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Pancoast Tumor

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  • Pancoast Tumor

    Sehr geehrter Professor Wust,

    welche Art von Schmerzen treten beim Pancoast Tumor auf?
    Sind diese Schmerzen dauerhaft oder können sie auch mal weg sein?

    MfG
    Uwe P

  • Re: Pancoast Tumor


    Ein Pancoast-Tumor entsteht in der Lungenspitze und infiltriert typischerweise in die oberen Rippen und die assoziierten Brustwirbelkörper (BWK). Dabei werden die Nervenwurzeln der oberen BWK und die abgehenden Nerven bedrängt. Daraus ergeben sich die Beschwerden: Schmerzen in der Schulter, die in den Arm ausstrahlen. Diese Schmerzen können sehr heftig sein und sind i.d.R. dauerhaft. Sie nehmen mit der Zeit (innerhalb von Wochen) immer weiter zu und sind schließlich kaum noch beherrschbar (auch nicht mit stärksten Analgetika).

    Kommentar


    • Re: Pancoast Tumor

      Sehr geehrter Herr Prof. Wust,


      ich leide seit nunmehr ca. 7 Monaten unter Schmerzen in der rechten Schulter die sich bis in den Arm ziehen.
      Den Schmerz würde ich als dumpf und ziehend beschreiben.

      Darüber hinaus kommt es immer wieder vor das der Rippenbereich unter der rechten Achsel schmerzt.

      Vorab sei erwähnt das ich seit meiner Kindheit an einer ausgeprägten Skoliose sowie Morbus Scheuermann leide.

      Ich wurde durch meinen Orthopäden zum MRT für den Übergang BWS / HWS überwiesen.

      Auch ein MRT der BWS durchgeführt. Beide Untersuchungen ergaben keine Hinweise für den Grund der Schmerzen.
      Keine neuroforaminären Einengungen, verstärkte Kyphosierung

      Des Weiteren wurde ein EMG und ENG durch einen Neurologen erstellt. Auch hier war der Befund nicht hinweisgebend.
      Letztendlich wurde im Dezember ein CT der Lunge gemacht sowie im Mai diesen Jahres eine Röntgenaufnahme der Lunge auf
      zwei Ebenen. Beide Untersuchungen waren ohne negativen Befund.

      Somit gehe ich davon aus, dass PanCoast-Tumor gesichert ausgeschlossen werden kann, oder ?

      Beim Röntgen der rechten Schulter hat man festgestellt, dass der Zwischenraum im Bereich zwischen Schulterdach und
      Oberarmkopf grenzwertig ist ( < 10 mm )

      Da die Missempfindungen und Schmerzen nicht nachliesen, hat mir mein Orthopäde Gabapetin 100 mg 3 x 2 Kapseln
      täglich verordnet, welches ich jetzt seit ca. 4 Wochen einnehme. Eine wesentliche Verbesserung konnte ich jedoch nicht
      verzeichnen . Massagen und Wärmebehandlungen haben leider auch nicht den nachhaltig gewünschten Erfolg

      Da im Juli letzten Jahres eine mir sehr nahe stehendes Familienmitglied verstorben ist was mich emotional sehr schwer
      mitgenommen hat nimmt, mein Hausarzt nunmehr an, dass die Schmerzen psychosomatischer Natur sind.

      Können Schmerzen dieser Art über diesen langen Zeitraum psychosomatisch sein ?
      Könnte es sein das die Beschwerden aus der Skoliose sowie Morbus Scheuermann herrühren ?

      Bei einer Magenspeigelung hat man eine große axialle Zwerchfellhernie ( > 4 ,5 cm ) festgestellt.
      Kann das in irgendeinen mit der Reizung der Rippen in Zusammenhang stehen ?

      Für Ihre Bemühungen an dieser Stelle meinen herzlichen Dank


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      • Re: Pancoast Tumor

        Guten Tag, Ich habe ca. Seit 2 Monaten leichte Schmerzen im oberarm/schulter. Es tut weh, wenn ich den arm Strecke oder mich darauf abstürze es sind keine schmerzen, die total schrecklich u nicht auszuhalten sind. Manchmal spüre ich sie gar nicht. Nachts tut nichts weh nur morgens wenn ich aufstehe u mich draufstütze. Ich War beim arzt er hat ein paar Tests gemacht u hat mir ibuprofen 600 verschrieben. Diese nehme ich seit über einer Woche u nichts tut sich. Habe eine Überweisung zum Orthopäden aber das dauert ewig wegen einem termin. Da i h komische schlafgewohnheiten habe schläft meine Hand manchmal nachts ein weil ich drauf liege. Gestern habe ich im Internet nachgelesen, dass die schmerzen auch von dem pancoast tumor kommen können u da ich rauche 32 Jahre alt bin hab ich total Angst. Sind die schmerzen bei diesem.tumor denn doll oder genauso wie ich es beschreibe? Ich habe solche Angst das ich an nichts mehr anderes denken kann... seit gestern ist es etwas schlimmer ich War ne Stunde schwimmen kann es davon kommen? Probleme mit dem rücken hab ich schon ewig u wollte jetzt mit walken schwimmen u Gymnastik anfangen.... Bitte helfen Sie mir ich habe so angst.

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        • Re: Pancoast Tumor

          Sehr geehrter Hr. Prof. Wust, Können Sie mich bitte aufklären?

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          • Re: Pancoast Tumor

            Die von Ihnen beschriebenen Beschwerden sind gerade nicht charakteristisch für einen Pancoast-Tumor, da sie wechselhaft und in der Nacht nicht vorhanden sind (s. obigen Beitrag zur weiteren Erläuterung). Obwohl Sie Raucher sind, ist Ihr Alter außerdem zu jung für ein Bronchus-Karzinom (es ist also noch nicht zu spät zum Aufhören). Die Schmerzen können vom Schultergelenk (bzw. Umgebung des Gelenkes) oder der HWS kommen. Das sollte der Orthopäde klären (aus der Ferne wird man das nicht klären können). Ein Tumor ist unwahrscheinlich.
            Etwas Wartezeit für den Orthopäden muss man in Kauf nehmen. Sonst rufen Sie in anderen Praxen an, ob Sie einen früheren Termin bekommen.

            Kommentar


            • Re: Pancoast Tumor

              Vielen Danke für Ihre Antwort. Der Schmerz ist wo gut wie nie da nur wenn ich Nachts mal darauf liege mit dem ganzen Gewicht oder wie gesagt einen Stuhl ranschiebe etwas schweres hebe über dem Kopf etwas mache oder den Arm zu weit dehne. Hab es manchmal sogar beidseitig. Aber wie gesagt große Schmerzen sind das nicht. Am Dienstag habe ich einen Termin beim Orthopäden. Ich bin sehr gespannt. Vielen Dank für Ihre Antwort. MfG

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              • Re: Pancoast Tumor

                Guten Tag Herr Prof. Wust,

                mich würde interessieren, ob es Anzeichen der Früherkennung gibt an denen man sich orientieren kann. In dem Moment, wo alle beschriebenen Symptome auftreten und der Schmerz mittlerweile stetig ist, ist es eigentlich schon zu spät, wenn dann doch mal ein Arzt genauer hinschaut. Je eher es erkannt wird, desto besser ist es.
                Die Frage stelle ich natürlich aus Selbstinteresse.

                Seit 4 Wochen schmerzt bei mir der Brachialis Plexus mehr und mehr (also nicht direkt die Schulter, sondern eher davor). Hauptsächlich beim Sitzen, selten beim liegen und Schlafen. Der Schmerz wird nicht durch Armbewegungen beeinflusst. Bis in die Schulter und dem Arm strahlt es beim Sitzen nur manchmal aus. Am unangenehmsten ist Stehen mit hängenden Schultern. Dabei zieht der Schmerz vom B.P. über Schulter und Arm bis in den Daumen und Zeigefinger, welches ein starkes Kribbeln auslöst. Das Kribbeln habe ich erst seit einer Woche und es ist Bewegungs- und SchmerzUNabhängig.
                Hab dann mal bisschen im I-Net recherhiert und bin darauf gestossen "http://www.egms.de/static/de/meetings/dgch2006/06dgch449.shtml" Nun hab ich eigentlich (noch?) keine direkten Schulterschmerzen, aber könnten meine Beschwerden einem Vorstadium entsprechen? Vor 5 Tagen war ich dann doch mal beim Hausarzt, weil ich nicht mehr von einer Zerrung etc. ausgegangen bin. Hab auch direkt mal nach Pancoast gefragt. Da ich weder Raucher bin und auch erst 34 und die Symptome noch nicht vollends darauf passen, hat er es sofort ausgeschlossen. Hat mir aber eine Überweisung zu einem Orthopäden, der gleichzeitig Chiropraktiker ist, gegeben. Der hat mich nix gefragt, sondern nur die ganze Wirbelsäule von oben bis unten knacken lassen und die Schmerzen am B.P. als Muskelverkürzung decklariert, welche ich jetzt dehnen solle.
                Zu erwähnen wäre diesbezüglich, dass ich 1-2x die Woche noch dem Handballsport nachgehe und dabei auch intensiv gedehnt wird und gerade die Brustmuskulatur hoch beansprucht wird, also wieso sollte sich dann quasi von heute auf morgen eine Verkürzung einstellen? Beim Sport verschwinden die Schmerzen trotz Adrenalin im Körper nicht immer. Seit 3 Wochen nehme ich wegen eines anderen Leidens im Lendenwirbelbereich (also völlig unabhängig von diesem hier beschriebenen Schmerz) Vimovo 500mg/20mg (1/0/1) und Ortoton (0/0/2) ein. Obwohl das Muskelentspanner und Entzündungshemmer sind, hat sich mein Schmerz des B.P. verschlimmer, was mir nicht ganz logisch erscheint.

                Hab noch in "Siegenthalers Differenzialdiagnose: innere Krankheiten - vom Symptom zur Diagnose" (Siegenthaler & Aeschlimann, 2005) gelesen, dass Probleme beim B.P. auch durch das C8/Th1-Läsion kommen können und dass ein Pancoast-Tumor auch per MRT erkennbar wäre. Wäre es dann nicht sinnvoll ein MRT der HWS zu machen. Dabei würde man die Strahlenbelastung eines CT völlig umgehen, könnte außerdem sehen, ob an der HWS irgendetwas zu sehen ist (Bandscheiben, Halsrippe) und gleichzeitig, ob vielleicht irgendwo Gewebe wuchert, was da nicht hingehört?

                Nun letzendlich die Frage, ob ich noch einen weiteren Arzt befragen solle oder erstmal abwarten, bis sich die Symptome weiterentwickeln oder vielleicht doch irgendwann in Luft auflösen?

                Danke für Ihre Antwort.

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                • Re: Pancoast Tumor

                  Nun, Sie gehen den Weg vom Symptom gezielt zu der einen Diagnose die Ihnen die -verständlicherweise- größte Sorge bereitet. Das Problem ist immer daß man damit die 99% anderweitigen möglichen Ursachen außer Acht läßt. Die Diagnose eines Pancoast-Tumors ist in Ihrem Alter dermaßen unwahrscheinlich daß ich befürchte daß Ihnen mit dem Ausschluß eines solchen Tumors nicht geholfen ist, oft wird dann weiter gesucht und die Angst verstärkt sich noch mehr. Kein Buch kann die persönliche Untersuchung und Diagnose eines Arztes vor Ort ersetzen, insofern sollten Sie ein wenig beruhigt sein. Ein MRT der Wirbelsäule würde auch nicht ausreichen um einen Lungentumor auszuschließen, da kämen Sie um ein Röntgen oder CT nicht herum. Wobei ich die Idee einer Darstellung der Bandscheiben C8/Th1 für keineswegs abwegig halte!

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                  • Re: Pancoast Tumor

                    Hallo alle zusammen !
                    Herr Dr. Hennesser , sie sind doch Experte ! Eine Frage bitte ! Wie können Sie in der heutigen Zeit , nur an Hand des Alters , behaupten , daß man nicht an Pancoast erkrankt seien kann ? Da man dafür doch noch zu jung sei . Und was hat Pancoast zwangsläufig mit rauchen zu tuen ? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
                    Mit freundlichen Grüßen
                    Lariat

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                    • Re: Pancoast Tumor

                      Hallo alle zusammen !
                      Herr Dr. Wust , eine Frage bitte ! Wie können Sie in der heutigen Zeit , nur an Hand des Alters , behaupten , daß man nicht an Pancoast erkrankt seien kann ? Da man dafür doch noch zu jung sei . Und was hat Pancoast zwangsläufig mit rauchen zu tuen ? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
                      Mit freundlichen Grüßen
                      Lariat

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                      • Re: Pancoast Tumor

                        Hab ich das behauptet? Eher habe ich geschrieben daß es extrem unwahrscheinlich ist, was der täglichen Erfahrung auch in vollem Umfang entspricht.

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                        • Re: Pancoast Tumor

                          Unglaublich was sich hier so tummelt....Menschen die bereits mit ihrem ersten Beitrag provozieren möchten sind in einem ansonsten für Krebspatienten hilfreichen Thread wirklich fehl am Platze.Und Oberflächlichkeiten wie die Tatsache, dass Prof.Wust hier längst nicht mehr aktiv ist, sagen auch Vieles aus ...traurig wenn man sich gegen solche Abstrusitäten überhaupt rechtfertigen muß.Schade um den nützlichen Thread.Hier ist nicht der Tummelplatz für gelangweilte und gefrustete Leute",bitte berücksichtigen Sie das bevor Sie hier wieder solch unsinnige Ergüsse entladen!LG J.

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