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SCLC

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  • SCLC

    Sehr geehrter Prof. Wust,

    auch ich wende mich wieder mit einer Frage an Sie.
    Die Bestrahlung meiner Mutter (zur Erinnerung: SCLC, ACO-Therapie bis vor zwei Monaten, Bestrahlung war für Januar geplant) wird sich nun wohl noch länger verzögern, da nun völlig unerwartete Ereignisse aufgetreten sind.

    Wir haben vom behandelnden Professor erfahren, daß sich der kleinzellige Tumor (wohl doch) vollständig komplett zurückgebildet hat, die Lymphknoten sind frei, und Metastasen haben sich in den letzten Monaten auch nicht gebildet.

    So weit, so gut....Über diese Nachricht haben wir uns (sicherlich verständlicherweise) sehr gefreut, allerdings:

    Heute wurde uns gesagt, daß nun doch nicht bestrahlt wird, denn so wie es aussieht, hat meine Mutter noch einen 2. Tumor in der Lunge. Den hat man schon bei der allerersten CT gesehen, allerdings ging man wohl davon aus, daß er mit dem anderen zusammenhängt. Bei diesem Tumor hat sich jedoch nichts getan: er hat weder auf die chemo angesprochen noch ist er in den letzten 3 1/2 Monaten gewachsen... er ist ca. 3,8cm groß, scharf abgegrenzt und hat "eiform". Die Ärzte vermuten jetzt, daß es sich um eine andere Krebsform handelt und sagen, daß das wohl selten vorkommen würde. Der Tumor liegt an einer Stelle, die eine Bronchioskopie sehr schwer macht (Aorta und Herz sind etwas im Weg), deshalb soll anfang nächster Woche operiert werden....
    Die OP hätte Priorität vor der Bestrahlung... ich dachte immer, das ist genau anders herum. Was ist denn mit der Gefahr der Metastasenbildung??? Es ist doch so wichtig, daß man die Gefahr etwas bannt... immerhin ist die letzte Chemo doch schon am 19.11. gegeben worden...
    Wir sind alle sehr verwirrt und geschockt. Meine Mutter überlegt sogar, ob sie sich überhaupt operieren lassen soll "Mann soll doch keine schlafenden Hunde wecken...!"

    Der Prof. spricht trotzdem noch davon, daß sie eine gute Prognose haben und er ihr nun endlich etwas Hoffnung machen könnte: der KLeinzeller ist vollständig zurückgebildet, Metastasen sind bis jetzt noch nicht aufgetaucht und den 2. Tumor kann man entfernen... Ist das wirklich so?

    Was denken Sie? Erst wirklich die OP (wie hoch sind da eigentlich die Risiken???) und dann die Bestrahlung, oder doch erst bestrahlen und dann die OP???

    Vielen Dank schon einmal im voraus und alles Gute für Sie!!!


  • RE: SCLC


    Die operative Entfernung eines solchen Herdes zur Abklärung (und Therapie) entspricht der Standardtherapie. Wenn es gutartig ist (im günstigsten Fall), ist man es los. Wenn es doch bös-artig ist, muß es erst recht entfernt werden. Mögliche andere Vorgehensweisen würden jetzt viel mehr Streß und Zeitverlust bedeuten. Daher würde ich auch zur Op raten. Es könnte eine kleiner Eingriff sein, der schon nach ca 2 Wochen die Einleitung der (konsolidierenden) Bestrahlung ermöglicht. Es hat eine therapeutische Bedeutung, wenn es bösartig ist. Dann könnte man auch das Bestrahlungsfeld entsprechend modifizieren.

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