie strake Stuhlgangprobleme, Verstopfung, Durchfall.
    2001 Diagnose Strahlenfibrose unterhalb des Sigmas
    Behandlung mit Tabletten brachte keine Besserung.
    Jetzt ständiger leichter Schmerz im linken Unterbauch mit chronischen Darmentzündungen.
    Wissen Sie Rat, evtl. Operation oder Naturheilmedizin?
    Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.
    Vielen Dank im voraus.
    Martina


  • RE: Strahlenfibrose nach Therapie


    Es handelt sich offenbar um ein entzündetes Darmsegmen, ev. mit Tendenz zur Verengung. Wenn man es lokalisieren kann (endoskopisch oder CT), ist vermutlich die Entfernung dieses Darmabschnitts am besten. Das sollten Sie mal mit einem Chirurgen besprechen. Vielleicht kann man auch durcheine konsequente Stuhlregulation etwas erreichen, z.B. Bifiteral. Aber Op könnte wirksamer sein.

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    • RE: Strahlenfibrose nach Therapie


      Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
      vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Also, die Stelle ist verengt aber auch lokalisiert. Was meinen Chirurgen von einer Entfernung abhält, ist die Meinung, daß das unterhalb der Engstelle liegende Gewebe nicht heilen könnte, weil es ebenfalls verstrahlt ist, und mir somit ein künstl. Ausgang ev. nicht erspart bleibt. Haben Sie Erfahrung, wielange so eine Verstrahlung anhält oder regeneriert sich solches Gewebe nicht mehr. Habe natürlich ziemliche Angst eine falsche Entscheidung zu treffen und dann auf Dauer mit einem künstl. Ausgang leben zu müssen. Gibt es hier vielleicht Spezialkliniken oder darauf spezialisiert Ärtze. Für eine weitere Auskunft bin ich Ihnen im voraus sehr dankbar.
      Martina C

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      • RE: Strahlenfibrose nach Therapie


        Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
        vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Also, die Stelle ist verengt aber auch lokalisiert. Was meinen Chirurgen von einer Entfernung abhält, ist die Meinung, daß das unterhalb der Engstelle liegende Gewebe nicht heilen könnte, weil es ebenfalls verstrahlt ist, und mir somit ein künstl. Ausgang ev. nicht erspart bleibt. Haben Sie Erfahrung, wielange so eine Verstrahlung anhält oder regeneriert sich solches Gewebe nicht mehr. Habe natürlich ziemliche Angst eine falsche Entscheidung zu treffen und dann auf Dauer mit einem künstl. Ausgang leben zu müssen. Gibt es hier vielleicht Spezialkliniken oder darauf spezialisiert Ärtze. Für eine weitere Auskunft bin ich Ihnen im voraus sehr dankbar.
        Martina C

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        • RE: Strahlenfibrose nach Therapie


          Veränderungen nach Strahlentherapie bleiben bestehen. Man müßte während der Operation ein ausreichend großes Stück vom Darm entfernen, so daß man wieder in einem Bereich ist, der ausreichende Heilungskpazität hat. Vermutlich ist aber der ganze Enddarm bestrahlt worden, so daß der tiefgelegene Ansatz ein Problem werden könnte. Viel Erfahrung mit Vorbestrahlung und Rektumchirurgie hat man in Berlin – Robert-Rössle-Klinik (Prof. Schlag, 030-94171400) oder in Erlangen/Nürnberg (Prof. Hohenberger). Ein vorübergehender Anus Praeter wird erforderlich sein. Allerdings: ein Anus Praeter ist besser, als dauernd Beschwerden zu haben. Man kann damit ganz gut leben. Es gibt da auch Selbsthilfegruppen, wo Sie sich erkundigen können.

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