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rezidiever Darmkrebs

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  • rezidiever Darmkrebs

    Es geht um meine Mutter, geb. 13.04.36. Im April 2001 wurde bei ihr ein Colonkarzinom festgestellt, Tumorgröße 3, keine Metastasen,keinen Knoten und kein Lymphdrüsenbefall. Dieses Colonkarzinom wurde augenscheinlich erfolgreich herausoperiert. Daran anschließen fand eine Chemo-/Strahlentherapie statt. Diese war wie folgt gestaffelt: 1.ambulante Chemotherapie Dauer 6 Tage 3 Wochen Ruhepause, 2. ambulante Chemotherapie Dauer 6 Tage 3 Wochen Ruhepause, 3. Chemotherapie stationär mit Bestrahlung beginnend, Dauer der Chemo 6 Tage Bestrahlung durchgehend 31 Tage wobei die 4. Chemo nach 3 Wochen wieder eingesetzt hat. Danach folgte aufgrund der Therapie eine komplette Verklebung des Dünndarms. Meine Mutter wurde erneut operiert, dabei konnte jedoch nichts getan werden und man setzte darauf, daß der Darm sich von selber wieder öffnet. Dies geschah nach einigen Tagen dann auch und sie wurde wieder entlassen. Seitdem wurde sie von Darmkrämpfen, Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen gequält. Jeder behandelnde Arzt vertröstete Sie mit den Worten "Alles braucht seine Zeit". In dieser Zeit hat sie an Gewicht verloren, Größe 160cm Gewicht 49kg, und wurde wegen anhaltender Beschwerden wieder ins Krankenhaus eingeliefert. Dort stellte man jetzt vor 2 Tagen fest, daß sie ein rezidives Colonkarzinom hat, welches größer ist, und ins komplette kleine Becken gewachsen ist. Die Gebärmutter wird davon eingeschlossen und er drückt auf die Blase. Das CT ergab, daß sich keine Metastasen gebildet haben, Leber und Lunge sind frei, cardiologische Werte sind in Ordnung, Urin o.B. Nieren unauffällig, kein Knochenbefall, Blutdruck ok. Jetzt allerdings sagt man, daß keine Möglichkeit mehr besteht, man kann nichts machen und nur im Notfall würde man operieren (kann ich nicht ganz nachvollziehen). Will man warten bis sich Metastasen gebildet haben? Kann man nicht den Dickdarm entfernen, eventuell auch die Gebärmutter und Eierstöcke und einen künstlichen Darmausgang legen?

    Wie kann man meiner Mutter helfen?

    DAnke
    Kerstin

  • RE: rezidiever Darmkrebs


    Offensichtlich ist der (fortgeschrittene) Rezidivtumor nicht operabel. Vor allem wird eine Radikal-operation mit Entfernung von Blase, Enddarm, Uterus u.a. wegen des schlechten Allgemeinzu-standes Ihrer Mutter nicht möglich sein oder zumindest mit hohen Risiken verbunden sein. Dies gilt vermutlich auch für eine Strahlentherapie, die im Prinzip möglich wäre (da können Sie noch mal nachfragen). Erfahrungsgemäß haben solche Therapieversuche wenig Erfolg, wenn der Zustand zu schlecht ist. Man erzeugt nur Streß und Nebenwirkungen. Manchmal muß man leider aufgeben und sich in das Schicksal fügen (und die verbleibende Zeit möglichst sinnvoll nutzen).
    Unter Notfall versteht man hier eine Passagestörung. In diesem Fall würde man “nur“ operieren, um die Störung zu beseitigen, aber nicht um den Tumor komplett zu entfernen.

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