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Pap III seit 6 Jahren!

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  • Pap III seit 6 Jahren!

    Sehr geehrter Prof, Wust,
    Ich habe folgendes Problem und wäre sehr dankbar, wenn Sie mich beraten könnten:
    Seit 6 Jahren lautet die Diagnose meines Abstriches "leicht bis mittelschwere Zellveränderung" durch HPV Viren ausgelöst. Nach drei Jahren schickte mich mein FA zu einem Spezialisten der meinen Muttermund ablaserte und der Abstrich den er vorher noch gemacht hatte war "schwere Zellveränderung". Nach 3 Monaten machte mein FA erneut einen Abstrich und der Befund war wiederum "leicht bis mittelschwer". Erneut schickte er mich zu dem Spezialisten, für eine Konisation. Die herausgenommene Probe erwies sich als "schwere Zellveränderung" aber alles im Gesunden. 3 Monate nach dieser Konisation war der Befund eines erneuten Krebsabstriches normal. Wieder 6 Monate später hatte ich erneut einen Befund mit leichter Displasie. Das nächste Mal (ca. 6 Monate später) war wiederum leicht - mittelschwer. Dieser Befund bestätigte sich immer wieder und halbjährlich. Im Januar 2002 war der Befund glücklicherweise zum ersten Mal seit langer Zeit "NUR" leichte Displasie, aber mein FA schmälerte meine Freude indem er mir erklärte, dass die Auslegung des Befundes eine Ermessenssache des Pathologen sei.
    Juni 2002 war mein Befund eines erneuten Abstriches wiederum leicht bis mittelschwer. Und mein FA schickte mich erneut zur Abklärung und Zweitmeinung wieder zu diesem bereits oben erwähnten Spezialisten. Dieser machte eine Biopsie und die Diagnose war, dass der Muttermundhals als mittelschwer eingestuft werden müsse und aussen leichte Zellveränderungen gefunden wurden. Seine Empfehlung ist eine Gebärmutterentfernung, da man weder Lasern noch eine Konisation machen könnte, da von meinem Muttermund nicht mehr viel übrig geblieben sei. Nun endlich zu meinen Fragen:
    1. Gibt es irgend eine Möglichkeit dieses HPV Virus zu bekämpfen, evt. mit Bioresonanz?
    2. Wenn ich weiterhin regelmässig in die Vorsorge gehe kann ich mich dann bezüglich einer fortschreitenden Displasie mit Folgen in Sicherheit wägen, oder könnte evt. mein Befund sich innert 3 Monaten z.B. bereits in ein Karzinom entwickeln?
    3. Mich irritiert die Aussage meines FA betreffend der Ermessensfrage bezüglich der Beurteilung dieser Befunde, könnte dies sogar heissen, dass mein mittelschwerer Befund eigentlich bereits auch schon "schwer" sein könnte? Da bei dem Spezialisten mein Befund nach der Konisation als Schwer beurteilt wurde und ich all die Jahre vorher und auch jetzt nachher nie als "Schwer" eingestuft worden bin von meinem FA?
    4. Besteht Ihrer Meinung nach die Möglichkeit. dass diese Virus bedingte Displasie wieder verschwindet oder gibt es Studien oder Statistiken über Verläufe von meinem Problem?
    5. Was macht der Virus wenn ich mich nun entscheiden würde die Gebärmutter zu entfernen? Sucht er sich ein anderes Opfer aus z.B. meine Scheidenwand oder die Eierstöcke?
    6. Was würden Sie mir empfehlen zu tun, nach 6-jährigen ständigen Displasien? Gehen Sie einig mit den beiden Aerzten, dass es Zeit sei die Gebärmutter zu entfernen obwohl es sich bei mir (wurde mir versichert) "nur" um Displasien "im Guten", aber in versch. Stadien handelt?

    Lieber Prof. Wust, es tut mir leid, dass ich Ihnen soviel und so ausführlich schreiben musste, aber um mein Problem schildern zu können musste ich eben weit ausholen. Ich hoffe, trotzdem, dass Sie mich bald ihre kompetente Antwort wissen lassen.
    Mit freundlichen Grüssen
    Andrea B
    PS: Ich bin 39 Jahre alt und möchte keine Kinder mehr, ich bin schon Mutter, aber ich hänge trotzdem sehr an meiner Gebärmutter und möchte sie nur entfernen lassen falls es wirklich nötig ist..
    Ich Andrea, habe leider keinen eigenen Internet und E-mail Anschluss, daher schreibt hier für mich eine Freundin.


  • RE: Pap III seit 6 Jahren!


    Wenn der Abstrich sorgfältig erfolgt (auch aus dem Zervikalkanal und unter Sicht), ist die Möglichkeit eines falsch negativen Ergebnisses doch recht gering. Außerdem hatten Sie doch nie ein Pap IV (Carcinoma in situ), es waren „nur“ Dysplasien, also die Vorform der Vorform. Bei regelmäßiger Vorsorge sollte also nichts passieren. Ich denke, da wurde etwas dramatisiert und würde die Hysterektomie daher für nicht erforderlich halten (obwohl es vielleicht unter gewissen Gesichtspunkten der bequemere Weg wäre).
    Das Virus, wenn es jetzt überhaupt noch nachweisbar ist, wird nicht woanders hingehen (es ist ja an bestimmte Zellen gebunden). Es gibt auch spontanes Verschwinden des HPV-Virus. Je länger es allerdings persistiert, desto unwahrscheinlicher wird es verschwinden. Bei Ihnen ist aber nicht klar, zu welchem Zeitpunkt das HPV-Virus nachgewiesen wurde. Es ist ja eine aufwendige Zusatzuntersuchung, die man sicher nur gelegentlich (wenn überhaupt) durchgeführt hat.
    Man kann auch versuchen, mit modifizierten Verfahren doch noch den Rest-Zervikalkanal zu behandeln. Aber da müßten Sie viel herumfragen (von Kryochirurgie bis Trachelektomie) und ganz unriskant ist das vermutlich auch nicht. Da ist eine Hysterektomie vielleicht doch einfacher.

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