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Komplikation nach Whipple-Op

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  • Komplikation nach Whipple-Op

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wust,
    bei meiner Lebensgefährtin wurde wegen eines Pankreaskarzinoms die Whipple-Op vorgenommen. Dabei mußte der Gallengang in den Dünndarm eingepflanzt werden. Zunächst ging es ihr nach der Op recht gut. 3 Tage später kam wegen Undichtheit der Naht und ausfließendes Gallensekret eine Bauchfellentzündung hinzu, die jetzt seit dem 25.12. andauert. Inzwischen wurden nochmals 3 operative Eingriffe vorgenommen, um die Naht abzudichten. Erfolglos. Diese Wunde will nicht heilen. Inzwischen ist ihr Zustand sehr kritisch geworden, denn die Funktionen von Lungen und Nieren sind erheblich beeinträchtigt. Die Möglichkeiten der Intensivmedizin sind ausgeschöpft. Warum wollen Gallengang und Dünndarm nicht zusammenwachsen? Obwohl hier in Bonn sehr gute Ärzte am Werk sind, will mir nicht einleuchten, daß allein ein nicht gestauter Gallengang (recht dünn) die Hauptursache sein. soll. Für Ihre Meinung hierzu wäre ich Ihnen sehr sehr dankbar.
    Viele Grüße aus Bonn nach Berlin
    Wolfgang Wencel



  • RE: Komplikation nach Whipple-Op


    Die Whipple-Operation ist eine der anspruchsvollsten/schwierigsten Operationen, und eine der kritischen Phasen ist die Verbindung (Anastomose) von Gallengang und Dünndarm. Die Kompli-kationsrate ist relativ hoch - und darüber wurde sicher auch aufgeklärt. Die Anastomosenleckage ist eine typische Komplikation, die eben leider vorkommt. Wenn Sie sich mal ansehen würden, wie hauchdünn und fein diese Nähte sind, würden Sie verstehen, daß hier ein Problem besteht. Wenn einmal eine Entzündung aufgetreten ist, wird es leider immer schwieriger, eine solche Naht erfolgreich zu platzieren. Ich denke, man muß es hinnehmen, daß die Operation bei Ihrer Lebensgefährtin nicht so erfolgreich verlaufen ist. Von außen ist es ohnehin unmöglich, zu irgendwelchen Details Stellung zu nehmen.

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