• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Leukoaraiose mit 27?

Einklappen

X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Leukoaraiose mit 27?

    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,

    leider gibt es hier kein Neurologie-Forum, sodass ich mich nun hoffnungsvoll an Sie wende. Ein Krebsarzt, bzw ein Hämatoonkologe hat meist ein breit gefächerteres medizinischen Fachwissen, als ein "normaler" Arzt.

    Folgendes:

    In meinem MRT-Bericht vom Schädel geht hervor, dass ich eine ausgeprägte Leukoaraiose habe. Soweit ich richtig recherchiert habe, kommt das bei unter 35-Jährigen so gut wie nie vor. Bei einem solchen Befund seien Ärzte dazu angehalten, den Gründen auf die Spur zu gehen (aufgrund der vorangegangenen Begründung). Das hat man bisher leider nicht getan.

    Ich beobachte vermehrt, dass ich teilweise stark vergesslich bin, zum Beispiel Dinge verlege (Schlüssel), von denen ich nach zwei Minuten nicht mehr weiß, wo ich sie hingelegt habe. Auch an Absprachen kann ich mich nach kürzester Zeit kaum erinnern. Das führt natürlich oft zu Problemen/Diskussionen.

    Nun habe ich seit 2 Wochen durchgehend (nur nachts nicht) linksseitige Kopfschmerzen im Bereich der Schläfe, die bis hinter das linke Auge ziehen und manchmal auch in den Nacken. Auch bei Palpation des Augenbrauenknochens oder der Schläfe schmerzt es ungemein.

    Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich gerade links starke Probleme mit meinem Kiefer habe (Knacken ohne Ende!, Gefühl des Ausgeleiertseins).

    Wie deuten Sie das? Ich bin übrigens männlich und sehr sportlich.

    Freundliche Grüße

  • Re: Leukoaraiose mit 27?

    Sie haben Recht, das hat nichts mit Krebs zu tun und gehört ins Fachgebiet der Neurologie, vielleicht aber besser gesagt in den Bereich der Radiologie. Sofern ich das beurteile gibt es unter diesen Kollegen völlige Uneinigkeit darüber ob dieser Befund überhaupt "mehr" ist als eine BEschreibung des Bildes und evtl. überhaupt keine Diagnose darstellt. Ob und wie viel eine Leukoaraiosis über die Leistungsfähigkeit eines Menschen aussagt, ist unklar. Es handelt sich um einen Kernspinbefund, dessen Bedeutung nur zum Teil verstanden wird und der nicht immer parallel zu Symptomen geht. Insofern würde ich dem deutlich weniger Bedeutung zumessen als einer vernünftigen neurologischen Untersuchung.

    Kommentar


    • Re: Leukoaraiose mit 27?

      Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort; Herr Dr. Hennesser. :-)

      Ich habe nun den groben Verdacht, dass ich eine Sehnervenentzündung habe. Entweder verursacht durch einen wurzelbehandelten Zahn (zum gleichen Zeitpunkt fingen die Kopfschmerzen an, ist mir im Nachhinein aufgefallen) oder die Neurologen aus der Notaufnahme gestern liegen richtig mit der Annahme, es könnte MS sein. - Was ich 1. nicht glaube und 2. nicht hoffe. Jedenfalls kommt der Schmerz ganz klar vom Auge (gerade beim Nachlinksgucken schmerzt der Augapfel sehr).

      Morgen habe ich einen Termin beim niedergelassenen Neurologen. Gerne berichte ich dann noch mal.

      Freundliche Grüße

      Kommentar


      • Re: Leukoaraiose mit 27?

        Den Neurologen zu konsultieren ist sicherlich sinnvoll!

        Kommentar