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Alveolarzellkarzinom

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  • Alveolarzellkarzinom

    Sehr geehrter Prof. Wust, liebe Forum-Leser,
    meine Mutter (50 Jahre) ist im Nov letzten Jahres an Alveolarzellkrebs erkrankt. Beide Lungenflügel sind betroffen. Da sie sofort nach der Lungenspiegelung über 2 Monate eine Lungenentzündung hatte, konnte der Krebs gut wachsen. Ihr derzeitiges Stadium ist T4 Nx M1(ren/pulmo) G2. Sie bekam einige Male Chemotherapie (Cisplatin/Gemcetabin), wodurch sie extrem an Gewicht abnahm. Jetzt hat man 3 Metastasen im Gehirn entdeckt, sie bekommt eine Bestrahlung des ganzen Kopfes.
    Nun stellt sich für uns die Frage wie es nach der Bestrahlung weitergehen soll. Wenn wieder Chemo, ist Gemcitabin auch alleine wirksam? Denn die Nebenwirkungen von Cisplatin (bis zu 10 Tage Erbrechen) kann sie nicht noch einmal auf sich nehmen. Gibt es vielleicht eine Art Reha-Klinik, wo sie eine Ganzkörperbehandlung mit psychotherapeutischer Unterstützung erhalten könnte? Ideal wäre, wenn die Klinik auf etwa 800 m und mehr liegen würde, da sie in dieser Höhenlage besser Luft bekommt. Die immer schlimmer werdende Atemnot machen ihr sehr zu schaffen. Gibt es Untersuchungen zu Hyperthermie und Alveolarzellkrebs?
    Uns wäre sehr geholfen, wenn Sie uns Namen von Kliniken nennen könnten, die im Fall meiner Mutter in Frage kommen würden (Höhenlage, Erfahrungen mit Alveolarzellkrebs, nehmen Kassenpatienten).
    Vielen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung im voraus,
    MfG
    Andrea


  • RE: Alveolarzellkarzinom


    Es gibt eine Reihe onkologischer Kliniken, die eine mehr ganzheitliche Therapie anstreben. Da müssen Sie einfach mal die Verzeichnisse anfordern (vielleicht über http://www.dapo-ev.de). Als weitere Chemotherapie wäre vielleicht noch eine Monotherapie mit Taxol zu diskutieren. Neben der Chemotherapie sollte man auch an eine niedrig dosierte Radiotherapie denken (Teilkörperbestrahlung) zunächst einer Lungenhälfte denken (2 mal 2 Gy wöchentlich bis etwa 20 Gy), später ev. die andere Lunge. Dies kann manchmal deutliche Linderung bringen.
    Die Prognose ist leider nicht besonders gut, insbesondere da Hirnmetastasen vorliegen. Man sollte also eher mildere Behandlungsschemata einsetzen. Gemzar allein ist aber beim Lungen-Ca nicht etabliert, zumal es schon einmal eingesetzt wurde.

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