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Der Krebs hat uns wieder eingeholt

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  • Der Krebs hat uns wieder eingeholt

    Danke im Voraus fürs Lesen!!!

    Es fing alles mit einem Sturz, beim Aussteigen aus dem Auto, an. Durch Schwindel verlor meine Mutti das Gleichgewicht und fiel auf den rechten Oberarm und zog sich eine Platzwunde an der rechten Augenbraue zu, welche genäht werden musste.
    Der Oberarm verhärtete sich und Bewegungseinschränkungen traten unter Schmerzen vermehrt auf.

    Dann im März plagte Mutti ein trockener Husten.
    Ende April ging sie endlich zum Arzt, da es schon sehr nach schwerer Atemnot aussah.
    Sie bekam Antibiotika - nach 2 Wochen immer noch keine Besserung;
    Atem-/Luftnot wurde immer schlimmer.
    Hausärztin schickte sie zum Röntgen, keine wirkliche Erkenntnis.
    Es folgten CT, Knochenzintegram und weitere Untersuchungen, welche am 11.05.2016 den ernüchternden Befund von Knochenmetastasen brachte.

    Abends auf dem Heimweg, am 11.05.2016: knackte im rechten Oberarm, beim abstützen der Knochen. Notfallaufnahme... Eine riesige Knochenmetastase, welche schon so lange schmerzte- pathologische Fraktur.

    17.05.2016 Einweisung in eine Lungenklinik:
    Tumoreinbruch in der Luftröhre - durch Bronchoskopie mit Stenteinlage Tumorentfernung; sie ist jetzt abhängig von einem Inhaliergerät und die Medikamente die sie alle 2-3 Stunden über den Tag verteilt inhaliert.
    Massive Gewichtsabnahme innerhalb 4 Woche

    20.05.2016 Arztgespräch: wenn histologisch vom Mammakarzinom
    (Vorbelastung: MaCa 2001-T2 ohne Befall der Lymphknoten/keine Metastasen(Brustabnahme 2004)), dann Weiterbehandlung im Brustkrebszentrum ansonsten in der Lungenklinik.

    Befund der Histologie lag am 27.06.2016 in der Lungenklinik vor und Mutti wurde sofort ins Brustkrebszentrum verlegt.
    Ich hatte keine Chance die Histologie einzusehen.

    Von dort aus ging es nach dem Wochenende in die Orthopädie der Uniklinik.

    Dort wurde am 01.06.2016, die Knochenmetastase im rechten Oberarm unter lokaler Betäubung entfernt und ein Diaphysenimplantat mit dem Osteobrigde-System gesetzt, da eine Vollnarkose nicht in Frage kam; Lungenkollaps bei Tubusentfernung wurde befürchtet.
    Es ging ihr soweit ganz gut, nur das Abhusten welches seit der Stentsetzung extrem ist, zerrt an der körperlichen Konsistenz.
    Am 08.06.2016 kam es zu einem Verschluss des Stents, was ihr fast das Leben gekostet hätte.
    Am 10.06.2016 Entlassung nach Hause und Vorstellung im Brustkrebszentrum.
    Dort gab es wieder viele Termine für Untersuchungen.

    Am 13.06.2016 wieder akute Luftnot- Notambulanz der Uniklinik - kein Arzt da der Bronchoskopieren kann/ darf - nach 5 stündigem Aufenthalt ohne wirklicher Hilfe Verlegung in eine andere Lungenklinik.
    Dort war sie aber gut aufgehoben.

    So nun heute Termin im Brustkrebszentrum einer Uniklinik, die wir ja nun schon von früher kennen.

    Das Arztgespräch verlief ganz schön komisch...
    Eine Bestrahlung des Oberarmes sollte erfolgen, 1x1 Letrozol und irgendwas mit Taxol
    Nach dem ich dem Arzt vom Luftröhrenstent und dem Adenokarzinom erzählte war auf einmal die Bestrahlung hinfällig und im Vordergrund stand nun auf einmal die Lunge (nebenbei las er dann auch erst einmal die Entlassungsbefunde)... Lungenmetastasen sind gewachsen.
    Dann fragte er meine Mutti ob sie eine Chemo machen wolle. Sie sagte natürlich ja - der Hoffnungsanker eben!!!
    Ich konnte keine Fragen stellen, da erst meine Mutti im Fokus stand.
    Als ich dann fragte, wenn jetzt nur Chemo gemacht wird, was wird aus den Knochenmetastasen(Schlüsselbein, Rippe, Steißbein, Handgelenk)?werden die dann nur beobachtet? Antwort: ja
    Dann wurden wir auch schon höflichst verabschiedet.

    Ich fühl mich total komisch, keine Fragen wurden mir beantwortet - ich denke über die Einholung einer Zweitmeinung nach.
    P.S. Meine Schwiegermutter ist voriges Jahr innerhalb von 4 Monaten an einem Lunkenkarzinom gestorben... Und ich weiß das es wahrscheinlich keine Heilung geben wird, aber in dem schlechten körperlichen Zustand meiner Mutti, möchte ich sie nicht noch mehr Belastungen aussetzen, die sie dann schneller von uns gehen lässt!!!

    Morgen ruft die Schwester an für Termin in der onkologischen Ambulanz für eine Portsetzung.

    Diagnosen:
    Mammakarzinom rechts ED 2001,
    pT2 N0(0/20) G3 M0, Hormonrezeptorstatus positiv, Her2neu-Rezeptor negativ
    Histologie: gut differenziertes z.T. mittelgradig differenziertes Karzinom
    Tumorexstirpation 20.08.2001 sowie Axilladissektion rechts am 21.08.2001
    Anamnestisch adjuvante Chemo- und Strahlentherapie sowie Hormontherapie
    03/2004 lokalrezidiv des Mammakarzinoms
    Ablatio Mammae rechts
    05/2016 Mediastinale und hiläre Lymphknotenmetastasen und intratrachealer Tumoreinbruch sowie subtotaler Tracheostenose sowie pulmonale und multiple Knochenmetastasen eines Mammakarzinoms mit pathologischer Humerusfraktur rechts
    15.05.16 Implantation eines Bifurkationsstents
    Nachweis von Pseudomonas aeruginosa im Bronchialsekret

    Histologie PE Trachea:
    Ausgedehnte Proliferate eines Adenokarzinoms,
    TTF1 negativ, P63 negativ, positive Reaktion mit CK8/18 sowie hoch positiver Befund für Östrogenrezeptor(90%der Tumorzellen)

    Hinweis auf intratracheale Metastase durch bekanntes MaCa bei positivem Östrogenrezeptor, Progesteronrezeptor negativ, CD56 negativ, TTF1 negativ, P63 negativ

    Histologie gesichert; pulmonale samt endobronchiale Metastasierung bei Mammakarzinom

    Befunde für die Knochenmetastasen hab ich leider nicht vorliegen, scheint aber wohl nicht relevant zu sein nach dem Arztbesuch heute ;-( ...

    Nun gut falls Jemand die Muse hatte und meinen Roman hier gelesen hat ...
    DANKE DANKE DANKE
    ... Für jegliche Art von Infos und Tipps bin ich sehr sehr sehr dankbar ...

    Liebe Grüße Lilli

  • Re: Der Krebs hat uns wieder eingeholt

    Meinerseits ein klarer Grund eine sofortige Chemotherapie gegen den Brustkrebs einzuleiten. Begleitend oder später kann man sich um die Probleme am Knochen kümmern, der entscheidnde Faktor jedoch ist die Lunge.
    Daß Sie von Fach zu Fach geschickt werden ist traurig. Offenbar kümmert man sich dort nur um eine einzelne Tumorart. Das ist der Grund warum es für Krebserkrankungen das Fachgebiet Onkologie gibt.

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