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Bestrahlung bei SCLC

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  • Bestrahlung bei SCLC

    Sehr geehrter Prof. Wust,
    vielen Dank für ihre letzte Antwort auf meine Fragen. Leider ist heute noch eine dringende Frage "aufgetaucht", über deren Beantwortung ich sehr dankbar wäre,

    Wie beschrieben ist bei meiner Mutter (60, SCLC) die ACO Therapie nun abgeschlossen, die Zwiscenuntersuchung ist abgeschlossen und Anfang Januar sollte mit der Bestrahlung begonnen werden... dachte ich.

    Heute haben wir uns den "Termin-Pass" meiner Mutter mal etwas genauer angeschaut und sind dort auf folgende Einträge gestoßen:

    Vor- Simulation (???) 3.1.2002
    CT- Planung (???) 3.1.2002

    Simulation (???) 10.1.2002

    In der Spalte mit "1. Bestrahlung" ist noch nichts eingetragen.

    Nun meine Fragen, die sich meine Mutter leider auch voller Sorge stellt...

    die letzte Chemo wurde schon am 19. November verabreicht. Die Zwischenbesprechung war Mitte Dezember. Und jetzt soll ERST irgendwann Mitte Januar mit der Bestrahlung angefangen werden (geplant sind übrigens insgesamt 38 Bestrahlungstermine... Kopf, Brust, Leber)??? Ist das nicht eine viel zu lange Zeit, die da vergeht??? Oder ist das "normal" so lange zu warten? Die Sorge und Panik meiner Ma ist nämlich, dass in den letzten Wochen der Tumor ja wieder gewachesen sein kann, oder sich nun doch Metastasen gebildet haben können, da so lange nicht behandelt wurde.... Der grund für diese lange Wartezeit kann nicht der Allgemeinzustand meiner Mutter sein, denn "eigentlich" geht es ihr körperlich sehr gut. Denken Sie, wir sollten Druck ausüben, dass schneller mit der Bestrahlung angefangen wird?

    Eine andere Frage, die sich meine Mutter stellt, bezieht sich auf die geplante prophylaktische Kopfbestrahlung. Wir haben während der Chemo das Krankenhaus gewechselt und der "alte" Arzt (kein Onkologe) sagte am Anfang der Behandlung zu meiner Mutter: " Den Kopf bestrahlen wir eigentlich nie prophylaktisch, mit einer Kopfbestrahlung leben Sie auch nicht einen Tag länger....!" Ja, das hat sie mir heute erzählt. Ich war durch diese Aussage sehr verwirrt und konnte ihr leider dann nicht die Frage beantworten, wieso die "neuen" Ärzte den Kopf bestrahlen wollen. Ist das wirklich sinnlos? Hat das keine Auswirkung auf die Prognose? Warum eigentlich wird der Kopf bestrahlt, wenn keine Metastasen da sind????

    Schon einmal vielen Dank im voraus für Ihre Antwort. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches gutes Jahr 2002!!!


  • RE: Bestrahlung bei SCLC


    Es gibt eine Metaanalyse, die besagt, daß Patienten mit sog. prophylaktischer Schädelbestrahlung seltener Hirnmetastasen entwickeln. Sie profitieren davon, wenn auch sonst die Erkrankung unter Kontrolle gehalten werden kann. Grundsätzlich haben Sie recht, daß ein etwas früherer Beginn der Bestrahlung durchaus wünschenswert gewesen wäre. Aber auch so ist es im Rahmen, und es lohnt nicht wegen einer Woche jetzt viel Theater zu veranstalten. Üblicherweise beginnt die Bestrahlung unmittelbar nach der Simulation (Einzeichnung der Bestrahlungsmarkierungen am Patienten unter Durchleuchtung). Also sollte es am 10. oder 11. 1. 02 beginnen, ca. 7 Wochen nach Abschluß der Chemo. 4 Wochen würde man in jedem Fall warten, dann ist es Abwägung (und hier sind die Feiertage etwas im Wege). Lassen Sie es ruhig so laufen.
    Mit der Schädelbestrahlung ist es auch eine Ermessensentscheidung. Wenn man aber alles tun will für ein langes Überleben, wäre es konsequent, die cranielle Bestrahlung durchführen zu lassen (bis 30 Gy).

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