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Freundin verweigert Diagnostik.

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  • Freundin verweigert Diagnostik.

    Hallo,
    es geht nicht um mich, sondern um eine 30 Jährige Frau die schwer Krank ist. Ich unterstütze Sie bei allen was Sie Grund ihre Erkrankung alleine nicht schaft z.b Haushalt, Einkaufen und Arzt Termine usw.
    Es hat sich aber auch schon eine Freundschaft gebildet und deshalb mache ich mir auch sorgen und würde mich auf evtl. Hilfestellung um es besser zu verstehen, freuen. Und auch was ich evtl. am besten machen soll.

    Mir bereite große sorgen das Sie jede Diagnostik mitlerweile ablehn, außer Blut Untersuchungen. Aber Behandelt macht Sie. Sie geht auch regelmäßig zu ihrem Onkologe, wo sie aber oft sehr Angespannt ist bei den Gesprächen. Bei Infusion Therapie nicht. Wenn es um Behandlungen geht, zeigt sie eine super Compliance auch bei den Gesprächen, außer das sie des öfters recht zickig beim Arzt ist, was aber ehr verschuldet war, das die Behandlungen erst nicht so anschlugen wie erhofft und ihr auch sehr schlecht ging und verzweifelt war. Sie macht auch sonst alles um das Sie wieder gesund zu werden. und versucht so gut es geht damit zurecht zu kommen.

    Jetzt zum Problem. Sie lehnt jede weiter Diagnostik ab und auch weitere Überweisungen. Nennt den Grund aber nicht. Außer das es nichts bringt. Was Sie bei den Behandlungen nicht sagt oder reagiert oder Denkt.
    Mit weiter Überweisungen hat sie vor längeren doch gemacht, aber heute würdet sie das auch wahrscheinlich auch ablehnen.
    Kürzlich gab es die Situation beim Onkologen, das der Arzt zu ihr Sagte, "Wenn die jetzige Therapie in 4 Wochen nicht anschlägt, schicke ich sie zur Uniklinik Ambulanz und dann kann man schauen ob die noch eine Idee haben"
    Sie sagte recht bissig " Da gehe ich mit Sicherheit nicht hin"
    Ihre Stimmung wurde danach noch schlechter, als sowieso schon. ihr ging es an dem Tag sehr schlecht und war fertig das sie Behandlung noch nicht anschlug. Verzweifelt.
    Ich bin mir Sicher das vom Arzt es aber ehr aufbauend gemeint war, eben die Möglichkeit noch gibt. Weil ehr ihre Verzweiflung merkte.
    Ihr sagen wollte, das es die Möglichkeit noch gibt und ihr eigentlich die Verzweiflung nehmen wollte. Aber mit dem Vorschlag, hat Er es noch schlimmer gemacht. Danach war sie nur noch in rasche, bockte und war zu keinen Gespräch mehr fähig, war pampig und zickig.
    Auf der Rückfahrt war sie kurz vorm weinen und wollte mit mir auch nicht reden und wollte auch zu Hause das ich gleich gehe.
    Mir kommt es vor, das sie immer mehr dazu neigt weiter Diagnostik abzulehnen. Wie erwähnt, vor längeren , hat sie es schon gemacht. Auch wenn man merkte, das sie es eigentlich nicht will. Aber einsah und eben da durch muss. Jetzt aber alles völlig anlehnt.

    Noch ein weiters Problem, was auch Aktuell ist. Ihr Onkologe möchte bei ihr eigentlich noch eine kleine Biopsie machen. Das geht seit über 7 Monate so. Aber Sie lehnt es ab.Leider weiß man bei ihr heute noch nicht ganz genau was sie hat.
    Sie gibt dazu auch nicht wirklich ein Grund an.Außer das da auch nichts bei rauskommen wird, wie bei den beiden vorherigen. 2 Wurde vor längeren schon mal gemacht.
    ihr Arzt gab sich damit sehr viel mühe sie dazu, zu überreden. Er scheint es schon sehr wichtig zu finden. Es wurde auch schon 4-5 mal bei den Terminen sie gefragt. Aber die Antwort war immer gleicht. Sie lehnt es ab.
    Ihr Arzt hat auch versucht mit ihr darüber zu reden. Ihr auch angeboten das es ein andere Arzt macht, wenn Sie es möchte. Sie sagte aber, das es damit nicht zu tun hat. Oder Sie gefragt, ob sie Angst davor hat oder vor dem Ergebnis. Beides verneinte Sie.
    Als Grund gab sie eben nur an, das nichts bringen wird und wieder nichts bei raus kommt.
    Er versuche ihr klar zu machen das sie Biopsie wichtig ist und auch Sie weiten bringen kann und auch eine Chance ist. Aber Sie lehnte weiter ab.
    Ich bin mir auch sicher, das es nicht am Arzt liegt. Sie rede recht Positiv von Ihm. Arzt wechseln kommt für Sie überhaupt nicht in Frage.Sie kann aber auch mit Ihm zufrieden sein. Gibt sich Mühe und auch sehr Verständnisvoll.
    Auch wenn ich bei ihr schon oft den eindruck habe, das Sie nicht so großes vertrauen hat. Aber bei anderen Ärzten war es noch weniger

    Es weiteren, scheint Sie schon Arzt Termine so weit es geht zu vermeiden. Sie nimmt wie erwähnt sie Termine beim Onkologe zuverlässig war. Aber wenn was akutes ist, schlurrt Sie schon rum und meint immer, das reicht wenn Sie sowieso den nächsten Termin beim Onkologen habe. Und andere Ärzte kann ich doch völlig vergessen und helfen mir nicht weiter.
    Da war kürzlich, wo Sie ein recht heftigen Bakteriellen Infekt hatte und weigert sich zum HÄ zu gehen. Aber es ging ihr sehr schlecht und hat trotzdem gut eine Woche sich damit gequält .und wurde dann erst behandelt, als der sowieso anstehe Termin beim Onkologe war. Das hatte Sie sehr geschwächt.
    Sie hat sie nicht überreden lassen. Erschweren war aber auch, das sie nicht wirklich ein HÄ hat. Was wohl dran liegt das sie versucht zu vermeinten zum Arzt zu gehen. War bei der HÄ das letzte mal vor fast ein Jahr.

    Ich verstehe das alles nicht so ganz. Sie lässt sich ohne Schwierigkeiten auf Behandlungen ein, die weitaus mehr Risiken mit sich bringen und auch man nicht vorhersagen kann ob die was bringen. Oder welche Nebenwirkungen. auftreten Das alles zieht sie bemerkenswert und tapfer durch Sie scheint da schon Hoffnung zu haben. Sonst würde Sie das ja auch nicht machen und sich davon zu versprechen.
    Sie hat da auch immer sehr viel Hoffnung reingesetzt.
    Aber einerseits bockt sie bei der Diagnostik. Ich bin mir auch Sicher das sie keine Angst vor der Biopsie hat. Was auch nicht viel mehr ist, als die ständigen Zugänge legen. Wo keine Schwierigkeiten bestehen und gleichgültig hinnehmt. Auch habe ich mit ihr mal über die früheren gesprochen Biopsien , ob sie schmerzhaft waren oder schlimm. Das verneinte sie recht ehrlich.

    Mir selber kommt es auch schon so vor, das ihr Arzt schon versucht, bei ihr Untersuchungen zu vermeiden. Er z.b bei dem Infekt nicht mal Ihre Lunge abgehört.
    Auch kann ich mich Erinnern, das vor 2-3 Jahren der Arzt eine Sono bei Ihr gemacht hat und sie schon den eindruck machte, das es ihr sehr unangenehm ist.
    evtl. hat der Arzt es auch bemerkt und versucht seit dem , so gut es geht, zu vermeinten Sie zu Untersuchen,

    Es ist vll. noch zu dem allen zu sagen. Sie selber kommt aus ein Medizinischen Beruf. also am mangeln verstehen liegt es nicht.
    noch evtl. wichtig. Sie hat schon ein Jahrelange Krankheitsgeschichte hinter sich. Sie hat jetzt den festen Onkologe. Aber bei ihr liegt eine Jahrelange Geschichte hinter ihr, mit vielen Untersuchungen, Kliniken und Ärzten. Vll. besteht da ein Zusammenhang

    Ich hoffe ihr sehr auf Hilfe. ich möchte Ihr gerne Helfen und auch besser verstehen. Sie liegt mir schon am Herzen. Und es besteht auch sonst kein weiteren Vertrauender, der vll. besser ran kommt.
    Ich möchte mit ihr gerne eine Gespräch führen und sie davon überzeugen das sie die Biopsie machen lässt. Deshalb hoffe ich hier eine Erklärung zu bekommen und wie ich sie am besten überzeugen kann. Und Unterstützen.
    Ich möchte natürlich kein druck ausüben und auch nicht Sie dazu noch bockiger machen. Daher möchte ich schon so gut es geht vorbereitet sein und verstehen.
    Auch habe ich bedenken das es bei ihr immer schlimmer wird und bald bei den Behandlungen genauso bockt wie bei der Diagnostik. Oder auch evtl. mal eine Untersuchung anlehnt, die Lebensnotwendig ist. Oder bei was Akuten sich weigert zum Arzt zu gehen.
    Sie verpasst evtl. aber jetzt schon eine Chance um weiter zu kommen und ihr geht es auch nicht gut.
    Ich verstehe nicht, wieso die so eine Chance sausen lässt.

    LG
    Elysa

  • Re: Freundin verweigert Diagnostik.

    Ich denke hier wäre ein Psychoonkologe der richtige Ansprechpartner.Allerdings muß der Patient auch dafür offen sein.Zwingen kann man niemanden zu seinem Besten..Alles Gute,J.

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    • Re: Freundin verweigert Diagnostik.

      "Ablehnung" sehe ich anders, nämlich gar nicht tätig werden zu wollen bei der Erkennung oder Behandlung einer Erkrankung. Ihre Freundin hat sich dem aber keineswegs verschlossen, im Gegenteil, sie läßt sich ja behandeln, geht zum Onkologen, erhält wahrscheinlich Chemotherapie. Sie wissen auch nicht was zwischen dem Onkologen und Ihrer Freundin bisher gesprochen wurde, über Erfolgsaussichten, Lebenserwartung, körperliche Belastungen durch weitere Therapien.
      Ich glaube eher daß Ihre Freundin autonom über ihre Behandlung entscheiden möchte, ihren eigenen Weg finden möchte, nicht alles "Mitmachen" möchte von dem sie möglicherweise aus Aufklärungsgesprächen weiss daß es evtl. gar keine Heilung bringen wird. Und das ist ihr abolutes Recht und auch Teil der Krankheitsverarbeitung. Ihre Besorgnis und Ihr Engagement in Ehren, ich glaube Sie müssen Ihrer Freundin dies zugestehen.

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