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Verdacht auf Myosarkom

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  • Verdacht auf Myosarkom

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    im Laufe einer Behandlung auf Beckenvenenthrombose erfolgte bei meiner Mutter zur Absicherung der Diagnose eine eingehende Krankenhausuntersuchung.

    Die CT bestätigte den dortigen Anfangsverdacht auf einen Tumor im Bereich des Beckens. Der tumoröse Prozess geht vermutlich vom Musculus ileopsoas aus, ist weichteildicht und wächst offenbar nicht infiltrativ, sondern verdrängend auf die umgebenden Darm- und Organstrukturen; er entspricht möglicherweise einem Myosarkom.

    Der Tumor verursacht einen hochgradigen Harnstau rechts, da der rechte Ureter in den tumorösen Prozess eingebettet ist und in diesem verschwindet. Auch die rechtsseitige Thrombose ist mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den tumorösen Prozess bedingt, so daß eine Tumorinfiltration des Ureters und der Gefäße nicht auszuschließen ist, da sich dieser gegen die übrigen umgebenden Organstrukturen auch nur verdrängend verhält.

    Eine den Verdacht auf Myosarkom klärende Punktion war wegen Gefäßreichtums nicht möglich; in den nächsten Tagen findet eine MRT statt.

    Kann die MRT Sicherheit bezüglich der vermuteten Tumorart bringen?
    Bestehen noch andere Möglichkeiten zur Absicherung der bisherigen Beurteilung des Tumores?
    Können Sie Therapievorschläge nennen?

    Vielen Dank

    Klemens


  • RE: Verdacht auf Myosarkom


    Man muß auf jeden Fall eine histologische Sicherung haben. Wenn es laparoskopisch nicht geht, muß man operativ vorgehen. Wegen des Gefäßreichtums wird es unter Sicht erfolgen. Das sollte aber in einer onkologischen Chirurgie erfolgen (wo Erfahrung mit Sarkomen besteht). Sollte sich der Verdacht eines Weichteilsarkoms bestätigen, wird man über eine Kombinationstherapie nachdenken. Eventuell auch eine der Operation vorgeschaltete Radiotherapie oder hypertherme Chemotherapie. Oder (je nach Einzelfall) erst Op, aber dann nachgeschaltete Behandlung.

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