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Prof. Dr. Wust

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  • Prof. Dr. Wust

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
    anbei übersende ich Ihnen die uns vorliegenden Unterlagen. Mein Vater ist 56 Jahre alt.

    Befundsbericht :
    Unauffällige Darstellung der Leber. Keine umschriebenen Leberherde. Regelrechte Abbildung der Milz und des Pankreas. Die linke Niere weist ebenso wie die rechte Nebenniere eine 1,5 x 1,0 cm große, nativ hypodense, ein mäßiges Kontrastmittelenhancement zeigende Raumforderung auf. Diese sind unverändert zu einer Voruntersuchung von 1/94 Vermehrte Fettansammlung im Nierenbecken linksseitig. Sonst unauffällige Darstellung der Nieren, weiche seitengleich Kontrastmittel aufnehmen und dies in beidseits zarte Ureteren ausscheidet. Regelrechte Mündung der Ureteren in eine gut gefüllte, gut kontrastierende und glatt bewandete Harnblase. Nicht vergrößerte Prostata, welche kein wandüberschreitendes Tumorwachstum zeigt. Die Samenblasen sind unauffällig. Interaortokaval sowie linksseitig paraaortal kommen caudal der Nierenstiele bis zur Aortenbifurkation multiple 0,8 - 1,5 cm große noduläre, kein Kontrastmittel aufnehmende Strukturen zur Darstellung. Entlang der re. A. iliaca communis, im weiteren Verlauf zwischen A. iliaca externa und interna kommen rechtsseitig weitere 1,0 1,6 cm große noduläre und kein Kontrastmittel aufnehmende Strukturen zur Darstellung. Linksseitig parailiacal kommen unmittelbar caudal der Aortenbifurkation etwa 6 derartige, max, 7 mm große Strukturen zur Darstellung. Im weiteren Verlauf linksseitig parailiacal keine vergrößerten Lymphknoten darstellbar. Regelrechte Belüftung der basalen Lungenabschnitte. Altersentsprechende Darsteilung der erfaßten knöchernen Strukturen ohne Hinweis auf ossäre Metastasen.

    Beurteilung:

    Bei Prostata-CA stellt sich die Prostata unauffällig dar. Sie ist nicht vergrößert und zeigt kein wandüberschreitendes Tumorwachstum. Es kommen multiple, pathologisch vergrößerte Lymphknoten interaortocaval sowie linksseitig paraaortal, caudal der Nierenstiele sowie rechtsseitig parailiacal entlang der A. iliaca communis und der A. iliaca interna und externa zur Darstellung. Linksseitig mehrere grenzwertig vergrößerte, jedoch aufgrund ihrer Anzahl suspekte Lymphknoten parailiacal im Verlauf der A. iliaca communis. Lipomatose des Nierenbeckens linksseitig. Je ein im Vgl. zu 1994 unverändertes Nebenierenadenom rechts und links.

    Herzig,Elmar 15.11.44 M Bahn ? BKK 427
    ? 56.11 289/007179 34/??
    12.05.97 Y 02 END ?0047291603 /LG/ 12.05.97
    Y Probenmaterial: SE; GAGT?36 ?f?; GOTR=9; GPTR=21
    23.02.00 Y BSG? 12/20
    Y 07 END ?0047291733 /LG/ 23.02.00
    Y Probenmaterial: EB; $BKL; LEUK?6.5; ERY=5.00; HB=15.7: HAEK=45
    Y BMCV=90; HBEB=31; #MCH?35; THRM?319
    Y Probenmaterial: DI; HPG9
    Y Probenmaterial: SE; CHOL?372
    bige E-Mail-Adresse.  Y Probenmaterial: Hl; BZ NÜ?94
    Y Probenmaterial: SE; KALI?4.7; KREA=0.92; GAGT?43 +; GOTR?19 +
    17.09.01 YUrin=0; BSG? 26/ 55
    Y Probenmaterial: EB; $BGR; LEUK=8.5; ERY=4.95; HB=15.4;HAEK=45
    Y BMCV=91; HBEB=31; #MCH=34; THRM=350; $DIF; #NEU=66.3; #LYM=23.0 -
    Y #MON=8.7; #EOS?1.6; #BAS=0.4; #LUC?0.0
    Y Probenmaterial: SE; KALI?4.4; KREA?0.92; HARNS?7.7 +; GAGT=64 +
    Y GOTR=11; GPTR=38 +; NTFE=304 +; CHOL=368 +
    Y O1 END /FA/ 17.09.01
    Y Probenmaterial: 17.09.01 / SE;PSA=425 ++


  • RE: Prof. Dr. Wust


    Sie haben den Befund eines CT des Bauch- und Beckenraumes abgedruckt. Dort sind viele hochgradig verdächtige Lymphknoten entlang der Abflußwege beschrieben, während die Pro-stata selbst keine Auffälligkeiten zeigt. In Verbindung mit dem sehr hohen PSA-Wert von 425 ng/ml denkt man an ein metstasierendes Karzinom. Zumindest scheinen die o.g. LK-Metastasen nachgewiesen. Offenbar wurde keine Prostatabiopsie durchgeführt (oder?). Sicherlich wäre mindestens ein Knochenszintigramm noch sinnvoll, um eventuell sich anbahnende Knochen-metastasen zu erkennen. Ansonsten steht jetzt ganz eine Hormontherapie im Vordergrund (An-drogenablation). Der PSA-Wert muß im Verlauf (z.B. zunächst alle 3 Monate) kontrolliert werden. Der aktuelle hohe PSA-Wert sollte gegenkontrolliert werden, wenn es der einzige bisher gemessene Wert ist. Einige andere Laborwerte sind erhöht (teilweise durch das mutmaßliche Tumorleiden erklärt: NTFE, Harnstoff), entscheidend ist aber der PSA.

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