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Nochmal BSDK Frage an Prof. Wust

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  • Nochmal BSDK Frage an Prof. Wust

    Werter Herr Professor,erst einmal vielen Dank für Ihre letzte Einschätzung. Mein Vater hatte heute noch einmal einen Gesprächstermin bei seinem Onkologen. Er teilte ihm mit, das er diesen erwähnten Weichteilknoten im kleinen Becken doch in der nächsten Tumorkonferenz vorstellen möchte. Er sagte ihm heute, dass er diesen nicht richtig einordnen kann. Es könnte alles sein oder auch nichts. Evtl. sollte man ihn punktieren lassen.
    Der Knoten ist am 23.10. entdeckt worden und seitdem ( letztes CT am 6.12. ) unverändert. Also nicht gewachsen. Spricht das nicht gegen einen Tumor oder eine Metastase? Mein Vater ist jetzt wieder sehr verunsichert, weil er nun Angst hat, dass es doch ein Rezidiv ist, obwohl der Restbefund ( bis auf den TM ) dagegen spricht. Danke im Voraus für Ihre Meinung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Evelyn


  • Re: Nochmal BSDK Frage an Prof. Wust


    Der zeitlich konstante CT-Verlauf (allerdings recht kurzfristig < 6 Wochen) und der nicht sehr hohe Tumormarker (ca. 70 U/ml, bis 40 wäre noch normal) sprechen gegen einen schnellen Progress. Von einem im CT sichtbaren makroskopischen Tumor würde man einen stärkeren Anstieg erwarten. Allerdings kann man damit nichts ausschließen. M.E. sollte man den weiteren Verlauf abwarten (CT, Tm-Marker). Was hat man von einer Punktion? Wenn Sie negativ ist, kann man trotzdem daneben liegen. Wenn sie positiv ist, weiß man etwas früher, was sich auch aus dem zeitlichen Verlauf ergeben würde.
    Eine weitere Möglichkeit wäre eine PET-Untersuchung mit FDG (allerdings ist das kein Standard). Damit müsste eine Anreicherung in diesem Knoten nachweisbar sein. Das ist weniger belastend als eine Punktion. Falls wirklich ein umschriebenes Rezidiv an der fraglichen Stelle vorliegt (also keine weiteren Anreicherungen gefunden werden), wäre dann eine stereotaktische Bestrahlung zu diskutieren (das wäre unsere, allerdings sicher nicht allgemein übliche Vorgehensweise).

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