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magenkrebs+lebermetastasen

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  • magenkrebs+lebermetastasen

    Seit 2 Wochen liegt mein Bruder (39 Jahre) im Kreiskrankenh. Rothenburg/F. m. Diagnose Magenkrebs mit Lebermetastasen. Obwohl klar ist, dass die weitere Behandlung von einer Uni-Klinik durchgef. werden muss liegt er noch immer dort. Ultraschall, CT etc. wurde bereits in der 1.Wo. gemacht. Verzögerung entstand durch "nichtausreichende erste Probe/Gewebeentnahme". Zur Zt. wartet man wieder auf einen Labortest wg. "Klassifizierung".
    Meine Fragen:
    1. Wir haben aus pers. Gründen die Uniklinik Jena vorgeschlagen. Sind aber verunsichert ob dies die richtige Wahl ist. Gerade wegen der Leber wäre wohl Charité (LITT) besser - oder?
    2. Wie gefährlich ist eine Verzögerung (s.o.) bzgl. neuer Metastasen bzw. des Wachstums der vorhandenen.
    3. Angeblich sind neben dem Magen (Tumor) und der Leber (Metastasen) keine weiteren Organe betroffen. Wie sicher ist das feststellbar?
    4. Ich gehe von einer Entfernung des Magens aus. Doch was wird aus der Leber-und wann? Die 2 Metatasen haben jew. ca. 1cm Durchmesser. Sind leider auf beide Lungenflügel verteilt.
    5. Wie sind die Aussichten ganz generell.

    Da ich in München lebe kann ich nur schwer Kontakt mit den beh. Ärzten aufnehmen. Versuche nun auf diesen Weg etwas tun zu können. Bin für jede Info, Tipp, Erfahrung... sehr dankbar.


  • RE: magenkrebs+lebermetastasen


    Ich denke, daß Ihr Bruder an der Uni-Klinik Jena sehr gut aufgehoben ist. Zunächst ist die Ope-ration entscheidend. Vielleicht kann man durch Leberteilresektion die Metastasen mitentfernen. Anschließend wird eine Nachbehandlung (Chemo, ev. Bestrahlung) durchzuführen sein. Wenn eine kleine Zahl von Metastasen in der Leber verbleibt, kann man immer noch an anderen Orten eine ablative Therapie durchführen (z.B. LITT). Die Aussichten beim metastasierenden Magen-karzinom sind generell leider nicht besonders gut. Eine Heilung wird nicht möglich sein. Eine möglichst lange stabile Phase sollte man allerdings anstreben.

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    • RE: magenkrebs+lebermetastasen


      Sehr geehrter Prof.Wust,
      vielen Dank für die schnelle Antwort. Allerdings wurde heute vom Chefarzt des Kreiskrankenhauses eine Verlegung nach Mü./Großhadern beschlossen.(hatte ich als Alternative zu Jena mit vorgeschlagen).
      Da ich hier wohne kann/muss ich mich der Sache jetzt verstärkt annehmen und werde Sie bestimmt in regelm. Abständen um einen Rat bitten.
      An dieser Stelle bereits Dank für Ihre Geduld.

      Natürlich bin ich für Ihre Offenheit dankbar, doch warum schließen Sie eine Heilung völlig aus? Ist das Magenkarzinom (inkl. Magen) erst entfern, geht es doch - nach momentanen Stand - "nur" noch um die 2 Lebermetastasen. Ist es dann nicht egal, von welchem Ursprungstumor diese gekommen sind?

      Anhand der "Akte" hat mir mein Bruder heute noch folgende Details durchgegeben:
      Tumorzellen CD117 (C-KiT) und CD34
      Proliferateonsindikator MiB1 in 30% positiv.
      Evtl. können Sie etwas damit anfangen - ich jedenfalls nicht.

      Würde mich sehr freuen wieder von Ihnen zu hören.

      Beste Grüße
      Mike

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      • RE: magenkrebs+lebermetastasen


        Es handelt sich um Marker, die z.B. das Wachstumsverhalten eines Tumors charakterisieren, also als prognostische Indikatoren dienen. Erst würde ich sie nicht berücksichtigen. Bzgl. Ihrer Frage: leider muß man davon ausgehen, daß die beiden Lebermetastasen nicht die einzigen Metastasen sind bzw. bleiben werden. Deswegen muß man von einem metastasierenden Stadium ausgehen. Eine gewisse Hoffnung auf Heilung gibt es natürlich immer (es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit).

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