• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Lungenkrebs?

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Lungenkrebs?

    Sehr geehrter Herr Professor,

    ich hatte hier schon vor einigen Monaten eine Frage gestellt. Nun, da meine gesundheitlichen Beschwerden nicht nachlassen, möchte ich gerne noch mal um Ihren Rat bitten.

    Alles mal in kurzen Stichpunkten:

    37 Jahre, starker Raucher
    Husten seit Jahren, öfters mit Auswurf
    vor einem Jahr blutdurchzogener Auswurf
    2 schlimme Atemnotsanfälle in der Nacht
    seit Oktober vorigen Jahres immer einen metallischen Geschmack im Mund, ich habe die Spucke immer auf einen Finger genommen und nie Blut gesehen
    seit kurzem untersuche ich den Speichel (wenn es metallisch schmeckt) auf einem Taschentuch, dort befinden sich ofmals bräunlich, gelbliche Punkte
    Gewichtsabnahme um vier Kilo auf 97 kg
    seit langer Zeit immer sehr müde, gehe oftmals schon um 6 oder sieben ins Bett und schlafe bis zum nächsten morgen
    seit Februar mehrmals frisches Blut im Mund, manchmal sehe ich es morgens einfach an der Kaffeetase kleben
    ich weißt nicht, ob es das frische Blut bzw. die braunen Punkte vom Husten kamen, sie waren einfach da.

    Was wurde gemacht:

    vor einem Jahr CT ohne Befund
    fünfmaliges Lungenröntgen (letzte vorige Woche) ohne Befund
    Lungenfunktionstest
    Arztwechsel, Blutentnahme (meine Leukocyten, MPV, CRP, Leberwerte und CK sind leicht erhöht)
    Sputumuntersuchung, Ergebnis kommt noch
    Medikament Symbirot verordnet


    Vorstellung HNO Arzt

    er meint es sieht aus wie ein Pilz, Abstrich, Ergebnis noch offen

    Vorstellung Zahnarzt

    Zahnfleisch etwas entzündet, Reinigung der Zahntaschen soll bald folgen, Mundspülungen mit Myree-Tinktur

    Überweisung Facharzt Innere wegen der Müdigkeit

    Nach fünfminütigen Gespräch ohne Untersuchung meinte er, dass er nicht für mich tun könne und ich gesund sei, erhöte Leberwerte sicher durch Medikmenteneinahme (ich nehme dauerhaft Risperdal und Ofiril)

    Meine Verwandten meinten ich solle mir nichts einbilden, werden die Zähne sein oder so. Ich bin psychisch krank und kann durch diese momentane Belastungen kaum noch arbeiten.

    Was würde Sie mir raten? Kann es Krebs sein, z.B. Lungenkrebs?
    Es ist doch nicht normal (Metallischer Geschmack, Braun-Gelbe Punke im Speichel) Was sind diese Punkte? Dann seit kurzem frisches Blut! Auf der anderen Seite waren meine bisherigen Untersucherungen in Ordnung. Ich habe schon oft gehört das Blutungen ohne Grund z.B. aus dem Darm oder im Auswurf als Notfall gelten. Mein Arzt will mich nicht noch einmal einem CT aussetzen wegen der hohen Strahlenbelastung!? Man sagt ja je eher man den Krebs findet umso besser die Heilungschancen ...

    Danke für eine Antwort schon im Vorraus.

  • Re: Lungenkrebs?


    Bitte versuchen Sie mir zu helfen bzw. einen Tipp zu geben. Was können die braunen Bestandteile (hatte sie heute wieder im Speichel, meist habe ich sie vormittags oder mittags drin, merke es durch den geschmack) sein. Kann es sein dass, mir läuft manchmal während des Schlafens Magesnsäure hoch, es altes Essen oder ähnliches ist? ich werde noch verrückt. Kann man Lungenkrebs nach mehrmaligen Röntgen und CT ausschließen?

    Kommentar


    • Re: Lungenkrebs?


      Die von Ihnen geschilderten Beschwerden sind vermutlich zum großen Teil durch das (starke) Rauschen verursacht: Husten, Auswurf, Atemnot, ev. auch mal Blutbeimengungen, entsprechend einer chronischen Bronchitis. Andere Beschwerden wie Müdigkeit, ev. metallischer Geschmack, sind am ehesten medikamentös bedingt (s. Ihre Medikamente). Alte Blutbestandteile können die bräunlichen Bestandteile erklären (bei ev. hämorrhagischer Entzündung).
      Es gibt jetzt in Ihrem Alter keinen direkten Anhalt für eine beginnende Krebserkrankung in der Lunge. Das wäre ein Grund mehr, mit dem Rauchen aufzuhören. Noch ist es nicht zu spät. Wenn der Krebs erst einmal da ist (ab 50 Jahren und später), dann brauchen Sie nicht mehr aufzuhören. Außerdem sind jetzt schon schädliche Einwirkungen i.S. der chronischen Bronchitis erkennbar.
      Also mein Rat: mit Rauchen aufhören, Medikamente überprüfen (z.B. ob sie nötig sind, aber da weiß ich zu wenig über Sie), vielleicht auch sonst noch ein wenig den Lebenswandel überdenken.

      Kommentar


      • Re: Lungenkrebs?


        Wenn auch ein bisschen spät ... Vielen Dank für die Beantwortung.

        Erlauben Sie bitte mir noch eine Frage.

        Ich kontrolliere jetzt sehr oft meinen Speichel, wegen dem Geschmack. Die bränlichen Gewebeteilchen sind sehr oft da. Am Morgen gleich nach dem Aufstehen spucke ich auf ein Taschentuch und dann sieht öfter rötlich aus. Ständig komischer Geschmack im Mund. Ct der Nasebnebenhöhlen brachte eine chronische Sinusitis. Jetzt Nasenspray. Meine Sputumuntersunchung brachte kein Ergebnis, weil es scheinbar nicht aus dem Bronchien kam. Eine Brochoskopie wurde angeordnet, weil der Arzt meint es kommt von den Bronchien. Nun dauert es noch eich bisschen zum Termin. Es macht mich fertig diese Ungewissheit.

        Sagen Sie, gibt es auch harmlose Erkankungen der Lunge, die sich in Blutauswurf bzw. bräunliche Gewebeteilchen äußern? Mein Arzt sagte mir ich habe keine COPD, Lungenfunktionstest normal.

        Kommentar



        • Re: Lungenkrebs?


          Sputum kommt aus dem Rachen, Auswurf aus dem Bronchialtrakt. Wenn ich richtig verstehe, wird eher an ein Geschehen in den Bronchien gedacht (daher eine Bronchoskopie). Sie haben vielleicht keine COPD mit Einschränkung der Lungenfunktion. Trotzdem kann die Schleimhaut entzündet sein aufgrund der starken Exposition mit dem Inhalat vom Rauchen. Die entzündete Schleimhaut kann leicht etwas bluten – das sind meist nur Tropfen, die dann auch gerinnen können. Letzteres würde die bräunliche Farbe erklären. Das wäre die mit Abstand harmloseste Erklärung für die Beschwerden. Natürlich wäre das ein Grund, die toxischen Einwirkungen auf die Schleimhäute mindestens zu reduzieren.

          Kommentar


          • Re: Lungenkrebs?


            .Folgende niederschmetternde Diagnose bekam ich nach der Bronchoskospie.

            Brochoskopiebefund: in Ordnung. Ich lasse es mal alles aufzuschreiben.

            Folgender zystologischer Befund:

            Der re. Lungenflügel wurde angespült zur Gewinnung von Bochialsekret für die zytologische und bakterielle Untersuchung.

            Sehr makrophagenreiches hämorrhagisches Sekret mit wenigen atypischen Zellen die einen vagen Karzinomverdacht begründen.

            Können Sie mir bitte das alles genauer erklären? es ging alles so schnell beim Arzt.

            Er meinte das Krankenhaus das die Brochoskopie macht würde einen schlechten Zytologen haben. Er hätte das gerne von jemanden anderen beurteilen lassen, jemanden in Hannover das Labor wäre bestens. er war am überlegen, ob er mich nochmals zur Brochoskopie ins ein anderes Krankenaus überweist. (nach Diekholzen)
            Nun habe ich erstmal eine neue Überweisung zum CT. Es muss im Auge behalten und lange gesucht werden so der Arzt.

            Kann es sein, dass es auch Fehlbefunde gibt und das das Bluten (manchmal ein bisschen rot und oftmals aber braun) eine harmlos Ursache hat. Ist nicht Bluten Krebs im Endstatium. Kann man auch alt werden mit einen behandelten Lungenkrebs? Was sagt der Befund genau aus?

            Bitte helfen Sie mir. Ich lebe schon Monate mit der Anspannung und Angst.

            Kommentar


            • Re: Lungenkrebs?


              Wie es bei einer entzündeten Schleimhaut zu (kleineren) Blutabgängen kommen kann, hatte ich schon mehrfach erläutert. Diese Sichtweise wird durch den zytologischen Befund unterstützt (hämorrhagisch: mit Blutabgängen, makrophagenreich: entzündet). Die atypischen Zellen können auch im Rahmen von Entzündungen auftreten. Es sind dann am ehesten veränderte Schleimhautzellen. Natürlich ist das kein Krebs im Endstadium - den hätte man schon längst entdeckt. Es sind vielmehr die ersten Anfänge der zunehmenden Schleimhautalterationen durch das Rauchen, die schließlich bei Ihnen ziemlich sicher irgendwann zum Krebs führen, wenn es so weiter geht. Noch liegt keine Krebserkrankung vor. Es ist also noch nicht zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören.

              Kommentar



              • Re: Lungenkrebs?


                So jetzt melde ich mich zum letzen Mal ;-)

                Erst einmal Danke wegen der Beantwortung.

                Ich war zum CT in einer anderen Radiologie die ein anderes Gerät genutzt hat und keine Bilder von mir zum Vergleich hatte. Der Arzt sagte es wurde kein Tumor gefunden. Trotz alle dem steht im Befund: Zwei punktfömige Verdichtungen (rechter Oberlappen und links interlobiumständig) - vermutlich kleine granulamatöse Veränderungen
                Beide sind winzig 1 und 1,5 mm
                Die Radilogin und der Lungenfacharzt meinten solche Herde würden oft vorkommen.
                Ansonsten ist alles in Ordnung.
                Was mich verwundert, dass im CT vor 13 Monaten nichts stand. Und wie immer habe ich vergessen, den Arzt zu sagen / fragen das es beim letzten mal im CT nicht vorkam. Auf meine Frage, ob man jetzt Krebs ausschließen kann, hat er ein bisschen schwamig geantortet. Es will jetzt, dass ich das suspekte Sekret in ein Röhrchen auffange und von einem Spezialisten kontrollieren lassen. Wenn dann nichts wäre wäre alles ok.

                Bitte Ihre Meinung, auch besonders zu den punktförmigen Verdichtungen. Sollte man von der Radilogin die alten und die neuen Bilder vergleichen lassen?

                Kommentar


                • Re: Lungenkrebs?


                  Die hier beschriebenen winzigen Verdichtungen von 1-2 mm sind so klein, dass sie nicht unbedingt im Befund erwähnt werden müssen. Es sind wahrscheinlich harmlose fibrotische Residuen. Wahrscheinlich waren diese Veränderungen auch schon im vorigen CT zu sehen. Das könnte man kontrollieren, wenn man den Bilddatensatz vom Vor-CT hätte. Eigentlich hätten Sie eine CD des CT bekommen müssen. Sie könnten versuchen, Bilder oder eine CD des früheren CT zu erhalten und dem Radiologen zum Vergleich vorlegen. Eigentlich müsste das gehen. Die Bilddaten oder zumindest Hardcopies müssen verfügbar sein, wenn sie nicht sogar dem Patienten mitgegeben wurden. Dann müssten Sie die Daten zu Hause haben.

                  Kommentar


                  • Re: Lungenkrebs?

                    Hallo Prof Wust! Habe auch mega Angst das ich Lungenkrebs habe! Meine Geschichte fing mitte Dezember 2014 an. Meine ganze Familie hatte Husten und ich dann natürlich auch. Bin auch Raucher. Der Husten war hartnäckig bestimmt 6 Wochen, er wurde auch weniger aber nie vollständig weg. Dann am 30.12 konnte ich plötzlich nicht mehr Essen 17 Tage lang. War beim Arzt. Sie haben Blut abgenommen, Lunge geröntgt und Magenspieglung gemacht aber alles ohne befund. Dann kam auch plötzlich am 13.01.15 Schlaflosigkeit dazu das bis jetut noch anhält. Habe jetzt eine Therapie beim psychischologen angefangen, weil mein Arzt meinte das es mein Kopf ist. Habe Schilddrüsenunterfunktion und bekomme Opipramol. Jetzt kommt das was mir richtig Angst macht. Ich huste morgens und hab dann ein Blut geschmack im Mund. Ist es Lungenkrebs??? Habe am 18.02 einen Termin bei einem Lungen Facharzt aber habe totale angst dahin zu gehen. Bin 29 Jahre und habe einen kleinen Sohn. Er braucht mich doch :-(. Ich bitte um hilfe. Vielen Dank

                    Kommentar



                    • Re: Lungenkrebs?

                      Liebes Expertenteam,

                      aufgrund anhaltender Beschwerden (Atemnot, chronische Verschleimung- manchmal
                      mit Blutspuren, kaum Husten- ständig Räuspern) wurden allein im Jahr 2018 6
                      Röntgenaufnahmen (unauffällig), Februar 18 1 CT (2mm nodulus, keine weitere
                      CT nach Fleischer), Juni 18 1 Bronchoskopie (makroskopisch Zeichen einer
                      entzündlichen Infiltration, dennoch keine Gewebeentnahme,
                      Bronchialschleimhaut gerötet) 1 Ergospirometrie (COPD Ausschluss) und
                      mindestens 6 Lufutests (FEV1, VC immer über 100%, DLCO-SB und VA über 95%,
                      MEF25 70%, RV 170%, RV-SB 78%, TLC 110%) durchgeführt. NO Messung Februar
                      2017 92ppm, August 18 21ppm. Verbesserung Atemnot aufgrund Medikation Spiriva
                      18, Foster 200, keine Verbesserung Verschleimung. Bin leider auch Allergiker
                      und habe Reflux sowie Hashimoto. Habe fürchterlich Angst vor Lungenkrebs, da
                      15 Packungsjahre, bin männlich und 38 J. Rauche seit 4 Jahren nicht mehr.
                      Warum hat man Ihrer Meinung nach bei der Bronchoskopie keine Gewebeproben
                      entnommen? Kann man L.krebs übersehen? HNO schließt post-nasal-syndrom aus
                      (Röntgen NNH).

                      Kommentar