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Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs

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  • Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs

    Bei meinem Vater wurde letzten März ein Tumor beim Mageneingang festgestellt. Nach Untersuchungen, die über drei Wochen anhielten, beruhigten uns die Ärzte damit, dass keine Metastasen vorhanden sind. Ein einzelner Lymphknoten war zu diesem Zeitpunkt angeschwollen. Die Ärzte gaben meinem Vater gute Chancen und begannen mit einer Chemo die den Tumor noch verkleinern sollt, um ihn danach zu operieren. Nach dem zweiten Zyklus war ein Untersuch angesagt. Dieser Untersuch schockte meine ganze Familie total: Bauchspeicheldrüsenkrebs, nicht mehr operierbar!

    Wie kann das sein? Man hat doch meinen Vater so oft untersucht um wirklich sicher zu gehen, dass noch keine Metastasen vorhanden sind! Ich bin ratlos und am Boden zerstört. Das ganze scheint mir so unbegreiflich. Wer kann mir helfen, hat vielleicht etwas ähnliches erlebt. Wär wirklich dankbar.


  • RE: Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs


    Hallo Claudia,

    Eine wirkliche Horror Geschichte ist das!
    Zuerst machen einem die Ärzte Hoffnung und dann kommt die Katastrophe aus heiterem Himmel ueber einen herein gebrochen.
    Meiner Schwägerin ging es noch schlimmer als deinem Vater.
    Sie war nicht mal 50 Jahre als man Sie mit der verherenden Diagnose konfrontierte.
    Sie hatte eine unglaublich Odysee hinter sich!
    Zuerst wurde sie von Arzt zu Arzt geschickt weil man nichts fand.Dann behaupteete ein besonders schlauer Arzt sie waere schwanger!
    Nachdem raus kam das sie nicht schwanger war sagte ein weiterer Internist sie solle schwimmen da man die Rückenschmerzen unter denen sie litt volkommen falsch einschätzte!
    Nach mehreren Wochen! wurde dann erst im Krankenhaus die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs gestellt.
    Natürlich hatte sich schon im ganzen Körper Metastasen gebildet und es gab keine Hoffnung mehr.
    Das alles war 1989 und wirksame Chemotherapien waren da Fehlanzeige.
    Sie kämpfte dann immerhin noch fast 1 Jahr! bis sie endlich sterben durfte!
    Du siehst also es gibt noch viel schlimmere Fehldiagnosen!

    Was ich noch fragen wollte.
    Sind die Ärzte sicher das der *Tumor* am Magenausgang keine Metastase von dem Pankreas Karzinom ist?
    Das ein Tumor im Magen eine Metastase bildet die die Bauchspeicheldrüse befällt scheint mir doch eher unwarscheinlich als anders herum.
    Noch dazu wenn dieser *Tumor* eine gute Prognose hatte!
    Und warum sollte man nicht mehr operieren können?
    von einer Operation wird doch nur abgesehen wenn sich schon Metastasen in der Leber oder in der Lunge gebildet haben und das ist bei deinem Vater doch nicht der Fall oder?
    Ich würde da mal genauer nachfragen was Sache ist denn dafür sind Ärzte ja auch da!

    Alles gute und viel viel Kraft wünscht Dir
    Michael

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    • RE: Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs


      Hallo Michael

      Danke für dein Mail. Ich hoffe, dass mein Vater auch noch einen Kampfgeist entwickelt und wenigstens noch ein Jahr lebt. Im Moment hat er sich ziemlich aufgegeben und gibt sich selbst nur noch wenige Monate. Er ist auch erst 49.

      Mein Vater liegt in einem sehr grossen Krankenhaus. Er hat bis jetzt selten zwei Mal den gleichen Arzt getroffen. Das erschwert die ganze Sache enorm. Niemand kann richtig Auskunft geben. Ihm und meiner Mutter wurde auch innert fünf Minuten erklärt, dass nichts mehr zu machen ist und das sie meinen Vater jetzt nur noch mit Chemo behandeln. In so einem Moment fragt man nicht mehr viel nach. Und seit da wurde auch nie mehr mit uns geredet. Ich werde jetzt einfach hartnäckig bleiben. Die ganze Sache scheint mir einfach unglaublich. Von Metastasen auf Leber oder Lunge wissen wir nichts. Auch welches das Muttergeschwülst ist, ist nicht klar.

      Noch mal vielen Dank für deine Mail
      Claudia

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      • RE: Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs


        Vermutlich ist Magenausgang gemeint. Der vergrößerte Pankreaskopf kann sich dort in den Magen bzw Zwölffingerdarm vorwölben. Man hat versucht durch eine Chemotherapie den Tumor zu verkleinern. Das scheint leider nicht geglückt. Daher stellt man jetzt die Inoperabilität fest und wird die Chemotherapie vermutlich fortsetzen. Vielleicht hat man am Anfang zu viel Hoffnung gemacht. Leider ist es eine Tatsache, dass nur ca. 10-20% der Pankreaskarzinome operiert werden können. Metastasen sind wohl nicht vorhanden („nur“ lokale Inoperabilität). Ich kann verstehen, daß Sie geschockt sind, aber es ist aus meiner Sicht alles, was möglich ist, durchgeführt worden.

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        • RE: Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs


          Sehr geehrter Herr Wust

          Nein, der Magentumor ist am Mageneingang und drückt auf die Speiseröhre. Mein Vater konnte nicht mehr gut essen und ging deshalb zum Arzt. Nach einer Magenspiegelung entdeckte man diesen Tumor. Das Pankreaskarzinom wurde erst zwei Monate später bei einem Untersuch zufällig entdeckt.

          Ist es möglich, dass die beiden Tumore unabhängig voneinander entstanden sind?

          Es grüsst
          Claudia

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