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Brustkrebs + Folgemetastasen auf der ´Leber

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  • Brustkrebs + Folgemetastasen auf der ´Leber

    Hallo Herr Dr. Wust, verfolge immer mit Interesse Ihre Diagnosen, könnten Sie meiner Mama (47Jahre) irgendwelche Therapievorschläge machen, oder die von unserem Azrt gewählte Therapie (Chemo-Hormon-Strahlen) bestätigen? Eventuell auch Erfahrungen mit Naturheilverfahren?? Wie hoch wird in unserem Fall die Lebenserwartung sein? Laut unseren Ärzten sin die Lebermetastasen aufgrund urspügnglichem Brustkrebs unheilbar ??
    Ich hoffe Sie können uns helfen!! Diagnosen: ED7/01 prämenopausales invasiv ductales Mamma-carc. re. oben innen peripher mit DCIS, kribriformer Typ, high grade und Lymphangiosis carcinomatosa, pT2 (2,3cm), G3, pN1bI (1/8 LK), M1 diffuse Lebermetastasierung, 3 Herde ER+ PR+
    Behandlungen Bisher: Radikaloperation der Brust und 4 ter Zyklus der CHT (Epirubicin) ...


  • RE: Brustkrebs + Folgemetastasen auf der ´Leber


    Hallo Andrea,

    bei meiner Mutter wurde Ende Juli eine ähnliche Diagnose gestellt: nach brusterhaltender Op im Januar 2000 wurden nun 16 Metastasen mit bis zu 5,7 cm Größe auf der Leber festgestellt.
    Sie bekommt nun - da hormonelle Therapie nicht möglich - eine Monochemo mit Paclitaxel und wird in dieser Woche ihren ersten Zyklus abschließen. Der Onkologe sagte uns, er wolle jetzt im Anschluß überprüfen, inwieweit die Therapie schon erste Erfolge gezeigt habe. Wäre schön, wenn wir uns über dieses Forum gegenseitig auf dem Laufenden halten könnten, wie die Entwicklung in beiden Fällen ist.

    Viele Grüße

    Joachim

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    • RE: Brustkrebs + Folgemetastasen auf der ´Leber


      Als Standardtherapie beim metastasierten Mammakarzinom gilt derzeit die Kombination Epirubi-cin/Taxol. Eine Monotherapie mit Epirubicin ist aber ähnlich gut, wenn man im Falle der erneuten Progression auf Taxol umsteigt. Dann gibt es noch weitere Chemotherapeutika, die man als Second-line, Third-line Therapeutika einsetzen kann. Der bei Ihrer Mutter durchgeführte Ansatz ist also sicher vernünftig. Allerdings würde ich die Kombination mit Hormontherapie diskutieren, da ja die Rezeptoren positiv sind (das verbessert die Ergebnisse der Chemotherapie nach den meisten Studien). Außerdem würde ich das Tumormaterial auf das Antigen HER-2/neu prüfen lassen. Das ist bei ca. 30-40% Frauen immerhin positiv. Dann kann man auch noch den Antikörper Herceptin (Trastuzumab) zusätzlich geben, was die Prognose weiter verbessern würde.
      Wenn Ihre Mutter auf die jetzige Chemotherapie gut anspricht, hat sie eine gute Chance 2 Jahre und länger zu leben. Immerhin 20% dieser Patientinnen gehören zu Langzeitüberlebenden von 5 - 10 Jahren und länger. Falls schon bei der ersten Chemo das Ansprechen schlecht ist, sinkt die Prognose leider drastisch (i.d.R. < 2 Jahre).

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