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Wie kann man noch helfen?

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  • Wie kann man noch helfen?

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    Mein Vater hatte ein Plattenephitelkarzinom am Zungengrund, es wurde operativ entfernt, und es wurde auch auf beiden Seiten des Halses die Lymphe radikal entfernt.
    Vor ca. 5 Wochen wurde erneut ein schnell wachsender Tumor am Hals entfernt.
    Leider in Höhe der Halsschlagader, so das nicht alles erwischt werden konnte.
    Nach einer Woche im Krankenhaus stellten die Ärzte "MRSA " fest.
    Da die Haut durch eine vorherige Bestrahlung schon sehr geschädigt ist mussten die Ärzte einen Hautlappen aus Brustgewebe verpflanzen.
    Jetzt sind an den Rändern dieses Hautlappen 3 Löcher entstanden 1 so groß wie ein 50 Cent Stück.
    Er muss alle 2 Tage ins Krankenhaus zum säubern der Wunde. Danach hat er jedesmal starke Schmerzen. Das geht jetzt schon 5 Wochen so. Er hat jetzt ein Morphiumpflaster bekommen. Er nimmt immer die gleichen Antibiotika die allem Anschein nach keine Wirkung zeigen. Zu allem Übel hat man Jetzt auch noch einen Taubenei grossen Knoten,(Wahrscheinlich ein Lymphknoten unter dem Arm festgestellt). Mein Vater wird immer dünner, denn durch die Bestrahlungen am Hals konnte er eh nicht mehr so gut essen. Aber jetzt durch die erneute Operation und die Antibiotika geht fast gar nichts mehr. Die Zusatznahrung verträgt er auch nicht ( Durchfall). Er kann keine Vitamine zu sich nehmen da alle Säfte im Hals kratzen(Vitamintabletten auch). Ich denke, die Krebszellen verteilen sich nun weiter im ganzen Körper. Was können wir noch tun? Bitte Herr Prof. Wust helfen Sie uns!!!!!

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüssen

    Janine und Ihre Mutter

  • RE: Wie kann man noch helfen?


    Es wird sehr schwer sein, gegen die Wundheilungsstörungen etwas zu tun – mehr als regelmä-ßiges fachmännisches Säubern, ev. abdecken mit geeignetem Material und verbinden kann man nicht. Die Schmerzen kann man vermutlich noch etwas intensiver mit höheren Morphindosen behandeln. Wenn die Schmerztherapie nicht reicht, muß Ihr Vater das den Ärzten deutlich sagen, damit diese die Medikation ändern (ev, umstellen). Wegen der Ernährung kann eine PEG gelegt werden (das ist ein Schlauch von der äußeren Haut in den Magen). Damit kann die Nahrungsaufnahme gesichert werden. Andererseits muß man sich über die Begrenztheit dieser Maßnahmen im Klaren sein (und das man im Grunde auf diese Weise das Leiden verlängern könnte).

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