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Speiseröhrenkrebs

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  • Speiseröhrenkrebs

    Hallo!

    Mein Vater (73) hat Speiseröhrenkrebs. Die Speiseröhre wurde vor 3 Wochen entfernt. Er hat Metastasen und immer noch Wasser in der Lunge. Laut dem behandelnden Arzt ist weder Chemotherapie noch Strahlentherapie wirksam da das gesunde Gewebe geschädigt werden würde. Er gab die Lebenserwartung mit 4-8 Wochen an. Kann man denn nichts mehr tun? Hat der behandelnde Arzt recht mit diesem vernichtenden Urteil?

    Gruß

    Patrick Müller


  • RE: Speiseröhrenkrebs


    Hallo Patrick,

    Ich verstehe das nicht ganz.
    War es in diesem Alter denn unbedingt nötig die Speiseröhre zu entfernen?

    Das sich der Patient in deisem Alter von so einer schwerer Operation nicht mehr erholt dürfte den Ärzten ja wohl klar gewesen sein!

    Meines erachtens nach war das eine Fehlentscheidung.Gerade mal jeder 5 te Patient überlebt mehr als 5 Jahre wenn die Speiseröhre entfernt wird!
    Und dabei handelt es sich fast ausschließlich um Patienten die wesentlich jünger sind!

    Man hätte besser auf eine Strahlentherapie (evtl eine Brachytherapie) und Chemo setzten sollen.
    Da wäre eine wesentlich geringe körperliche Belastung für ihren Vater gewesen.
    Aber für hätte ,wenn und aber ist es jetzt schon leider zu spät.

    Das Wasser ist der Lunge ist leider ein sehr schlechtes Zeichen.
    Viel mehr als 4-8 Wochen wie ihnen bereits schon der behandelnde Arzt mitgeteilt hat werden da leider nicht drin sein.
    Man könnte es (wenn man keine anderen Möglichkeiten mehr hat) evtl noch mit einer Misteltherapie versuchen.
    Große Hoffnungen würde ich mir aber nicht mehr machen.

    Gruß
    Michael D.

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    • RE: Speiseröhrenkrebs


      Hallo!

      Beim ersten Gespräch kam der behandelnde Arzt etwas in Erklärungsnot bezüglich der OP. Ich werde mir wohl mal die Krankenakte kopieren lassen und damit zu einem anderen Spezialisten gehen. Ich fürchte jedoch das es nichts bringt. Die angestrebte Reha-Maßnahme ist dann wohl nicht als Genesungsmaßnahme zu sehen :-(

      Gruß

      Patrick Müller

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      • RE: Speiseröhrenkrebs


        Hallo Patrick,

        Ich finde als Arzt sollte man immer das Alter und den Allgemeinzustand des Patienten bei so einem schweren Eingriff mit einbeziehen.
        Es wäre auch die Pflicht des behandelnden Arzt gewesen sie über die Risiken einer solchen OP aufzuklären.Oder hat dies der behandelnde Arzt gemacht?
        Haben sie den behandelnden Arzt zwischenzeitlich gefragt warum er eine Strahlen bzw Chemotherapie nicht in Erwägung gezogen hat?
        Was hat ihn veranlast zu glauben das ihr Vater mit der OP länger leben könnte als mit einer kombinierten Strahlen/Chemotherapie?
        Sie sollten da schon nochmal nachfragen.
        So einfach würde ich mich da nicht abspeisen lassen!

        Gruß
        Michael D.

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        • RE: Speiseröhrenkrebs


          Ich muß noch mal nachfragen, um was für Metastasen es sich handelt (Leber, Lunge, Lymphknoten?). Wenn diese vor der Op schon bekannt waren, war dieser Eingriff in der Tat unnötig. Einen Ratschlag hinsichtlich einer ev. Behandlung, kann man nur geben, wenn man das genaue Stadium kennt (mit Ort und Ausdehnung der Metastasen). Die Begründung, warum keine weitere Therapie erfolgt, ist sehr schlicht. Bei jeder Tumortherapie wird das Normalgewebe in Mitleidenschaft gezogen.

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          • RE: Speiseröhrenkrebs


            Hallo!

            Im gesamten Bauchraum sind (kleine) Metastasen. Das Wasser in der Lunge (OP-bedingt laut Arzt) wird weiniger allerdings hat mein Vater sehr starke Schmerzen nach den Mahlzeiten. Kleine Zwischenmahlzeiten wie z.B. einen Keks oder Joghurt kann er ohne Probleme essen. Eine Scheibe Brot jedoch ist schon zuviel.
            Spätestens 10min nach der Mahlzeit bekommt er höllische Schmerzen die mir Schmerzmittel behandelt werden. Meistens muß er sich dann auch erbrechen - danach gehen die Schmerzen weg. Heute soll er deswegen nochmal ein Röntgenbild bekommen.
            Der behandelnde Arzt ist der Meinung das man die Metastasen im Bauchraum weder mit Strahlen noch mit Chemo wirksam behandeln kann. Ob Metastasen in der Lunge vorhanden sind ist im Moment eher unwahrscheinlich außer sie sind so klein das man sie auf der Röntgenaufnahme nicht sieht. Auf die Frage nach der OP hat er nur ausweichend geantwortet. Er hat sich lange und auch noch während der OP mit seinem Kollegen über die Notwendigkeit unterhalten....
            Die vorhergesagte Lebenserwartung liegt nach einem Arzt bei bis zu 8 Wochen und nach einem anderen bis zu 1 1/2 Jahren. Was soll man da glauben? Ich möchte mich doch auch darauf einstellen können. Ist es so schwer eine Prognose zu treffen? Dieses Ungewisse macht mich fertig!

            MfG

            Patrick Müller

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            • RE: Speiseröhrenkrebs


              Hallo!


              Der Allgemeinzustand meines Vater war vor der OP sehr gut. Leider hat der behandelnde Arzt mich vorher in NICHTS eingeweiht. Auch jetzt muß ich immer meinen Vater bitten einer Auskunft zuzustimmen weil er mir (ich bin der Sohn!) sonst keine Auskunft gibt! Was soll das?
              Meine Stiefmutter hingegen bekommt jede Auskunft vom Arzt. Auch wenn ich meine Stiefmutter mit ins Krankenhaus mitnehme und wir zusammen auftreten bekomme ich erst dann Auskunft wenn ich die Erlaubnis von meinem Vater habe. Hat sie ein so viel größeres Vorrecht vor dem Sohn?
              Die Chemo- oder Strahlentherapie kommt nicht in Frage weil die Metastasen zu klein für eine Bestrahlung sind und zu weit im Bauchraum verbreitet um eine Chemotherapie erfolgreich durchführen zu können.
              Eine Antwort vom Arzt zu bekommen ist sehr schwierig. Das Pflegepersonal möchte eine bessere Absprache mit meiner Stiefmutter und ich möchte vom Arzt selbst erfahren wie es meinem Vater geht. Leider nicht ganz so einfach. Nachdem ich den Vorschlag gemacht habe mir die Akte mit zum Hausarzt zu nehmen um sie mit ihm zu besprechen hatte ich dann Erfolg. Entweder ist der Arzt wirklich so viel unterwegs das er keine 5 Minuten für mich hat oder was? Ich dachte immer ich hätte ein Recht auf Information. Sorry aber den Frust muß man auch mal jemandem mitteilen. Ich bin mir sicher es geht anderen auch so.

              Ergo: Der Arzt ist der Meinung es gibt keine Möglichkeit einer Therapie mit Strahlen oder Chemo.
              Eine Misteltherapie als seelische Stütze wäre zu überlegen. Lebenserwartung, je nachdem wen ich frage, zwischen 4-8 Wochen und 1 1/2 Jahren. (?)


              Gruß

              Patrick Müller


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              • RE: Speiseröhrenkrebs


                Hallo Patrick,

                Das mit den Prognosen ist so eine Sache.
                Beispiel Pankres Ca.
                Ärzte nennen da meist 2-6 Monate je nach Stadium.
                Tatsächlich kann ein Patient aber durchaus 12 und mehr Monate überleben!
                In eurem Fall gehen die Schätzungen aber sehr weit auseinander.
                Das sind ja 14 Monate!

                Bei Metastasen im Bauchraum scheinen mir 18 Monate zu hoch gegriffen!
                Wenn die Lunge nicht befallen ist und sich auch in der Leber noch keine Metastasen gebildet haben wäre ein Zeitraum von 6 bis maximal 12 Monaten realistisch.
                Das wird auch vom Ernährungszustand abhängen.
                Wenn ihr Vater keine festen Mahlzeiten mehr zu sich nehmen kann und er dadurch sehr viel abnimmt wird es leider sehr schnell gehen.
                Sollte sich Wasser im Bauchraum ansammeln verschlechtert sich die Prognose ebenfalls dramatisch.
                Dann sind 4 -8 Wochen wohl das Maß aller Dinge.

                Sie müssen die nächsten paar Wochen abwarten erst dann können ihnen auch die behandelden Ärzte genaueres sagen.

                Ich bleibe allerdings dabei das diese OP nicht unbedingt hätte sein müssen!
                Die ausweichende Verhalten des Arztes wie sie es geschildert haben beweist dies!
                In so einem Fall sollte man immer erst mehrere Meinungen von Spezialisten anhören bevor man eine Entscheidung trifft.

                Ich wünsche ihnen und ihrem Vater alles Gute

                Gruß
                Michael D.

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                • RE: Speiseröhrenkrebs


                  hallo, mein Vater 62J. wurde im Sept. letzten Jahres operiert. Es wurde ein Magenhochzug vorgenommen. Er hatte sehr viele Schwierigkeiten post OP, die Narbe platzte,wg. Husten (der Draigageschlauch wurde vorzeitig aus der Lunge entnommen, und so konnte das Wundwasser nicht weiter abfließen.Über 300ml/Tag. Dann bekam er noch offene Stellen am Bauch und an der Rippennarbe, da haben sich resistente Bakterien angesiedelt. Nix mit Antibiotika.
                  Er musste sich auch ewig übergeben und so hat er von 117 Kilo schnell auf 80 Kilo reduziert. Mein Vater war nur noch ein Schatten.
                  Nach der Entlassung hat er zu Hause fast nur gelegen und sich weiter häufig übergeben. Starke Schmerzen in der rechten Seite, die bis Heute nicht weg sind.
                  Aber: so langsam konnte er wieder essen, eine halbe Scheibe Weißbrot ohne Rinde und was er sonst noch so vertrug. Das musste er erst mal rausfinden. Sonst gab es Schmerzen und er musste sich Übergeben.
                  Im Dez. hat er schon Kartoffelsalat und Heringsstipp probiert, und es ging gut.
                  Jetzt sind meine Eltern umgezogen, mein Vater hat selbst renoviert und grillt seit 3 Wochen jedes Wochenende Fleisch. Er isst es auch :Kottelett mit Salsasoße kein Problem. Nur Salat und Erdbeeren machen manchmal Schwierigkeiten. Zugenommen hat er auch schon wieder ordentlich, 98 Kilo!
                  Aber er hat ein Kratzen im Hals, als wäre es wund im Rachen und neulich hat er nicht schlucken können.
                  Hoffentlich hat er sich nur "überfressen"denn er isst auch normal große Mahlzeiten, so wie "du und ich".

                  Vielleicht hilft jemanden mein Beitrag.

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                  • RE: Speiseröhrenkrebs


                    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
                    vielen Dank für die schnelle Antwort.
                    Beide Untersuchungen sind durchgeführt worden.
                    Was verstehen Sie unter " Stöhrungen irgendwie kompensieren " wie, womit ?

                    Mfg


                    Horst Kochen

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                    • RE: Speiseröhrenkrebs


                      Hallo!

                      Leider wurde die Reha Maßnahme meines Vaters schon nach 3 Tagen abgebrochen. Er hat wieder Wasser in der Lunge und eine Lungenentzündung bekommen. Heute wird er in das Krankenhaus in meiner Nähe verlegt. Ich befürchte er wird nicht lange drin bleiben.

                      Gruß

                      Patrick Müller

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