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Prostatakrebs-Nachsorge-INFO

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  • Prostatakrebs-Nachsorge-INFO

    Anfrage an Herrn Prof.Dr.P.Wust
    Sehr geehrter Prof.Dr.P.Wust,
    zur Info für Sie:
    Alter 58, PSA 50 z.ZT.(April 97) radik.Prostat- ektomie (pT3a,R1,G2b).
    Alle Lymphknoten & Blasenhals-Absetzungsränder tumorfrei & keinen Anhalt für Malignität.
    Ausgedehntes.mäßiggradig diff.Adenokarzinom der
    Prostata mit ausgedehnter Infiltration beider
    Lappen.Infaltration der Prostatakapsel im Bereich
    des rt.Prostatalappens. Infiltration des chirurg. Resektatrandes in der Schnittebene RR.Samenblasen
    tumorfrei.Tumorinfiltration der Prost.Apex beidseits ohne Infiltration des Resektatrandes.
    Tumorfreier Harnblasenabsetzungsrand & Ductus
    deferentes beidseits. TNM: pT3a,pNx,pMx;R1;GIIb
    Bis jetzt keinerlei Komplikationen/Beschwerden
    PSA Entwicklung:
    6 /97 0.3 ng/ml anderes Labor
    9 /97 0.1
    12 /97 0.3 anderes Labor
    3 /98 0.1
    7 /98 0,3 anderes Labor
    10 /98 0.08
    12 /98 0.2 anderes Labor
    1 /99 0.06
    4 /99 0.05
    10 /99 0.10
    11 /99 0.14
    1 /00 0.10
    4 /00 0.13
    1.10/00 0.16
    14.10/00 0.18 anderes Labor
    3 /01 0.17 anderes Labor

    Bitte Ihre Meinung:
    Zeigt PSA Entwicklung Wiederkehr des Krebses an ? Wenn ja; welche diagnostischen Mittel & welche Therapie empfehlen Sie? Wenn nicht; ist eine totale Heilung möglich ? Vielen Dank im Voraus !






  • RE: Prostatakrebs-Nachsorge-INFO


    Solange der PSA * 0,2 ng/ml bleibt würde ich nichts tun. Ab 0,2 und bei weiterem Anstieg müßte man in erster Linie an ein Lokalrezidiv denken – die Risikofaktoren liegen ja vor (R1, kapselüberschreitendes Wachstum). Dann sollte man eine Radiotherapie in Erwägung ziehen (Vorstellung beim Strahlentherapeuten). Man kann dann versuchen mit Ultraschall (TRUS) oder MRT das Rezidiv zu sehen und ev. zu biopsieren, aber das ist oft schwierig. Es gibt Strahlentherapeuten, die bei einem solchen PSA-Verlauf auch ohne histologische Sicherung bestrahlen. Sonst müssen Sie etwas suchen. Natürlich sollte man vorher noch alle Staging-Untersuchungen für etwaige Metastasen durchführen: CT Abdomen, Thorax und Knochenszintigramm. Mit dieser Vorgehensweise könnte durchaus Heilung möglich sein.

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    • RE: Prostatakrebs-Nachsorge-INFO


      Sehr geehrter Prof.Dr.P.Wust,
      als erstes nochmals Dank für Ihren hilfreichen Beitrag zu meinen Fragen.
      In Betracht einer Steigerung des PSA's, ist Ihre Meinung einer durchaus möglichen Heilung mit einer Radiotherapie motivierend. Bitte darum mehr über Ihren Ratschlag zu erfahren. Mögliche Streuungen von Micrometastasen im Körper mit meinen TNM Werten kommem mir in den Sinn ! Wenn ja,- sind diese mit den jetzigen verfügbaren Staginguntersuchungen auffindbar ? Haben Sie vergleichbare Erfolge aufzuweisen mit dieser Vorgehensweise bei ähnlicher TNM Klassifikation.
      Mit der Hoffnung auf eine positiver Antwort,..Vielen Dank

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      • RE: Prostatakrebs-Nachsorge-INFO


        Bei sehr geringem PSA-Anstieg ist die Wahrscheinlichkeit von Metastasen eher gering, daher geht man in solchen Fällen von einem Lokalrezidiv aus. Natürlich versucht man das Rezidiv zu finden (mit Ultraschall oder MR-Tomographie oder Punktion). Schließlich würde man auch nach Metastasen suchen (Knochenszintigraphie, Thorax). Bei einer PSA-Konstellation dieser Art ist ein Lokalrezidiv am wahrscheinlichsten und könnte, selbst wenn es nicht nachweisen kann, mit einer Radiotherapie behandelt werden, zumal damals eine Nachbestrahlung (R1) durchaus zu diskutieren gewesen wäre.

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