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Speiseröhrenkrebs

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  • Speiseröhrenkrebs

    Hallo,

    ein Freund von mir bekam kürzlich die Diagnose Speiseröhrenkrebs und ist seitdem regelmäßig zur Bestrahlung und Chemotherapie ambulant in Behandlung.

    Eine Operation soll jedoch erst in drei Monaten stattfinden.

    Ist das nicht zu spät, wenn die Gefahr besteht, daß sich Metastasen an anderen Körperstellen bilden?

    Ich würde an seiner Stelle auf einem unverzüglichen OP-Termin bestehen, bevor alles zu spät ist. Oder sehe ich da etwas falsch?

    g.

  • Re: Speiseröhrenkrebs

    Während der neoadjuvanten Therapien soll sich der Tumor soweit verkleinern, dass er mit möglichst geringen Schäden operiert werden kann. Nur wenn Chemo und Bestrahlung nicht anschlagen, besteht die Gefahr einer Metastasen-Bildung.

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    • Re: Speiseröhrenkrebs

      Da bin ich nicht so sicher! Nach meinem Kenntnisstand besteht die Gefahr der Metastasenbildung jederzeit, solange der Haupttumor nicht entfernt ist.

      Oft wird dem Patienten etwas anderes erzählt, weil die Klinik nicht genug Kapazitäten frei hat und dadurch sinken seine Überlebenschancen mit jedem Tag, der mit der OP gewartet wird.

      So habe ich das in meinem familiären Umfeld mehr oder weniger ein halbes dutzend Mal miterlebt!

      g.

      Kommentar


      • Re: Speiseröhrenkrebs

        Da ich selbst Brustkrebs habe, kenne ich das Prozedere recht gut. Ich bekam eine neoadjuvante Chemo, weil eine OP zunächst nicht möglich war. Der Verlauf wurde engmaschig kontrolliert. Ein halbes Jahr nach der Diagnose wurde ich radikal operiert. Dies ist jetzt 2 Jahre her. Derzeit bin ich sauber. Dass sich das jederzeit ändern kann, ist mir bewusst.

        Bei kleinen bzw. leicht zu erreichenden Krebsherden wird möglichst sofort operiert. Bei mir war das damals nicht möglich, weil ich zeitgleich einen schweren Herzinfarkt hatte und aufgrund der dreifachen Blutverdünnung nicht operiert werden konnte. Zudem hatte ich während der Chemo eine Lungenembolie, so dass sich der OP-Termin weiter hinauszögerte.

        In anderen Fällen liegt der Krebsherd sehr ungünstig bzw. ist schon inoparabel geworden, so dass man ihn zunächst mittels Chemo und Bestrahlung zu verkleinern versucht, um schließlich operieren zu können, ohne das Organ zu zerstören. Ich denke, dies ist bei Deinem Freund der Fall. Man will halt die Speiseröhre retten, weil er bei einer radikalen OP auf Dauer über eine PEG ernährt werden müsste. Das ist nicht witzig.

        Zum Krebs: Er ist nun mal tückisch. Beim einen schlägt die Chemo an, beim anderen nicht. Beim einen ist nach einer radikalen OP auf Dauer Ruhe, bei einem anderen nicht. Wer an Krebs erkrankt ist, muss immer damit rechnen, dass es zu Metastasen kommt, die vielleicht nicht oder zu spät erkannt werden. Und? Dann sind die Tage des Lebens halt gezählt (wie bei jedem Menschen, nur vielleicht nicht so langfristig ...). Ich als selber Betroffene sehe das gelassen.

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        • Re: Speiseröhrenkrebs

          Monsti

          Danke für die ergänzende Info. Das klingt natürlich plausibel. Dann hoffen wir mal, daß die behandelnden Ärzte die richtige Entscheidung getroffen haben.

          g.

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          • Re: Speiseröhrenkrebs

            Das hoffe ich auch. Deinem Freund wünsche ich alles erdenklich Gute!

            LG Monsti

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