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essentielle Thromozythämie, essentielle Thrombozyt

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  • essentielle Thromozythämie, essentielle Thrombozyt

    Sehr geehrter Herr Professor Wüst
    Besten Dank für Ihre Antwort auf meine Frage betr. ess. Thormbozythämie. Nach einer Herzkadetheruntersuchung erhielt ich zusätzlich folgende Diagnosen unauffällige Koronaranatomie (dieser Befund ist mir klar)
    essentielle Thrombozatopenie (Status nach Pfortaderthrombose, Status nach zerebraler Durblutungsstörung, Status nach tiefer Venenthrobose)
    Staus nach Ulcus ventriculi und erosiver Gastritis
    Anämie (Litali-Nebenwirkung? Okkulte Blutungsquelle)
    Leider komme ich mit diesen Diagnosen nicht klar.
    Besteht ein Zusammenhang zwischen ess. Throbozythämie und ess. Thrombozytopenie?? Gehören diese Krankheiten in die Familie des Blutkrebses? Wie stehen meine Prognosen ?
    Ich werde mit Litalir behandelt und stehe zusätzlich unter Blutverdünnung (Sintrom)
    Seit der Herzkadetheruntersuchung leide ich nicht mehr unter Atemnot (nur noch bei schnellem Gehen)
    Meine Unterhautblutungen (Stecknadelkopfgrösse) haben jedoch zugenommen.
    Für Ihre Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar.
    In der Zwischenzeit verbleibe ich mit freundlichen Grüssen Monika Spring


  • RE: essentielle Thromozythämie, essentielle Thromb


    Essentielle Thrombozytose ist das gleiche wie ess. Thrombozythämie, d.h. zu viel Thrombozyten. Thrombozytopenie hieße zuwenig Thrombozyten (das kann hier nur ein Irrtum sein, oder es handelt sich um die Folge der Therapie). Als Folge von zuviel Thrombozyten kann es zu Thrombosen (Ausbildung von Blutgerinnseln) in den jeweiligen (venösen) Gefäßen kommen, hier Pfortader und Unterschenkelvenen). Durchblutungsstörungen sind eine andere Folge, hier in der Hirndurchblutung. Als Folge eingenommener Litalir-Kapseln wird eine Entzündung der Magenschleimhaut (erosive Gastritis) und ein Ulcus (Magengeschwür) angenommen. Dieses kann eine Blutungsquelle darstellen und würde eine Anämie erklären. Unterhautblutungen sprechen wiederum für zuwenig Thrombozyten (also Thrombozytopenie). Möglicherweise ist es eine Folge der Therapie (die dann reduziert werden müßte). Ganz klar sind mir die Befunde auch nicht, vielmehr gibt es widersprüchliche Angaben.
    Eigentlich ist die ess. Thrombozythämie keine Krebserkrankung und muß auch (bei Symptomlosigkeit) nicht unbedingt mit einem Zytostatikum behandelt werden, außer um Komplikationen zu verhindern. Sicherlich handelt es sich um ein relativ seltenes und kompliziertes Krankheitsbild, welches in die Hand eines erfahrenen Hämatologen gehört.

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