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Spätfolgen bei MH

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  • Spätfolgen bei MH

    Mein Sohn, 18 Jahre ist seit März 2001 an MH II B E erkrankt. Seine Therapie bestand aus je zwei Zyklen OEPA, IEP und ABVD, vier Zyklen COPP, dazwischen wurde er bestrahlt, mit einer Hochdosischemo und Stammzelltransplantation wurde abgeschlossen. Die Schlussuntersuchung steht noch aus, es geht ihm momentan sehr gut. Jetzt habe ich gelesen, dass ca. 75% der Patienten im Kinder- und Jugendalter an Spätfolgen leiden. In dem Artikel stand auch, dass sich die Spätfolgen in der Regel der Grunderkrankung und der Therapie zuordnen lassen.
    Können Sie mir mitteilen mit welchen Spätfolgen mein Sohn rechnen kann oder welche Faktoren ev. eine weitere Rolle spielt?
    Besten Dank für Ihre Mühe - ihr Forum hilft uns sehr!

  • RE: Spätfolgen bei MH


    Spätfolgen der Bestrahlung hängen davon ab, wo bestrahlt wurde. Störungen des Wachstums sind in diesem Alter nicht mehr zu erwarten. Von der Chemotherapie ist sicherlich eine Ein-schränkung der Blutbildungsreserve zu erwarten bzw. Störung der Lymphozytenfunktion und Infektanfälligkeit. Weitere Organeinschränkungen beinhalten kardiale (Herz) und pulmonale (Lunge) Toxizität, Sterilität und Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse, kann behandelt werden). Das Risiko für einen Zweittumor ist erhöht.
    Vielleicht besorgen Sie sich das Heft 12 (Band 6) aus der Reihe „Der Onkologe“ vom Dezember 2000 (Springer Verlag), wo dieses genau beschrieben wird (und andere Informationen zum M. Hodgkin).

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