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Hautkrebs

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  • Hautkrebs

    Guten Tag Hr. Dr. Wust,
    mein Vater ist an schwarzem Hautkrebs erkrankt.
    Chemotherapie ist abgeschlossen, die Metastasen sind in Leber und Lunge, zu dem fand man Ende Juni einen 1cm großen Lymphknoten in der rechten Leiste. Damals wollte man ihn nicht wegschneiden,
    dieser ist nun in den letzen 2 Wochen stark angeschwollen auf ca. 4cm (länglich). Meine Frage: Welche Komplikationen können nach einer Entfernung auftreten? Und gäbe es eine anderer
    Möglichkeit als wegschneiden? Können diese Lymphknoten (auch wenn bösartig) nicht auch wieder abschwillen?
    Können die Lymphknoten tatsächlich aufplatzen, wenn sie weiterwachsen sollten? Sind sie lebensbedrohlich? Leider viele Fragen auf einmal,
    ich hoffe trotzdem, daß sie mir Auskunft geben, auch wenn ohne CT nur grob.
    Vielen Dank im Voraus mit freundlichen Grüßen
    Cornelia Daners


  • RE: Hautkrebs


    Da bei Ihrem Vater offenbar Fernmetastasen vorliegen, wird man die lokale Behandlung eines befallenen Lymphknotens nach symptomatischen Gesichtspunkten ausrichten. Die chirurgische Entfernung eines einzelnen Lymphknotens (sog. Picking) ist i.d.R. ohne größere Komplikationen möglich (wenn nicht ein Wachstum in die Umgebung vorliegt). Allerdings könnte dann relativ schnell wieder etwas nachwachsen. Man müßte sich überlegen, ob nicht noch eine (postoperati-ve) Bestrahlung (40 - 50 Gy) sinnvoll ist, um diesen Bereich ausreichend lange unter Kontrolle zu halten. Das hängt ein bißchen von den klinischen Details ab, von denen ich zu wenig weiß.
    Wenn man den Lymphknoten weiterwachsen läßt, wird er irgendwann zunehmend Probleme bereiten. Das kann die Lebensqualität ganz schön einschränken. Daher muß man sich das gut überlegen. Von selbst weggehen wird er wohl nicht. Sterben tut man aber nicht daran. Alleinige Bestrahlung wäre als therapeutische Option auch möglich, vor allem wenn der Lymphknoten doch schon mit der Umgebung verbacken ist und daher schlecht operiert werden kann.

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