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2 Jahre nach Oropharynxkarzinom

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  • 2 Jahre nach Oropharynxkarzinom

    Guten Tag Herr Prof. Wust,

    vor 2 Jahren wurde bei meinem Vater ein sog. Oropharynxkarzinom festgestellt und grossflaechig operiert (T3 M0 N0). Es folgten 6 Wochen Bestrahlung.
    Mein Vater leidet noch immer sehr unter den Nebenwirkungen der Bestrahlung, z.B. Infektionen, Mundtrockenheit etc. Vor allem aber macht ihm die wohl durch die Entfernung des Zaepfchens bedingten Schwierigkeiten beim Schlucken und in der Aussprache zu schaffen. Was gibt es dort fuer Moeglichkeiten zur Wiederherstellung der Sprache?
    Ein Onkologe des KH in Rotenburg Wuemme raet ihm nun zu Implantaten, hat ihn bereits an einen dortigen Kollegen ueberwiesen. Vorbereitend, zur Staerkung des Zahnfleisches, soll eine Sauerstofftherapie gemacht werden. HNO-Arzt und Klinik in Bremen (Sankt-Juergen-Str.) raten ab, bzw. meinen es sei zu frueh fuer Implantate.
    Was meinen Sie?


  • RE: 2 Jahre nach Oropharynxkarzinom


    Das sind zunächst 2 verschiedene Dinge. Implantate würden die Zahnsituation verbessern. Ob im Bereich des (ehemaligen) Zäpfchens eine rekonstruktive Maßnahme möglich ist, weiß ich nicht. Wäre auf jeden Fall ein spezieller Eingriff, der nur von entsprechenden Spezialisten vorgenommen wird. Ob man jetzt mit solchen Aufbaumaßnahmen beginnt, hängt u.a. von der Prognose ab. Die scheint mir 2 Jahre rezidivfrei nach kurativer Op plus Bestrahlung nicht so schlecht (N0-Stadium). Ich kann im Augenblick keinen direkten Grund finden, der gegen Implantate spricht. Fragen Sie doch mal nach bei den hohen Herren (vielleicht ist die Begeisterung nur deshalb so gering, weil es jemand anders macht).

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