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Hilfe, mein Vater hat Leukämie

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  • Hilfe, mein Vater hat Leukämie

    hallo liebe ärzte,

    zunächst find ich es super, dass ich überhaupt eine möglichkeit habe mich auszusprechen und zu fragen was ich machen soll.
    also,mein vater hat seit ca. 2 Wochen einen nierenstein. wir sollten daraufhin zum orthopäden zur kontrolle,weil die schmerzen die er hat angeblich nicht von dem stein kommen.nach einer röntgenaufnahme hatte sich dann herraus gestellt,dass die schmeerzen vermutlich doch von stein kommen.er hat eine spritze bekommen und nach hause entlassen.
    jedoch ist jeden morgen bis ca. 14.00 Uhr allein zu hause.naja. ihm war vorgestern schwindelig und hatte nasenbluten.als er dann wegen seinem schwindelanfall ein wenig luftschnappen wollte ist er gradewegs in die badewanne gefallen,mit dem kofp in die wanne und den füssen nach oben gekippt.
    wegen seinem stein hatten wir uns sorgen gemacht und hatten am gleichen tag (1 stunde nach dem geschehniss) zufällig angerufen. er war ganz ausser atem,da erzählte er mir alles und kam sofort nach hause.
    meine mutter er und ich sind dann sofort zur notfallstation.in der zwischenzeit ruft meine schwester an und kommt auch in die klinik. er wurde stundenlang behandelt,geröntgent etc.! stunden später wurde er auf station verlegt. jedoch hat die ärztin etwas herraus gestellt.er habe zu wenige blutkörperchen und viel weiße.deshalb war er auch so schwach und blass und ist umgekippt. sie haben gesagt sie würden ihn gerne für eine woche in der klinik behalten.
    ok!dann gings los.wir sind ahnungslos heute in die klinik gegangen,um meinen vater zu besuchen.
    ein arzt hat uns mitgeteilt,dass er in einer anderen abteilung sei. dann hat er uns zur rede gestllelt. zu meine mutter,ihr mann hat akute leukämie'' ich habe zuerst nicht kapiert was er meint ich bin nämlich selbst noch jung (14).dann hat meine schwester gemeint krebs meric es ist krebs. ich habe es nicht länger dulden können und bin einfach rausgerannt und habe gleich meinen besten freund angerufen.ich konnte es einfach nicht glauben.
    und mein papa ist ein sehr ruhiger mensch er könnte nie etwas sagen wenn ihn was steurt sondern immer in sich hinein fressen. wir mussten ihm heute gleich sagen was er hat.wir haben es einfach nicht übers herz gebracht. also haben es die ärzte gemacht.er war geschockt und konnte wieder nichts sagen.
    nun bin ich gerade nach hause gekommen,jedoch hat mir papa versprochen nicht traurig zu sein.
    ich habe total verheulte augen. ich weiß einfach nicht was ich machen soll und wie ich mich verhalten soll.es ist so schwer für mich,ich bin noch jung! morgen geh ich auf gar keinen fall in die schule. er soll jetzt 4 wochen lang in der klinik bleiben! er macht ab montag eine chemoteraphie,bitte lieber gott er soll wieder gesund werden.
    ich kann einfach nicht mehr,sie verstehen mich doch oder?

    jetzt möchte ich ihnen noch ein paar fragen stellen:
    -was soll ich jetzt tun?
    -mein vater war auch bei einem urologen,er gab ihm röntgenkontrastmittel.kann das ausschlag gebend sein?


  • RE: Hilfe, mein Vater hat Leukämie


    Eine akute Leukämie ist natürlich eine ernste Erkrankung, aber durchaus noch kein Todesurteil. In den meisten Fällen wird man mit den heutigen Therapiemöglichkeiten der Chemotherapie einen mehrjährigen stabilen Zeitraum gewinnen, in einem mehr oder weniger hohen Prozentsatz auch eine Heilung erzielen. Zunächst muß man die genaue Diagnose abwarten. Eine akute lymphatische Leukämie hat eine bessere Prognose mit Heilungsraten >50%. Die akut myeloische Leukämie ist etwas ungünstiger, aber auch hier hat man noch Heilungen in ca 30%.
    Es gilt also nach vorn zu sehen und um die Gesundheit zu kämpfen. Dabei sollten Sie Ihren Vater unterstützen und ihm zureden, die Mühen der Therapie auf sich zu nehmen.
    Mit einer Röntgenkontrastmittel-Untersuchung hat die Erkrankung sicherlich nichts zu tun.

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    • RE: Hilfe, mein Vater hat Leukämie


      Hallo Meric,

      ich denke, Du solltest den Kopf auf gar keinen Fall in den Sand stecken! Bei mir selber wurde im Oktober letzten Jahres (am Freitag dem 13. auch noch...) eine AML (Akute Myeloische Leukämie) festgestellt. Für mich brach die Welt zusammen - ich bin doch erst 31 und hab noch so viel vor...

      Habe aber hier super Ärzte und Schwestern gefunden, die mir die lange Zeit sehr sehr gut zur Seite standen und auch sehr ehrlich waren! (sind!)

      Wichtig ist, daß Ihr als Familie zusammenhaltet, denn Dein Vater wird sehr viel Kraft brauchen!

      Aber um Dir etwas Mut zu machen: Ich wurde mit 2 Chemos nach dem HAM-Protokoll behandelt, das dauerte von Mitte Oktober bis Anfang Dezember. Mitte November habe ich die vollständige Remission erreicht, das heißt, keine Leukämiezellen mehr nachweisbar.

      Dann ging es erstmal zur Erholung über Weihnachten nach Hause (hatte ich auch bitter nötig). Anfang Januar dann wieder rein, zur Behandlung nach TAD-Protokoll. Habe ich etwas besser vertragen. Dann wieder erstmal nach Hause zum Regenerieren.

      Nach der 2. Chemo Nov. 2000 wurden aus meinem Blut sog. Stammzellen gewonnen für die sog. autologe periphere Stammzelltransplantation. Dafür mußte ich Ende März 2001 wieder ins Krankenhaus und mich einer Hochdosis-Chemotherapie unterziehen. Da man ja meine Stammzellen quasi als "Reserve" hatte, konnte man die Chemo sehr hoch dosieren und die Wahrscheinlichkeit, daß noch Leukämiezellen "überlebt" haben, ist eher gering! Nach dieser Chemo erhielt ich am 02. April meine Stammzellen zurück - und ab dem 9.Tag fing ich an wieder Blutzellen zu bilden!

      Am 14. April (Ostersamstag!) durfte ich jetzt die Klinik verlassen. Es geht mir gut! Demnächst werde ich zur Kur fahren, um endlich alles hinter mir zu lassen.

      Was ich mit dieser ganzen Geschichte sagen will: Noch vor einem halben Jahr waren meine Familie und ich ganz betrübt und haben wahnsinnige Angst gehabt. Sicher - der Weg bis hierher war manchmal echt hart, vor allem die letzte Chemo jetzt. Und ich sehe momentan wohl eher wie ein Alien aus, so ohne Haare, vom Kortison aufgeschwemmt. Aber ich lebe. Und das mindestens noch 40 Jahre!

      Wenn Du - aber auch jeder andere Leser - Interesse hast, Dich mit mir auszutauschen - einfach ne Mail an mich privat schicken. Wenn ich nicht gleich antworte, bin ich höchstens gerade zur Kur. Auch alle, die Erfahrungsaustausch betreiben wollen - gern!

      *Daumendrück*
      Bettina

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      • RE: Hilfe, mein Vater hat Leukämie


        Nachtrag: Ach ja, meine Mailadresse für Interessierte ist

        Stups-BS@t-online.de

        Hatte ich leider vergessen.
        Bettina

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        • RE: Hilfe, mein Vater hat Leukämie


          hallo meine mutter hat all. sie ist gerade bei der zweiten chemo angekommen . trotz einer niere geht es ihr gut. ich befürchte aber das sich das noch ändert . meine frage ist:treten die nebenwirkungen sofort auf oder erst später?

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