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Informationen über Überlebenschancen

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  • Informationen über Überlebenschancen

    Mein Vater (43) ist 1997 an AML erkrankt.
    1998 hatte er ein Rezidiv. Bis dato war nichts mehr, also kein Rezidiv.

    Wie stehen seine Chancen? Wenn es jetzt zu einem Rezidiv kommt verringern sich seine Überlebenschancen? Oder kann man das wieder mit einer Chemotherapie in Griff bekommen?
    Heißt ein zweites Rezidiv schon das Todesurteil? Oder ab wann kann man sagen, das es keine chancen mehr für ihn gibt?

    Die Ungewissheit macht mir zu schaffen, ich kann micht mal hoffen oder freuen wenn es ihm gutgeht, da ich mich noch nicht so gut mit dieser Krankheit auskenne.

    Ich danke Ihnen vielmals.


  • RE: Informationen über Überlebenschancen


    Leider sind die Chancen bei der AML nicht so besonders gut mit ca. 20 - 30%. Nach jedem Rezidiv verschlechtern sich die Chancen weiter. Die 3 Jahre rezidivfreie Zeit seit 1998 sind aber schon recht gut. Die meisten Rezidive sind dann bereits aufgetreten. Daher wird die Chance auf Heilung mit jedem Tag rezidivfreier Zeit immer höher. Wenn man 5 Jahre schafft, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit (90%) hoffen, zu den (nicht so vielen) Glücklichen zu gehören, die von einer AML geheilt wurden.

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    • RE: Informationen über Überlebenschancen


      Danke Herr Doktor für die schnelle Antwort, nur noch eine Frage, kann man wenn ein zweites Rezidiv auftritt mit einer Knochentransplantation, die Heilungsschancen wieder erhöhen?

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      • RE: Informationen über Überlebenschancen


        Ist es nicht etwas verunsichernd, so die rein statistischen Zahlen - die als Wert für ALLE AML-Subtypen zusammengenommen werden, soweit ich weiss - in den Raum zu stellen? Mir (Oktober 2000 Diagnose AML M4 Eo; autologe Stammzelltranspl. April 2001) wurde von meinen Ärzten eine Heilungschance von ungefähr 80% dank des "günstigen" Subtyps und der guten allgemeinen Verfassung prognostiziert (ich bin in Braunschweig bei Prof. Wörmann in Behandlung gewesen).

        Ich denke nur, dass Ihre hier getroffene Aussage diesbezüglich eher stark verunsichert, als Mut zu machen!

        Mit freundlichen Grüssen
        Bettina

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        • RE: Informationen über Überlebenschancen


          Das ist in diesem Alter vermutlich ein Grenzfall. Es wird auch von anderen Faktoren wie dem Allgemeinzustand zu diesem Zeitpunkt, der Möglichkeit eines Spenders u.a. abhängen. Es ist vermutlich eine Chance, die man ernsthaft diskutieren sollte (zur Zeit aber hypothetisch). Ob es überhaupt geht, müssen Sie mit den Fachleuten vor Ort besprechen (also mit den Onkologen, die auf solchen Stationen arbeiten). Sehen Sie auch unter www.dkms.de.

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          • RE: Informationen über Überlebenschancen


            Die Untergruppe war hier nicht bekannt. Es war aber bereits ein Rezidiv aufgetreten. D.h. man muß eher von einer weniger günstigen Gruppe ausgehen. Die Tatsache, daß bereits ein Rezidiv aufgetreten war, ist schon für sich als ungünstiger prognostischer Indikator zu werten. Andererseits ist das lange rezidivfreie Intervall ja wiederum positiv, was ich auch deutlich herausgestellt habe. Meine Aufgabe in einem solchen Forum kann nur sein zu informieren, insbesondere wenn Angehörige nachfragen. Ich kann auf der anderen Seite auch nicht alle Eventualitäten berücksichtigen, wenn ich unvollständige Informationen bekomme. Es ist auch so schon recht aufwendig, all die teilweise ziemlich speziellen Fragen zu beantworten.

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