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Blutkrebs nach Brustamputation?

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  • Blutkrebs nach Brustamputation?

    Guten Tag,
    meine Oma (87) hatte vor 3 Jahren eine Brustamputation aufgrund eines tennisballgroßen bösartigen Tumors. Die darauf folgenden Nachuntersuchungen waren bis auf, daß sie öfters einen geschwollenen Arm hatte, unbedenklich. Vor ca 1 Jahr hatte sie nach einem Fall einen Oberschenkelhaslbruch und ist seitdem bettlägerig und ein Pflegefall. Seit 6 Monaten lebt sie in einem Pflegeheim. Was mir sehr große Sorgen macht, ist daß Sie in den letzten Wochen massiv an Gewicht verloren hat, immer weniger Appetit hat und auch schon Gliederversteifungen hat. Nun erfuhr ich, daß Sie an einer Anämie leidet, wobei vermutet wird, daß es sich dabei um eine Form von Blutkrebs handelt, der eventuell auf die vorherige Krebserkrankung zurückzuführen ist. Die genaue Ursache herauszufinden, sei aber bei dem Gesundheitszustand meiner Oma zu anstrengend für sie. Meine Frage ist nun, kann man noch irgendetwas für meine Oma tun? Wie hoch ist Ihre ungefähre Lebenserwartung? Könnte es nicht auch sein, daß Ihr starker Abbau ( sie ist mental noch sehr fit und war auch bis zu Ihrer Hüft OP auch immer noch sehr beweglich) seelische Ursachen hat? Oder ist so ein Krankheitsbild typisch als Folge einer Krebserkrankung? Sollte man doch eventuell noch Untersuchungen oder Therapien beginnen?


  • RE: Blutkrebs nach Brustamputation?


    Sehr geehrter User,

    zunächst einmal ist eine solche Erkrankung (Anämie, möglicherweise aufgrund eines Blutkrebses) keine typische Folge einer Tumorerkrankung der Brust- es sei denn, der Tumor in der Brust war bereits ein Tumor des Blutbildenden Systems (z.B. ein Lymphom) oder es wurde eine Chemotherapie durchgeführt. Über die Lebenserwartung Ihrer Oma läßt sich leider mit Ihren Angaben auch nichts sicheres sagen, denn dabei spielen in dem hohen Alter Ihrer Oma viele Faktoren mit: der Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen(z.B. Zuckerkrankheit, Herzschwäche, Bluthochdruck oder Nierenfunktionsstörungen). Ein weiterer wichtiger Faktor bei einem alten Menschen ist auch der individuelle Lebenswille und die "Kampfbereitschaft" gegen eine weitere Krankheit.
    Um eine Prognose über die Lebenserwartung, abgeben zu können, müßte sicherlich erst eine genauere Diagnose gestellt werden. Bevor das geschieht sollten Sie jedoch mit der alten Dame in Ruhe besprechen, ob sie eine Abklärung und ggf. eine Therapie wünscht oder nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    J. Gellermann

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