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kann es tatsächlich ein dritter Primärtumor sein?

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  • kann es tatsächlich ein dritter Primärtumor sein?

    Sehr geehrter Dr. Hennesser,
    bei meinem Vater, mittlerweile 66, wurde im August 2015 Nierenkrebs und Prostatakrebs festgestellt. Beides ist im August bzw. September 2015 operiert worden. Niere komplett raus und ebenfalls die Prostata. Das Stadium des Nierenzellkarzinoms T3a-G2. Prostatakrebs, Gleason Score 4+4, 17 Lymphknoten wurden mit rausoperiert, keiner war befallen, Freie Schnittränder, jedoch eine Perineuralscheideninfiltration. Keine Metastasen (feststellbare).
    Der Psa Wert vor der OP 4,65. Danach auf 0,00 gefallen, jedoch kurze Zeit später angefangen wieder anzusteigen auf mittlerweile 0,32. Daraufhin wurde ein PET-CT gemacht. Bei dieser Untersuchung wurde was an der rechnet Niere festgestellt. Da mein Vater nur eine Niere hat sollte Organerhaltend operiert werden. Der Tumor ist noch klein (14mm). Der OP Termin stand fest, mein Vater war bereits für die OP vorbereitet, wir haben nur gewartet, dass er abgeholt wird. Doch es kam der Doktor und sagte , er hätte ein schlechtes Gefühl meinen Vater zu operieren (Gefahr Verlust der zweiten Niere). Er hätte für uns eine bessere Variante: man könnte solche Tumoren mit einer RFA Behandlung gut behandeln. Vorher sollte aber noch biopsiert werden. Da wir für diese Situation nicht vorbereitet waren und es sich für uns eigentlich doch relativ vielversprechend anhörte, haben wir dem zugestimmt. Das Ergebnis ein Nierenzellkarzinom, was nun mit RFA behandelt wird. Der Arzt meint, dass das sehr wahrscheinlich ein neuer Krebs ist, da es ungewöhnlich sei, dass der Krebs von Niere zu Niere streut. Stimmen Sie dem zu?
    Was halten Sie von der RFA Behandlung?
    Ich mache mir nun große Sorgen, dass bei der Biopsie Krebszellen verstreut werden konnten. Wenn man die Nadel rauszieht, blutet doch die Stelle und mit dem Blut können doch auch Krebszellen in den Körper gelangen?
    Bezüglich des Prostatakrebses wird nun eine Bestrahlung angesetzt, die morgen anfangen soll. Es soll die Prostataloge bestrahlt werden. Was halten Sie davon, hat er dann noch eine Chance, vorallem wegen Gleason Score 8?
    Da die Bestrahlung nicht unterbrochen werden darf steht nun die Frage im Raum, ob man erst die Bestrahlung (8 Wochen) zu Ende macht und dann RFA oder ob man RFA und Bestrahlung gleichzeitig machen sollte?

    Ich weiß, es sind sehr viele Fragen, würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen und
    Bedanke mich schon im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen


  • Re: kann es tatsächlich ein dritter Primärtumor sein?

    Es ist richtig daß die Nieren selten in die andere Niere metastasieren, typischer sind Lunge, Knochen, Leber. Hinsichtlich des Vorgehens ist die allerwichtigste Frage ob die Niere operabel ist denn damit bestünde Aussicht auf eine dauerhafte Heilung. Ist dies nicht möglich so ist die RFA eine Möglichkeit die jedoch leider nicht mit einer OP gleichzusetzen ist. Ob 8 Wochen zu warten sinnvoll ist entspringt wahrscheinlich dem Votum der Tumorkonferenz, ist aber sicher sehr individuell zumal die Bestrahlung der Prostata ja additiv zur OP ist, also eher vorbeugenden Charakter gegen einen frühen Rückfall hat, die Behandlung der Niere aber einen bestehenden Tumor stoppen soll.

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    • Re: kann es tatsächlich ein dritter Primärtumor sein?

      Vielen Dank für die Antwort. Eine Frage würde mich noch interessieren.

      Ich mache mir nun große Sorgen, dass bei der Biopsie Krebszellen verstreut werden konnten. Wenn man die Nadel rauszieht, blutet doch die Stelle und mit dem Blut können doch auch Krebszellen in den Körper gelangen?

      Haben wir das mit der Biopsie richtig gemacht? Habe gelesen, dass es bei Nieren so gut wie nie gemacht wird.

      LG

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      • Re: kann es tatsächlich ein dritter Primärtumor sein?

        Grundsätzlich sehe ich eine Biospie als unproblematisch an, zum Einen muß man klären was los ist und zum Anderen ist die Niere an sich schon ein so stark durchblutetes Organ daß bei Streuungstendenz des Tumors auch ohne Biospie viele Zellen in den Körperkreislauf gelangen können.

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