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Bronchialkarzinom

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  • Bronchialkarzinom

    Sehr Geehrter Herr. Prof. Dr. Wust,
    Ich habe erfahren, daß Sie sich freundlicherweise bereit erklärt haben auf Fragen, die auf einmal wichtig wurden, etwaige kompetente Anworten zu geben.
    Aus diesem Grunde schreibe ich Ihnen. Vor 2 Monaten hat man bei meinem Vater Lungenkrebs festgestell; wie in der Erklärung der Diagnose war es auch bei ihm zufällig durch eine gemachte Radiographie.
    Er wurde nun vor ca. 6 Wochen an der Lunge operiert, wobei es sehr "sauber" entfernt werden konnte. Damit war jedoch das Interesse an ihm als Patient für den Chirurgen auch vorbei.
    In einigen Tagen wird mein Vater in Kur gehen, denn er muß sein Lungenvolumen wieder etwas vergrößern (ihm wurde der obere linke Lappen der Lunge entfernt; die Lympfknoten und die Knochen waren frei von Krebszellen). Der Arzt, zu welchem er verwiesen wurde hat sich die Aufzeichnungen angesehen und von einer Strahlenbehandlung abgeraten, sie sei überflüssig.
    Nachdem wir meinen Vater nach 2-wöchigem Krankenhausaufenthalt abgeholt haben hatte er eine Krise zu Hause (noch am selben Tag). Er hatte Fieber (ca. 42 Grad Cersius), Schüttelanfälle und -Frost als auch seine Extremitäten (Hände, Füße) anfingen sich bläulich zu verfärben. Man ging von einer postoperativen Infektion aus, so daß er mit 2 Sorten Antibiotika intravenös behandelt wurde. Auch wurde bei der Gelegenheit eine 4-fache MIlzvergrößerung festgestellt. An der Milz und der Umgebung wurden Drenagen gelegt, da man Luftlöcher/Exzeme (?) am Röntgenbild festgestellt hatte. Die spätere Laboruntersuchung der vermuteten Bakterien war erfolglos. Man konnte "nichts" feststellen. Seitdem klagt mein Vater (und er ist ein "zäher Bursche") an anhaltenden Schmerzen an der Milz und in ihrer Gegend. Diese haben jetzt zwei Wochen nach diesem zweiten Krankenhausaufenthalt nicht nachgelassen.
    Zu seiner Krankengeschichte kommt hinzu, daß er seit 15 Jahren regelmäßig am Wochenende leichtes Fieber (bis max. 38-39 Grad Celsius), Appetitlosigkeit und Schwächeempfinden hat. Bislang (regelmäßige Untersuchungen des Blutbildes) konnte "nichts" nachgewiesen werden. Die Hoffnung es könnte eine Lösung hinsichtlich der Milzerkrankung geben, kann nun nicht mehr weiterverfolgt werden, da dieses Krankheitsbild offensichtlich für die Mediziner nicht "existiert". Des weiteren hat mein Vater die Befürchtung daß vielleicht eine weitere Metastasenbildung stadtgefunden haben könnte.
    Meine grausame Satzstellung kann ich nur noch auf meine momentane Konfusion zurückführen, für die ich mich entschuldigen möchte. Vielleicht können Sie mir einige ANtworten geben; wenn sie keine Antworten haebn dann wenigstens eine gedankliche Wiedergabe von Ihnen, beim Durchlesen dieses Textes, die mir als Anhaltspunkt weiterhelfen könnte.
    Ich bin wirklich langsam etwas verzweifelt.

    Danke im voraus,
    Raluca Zamfir


  • RE: Bronchialkarzinom


    Ein peripheres Lungenkarzinom ohne Lymphknotenbefall hat nach Lappenresektion eine gute Prognose. Was Sie beschreiben, scheint damit nichts zu tun zu haben. Die von Ihnen beschriebene Splenomegalie (vergrößerte Milz) kann ein Begleitsymptom einer Infektion sein (Fieber etc), könnte aber auch mit einer längeren Geschichte zusammenhängen (Ihre Beschreibung). Da gibt es einige hämatologische oder immunologische Erkrankungen, die in Betracht kommen. Vielleicht ist eine Vorstellung bei einem Hämatologen (also einem Spezialisten auf diesem Gebiet) hilfreich, wenn die Beschwerden nicht bald von selbst weggehen.
    Für Metastasen gibt es nach Ihrer Beschreibung keine sicheren Hinweise. Leider muß man mit so etwas aber rechnen beim Bronchuskarzinom (sollte also bei neuen Beschwerden immer an eine solche Ursache denken).

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