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BSDK-Bitte an Prof. Wust

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  • BSDK-Bitte an Prof. Wust

    Werter Herr Professor,
    am 07.12. hatte mein Vater nach erfolgtem CT nun Befundbesprechung. Der Verdacht auf eine beginnende Peritonealkarzinose hat sich , GOTT SEI DANK, nicht bestätigt. Darüber sind wir alle sehr froh. Die Aszitis ist weg und auch die auffälligen Lymphknoten sind nicht mehr sichtbar. Der erwähnte Weichteilknoten ist unverändert, was ja gegen eine Metastase oder einen neuen Tumor spricht. Alle Blutwerte( auch Entzündungswerte ) waren in Ordnung. Nur der CA 19-9 ist auf 69 gestiegen. Das ist der einzige Wehrmutstropfen. Der Onkologe sagte zwar, dass das CT ausschlaggebend ist und der Bauchbereich sei " sauber ". Er ordnete eine Verlaufskontrolle aller 6 Wochen an und ein neues CT im Rahmen der Vorsorge im März 2013.
    Meine Frage nun :
    Kann der erhöhte CA 19-9 Wert auf ein Rezidiv, welches nur noch nicht sichtbar im CT ist, hinweisen? Papa war auch ziemlich erkältet. Er hat auch ab und zu ganz leichte Verdauungsprobleme ( kurz nach dem Essen ). Allerdings hat er die Dosierung des Kreons manchmal noch nicht richtig im Griff. Eine befreundete Ärztin meinte, dass sich dadurch die BSD leicht entzünden könnte und das dann vlt. Einfluss auf den Tumormaker hat. Der ist ja von 38 im Oktober auf 26 im November gesunken und jetzt halt auf 69 angestiegen.Könnte dies eine Erklärung für den Anstieg sein? Kann sich den im Magen-Darm-Trakt eine leichte Entzündung bilden,ohne das die Entzündungswerte im Blut ansteigen? Es ist ja noch keine extreme Erhöhung , aber ich bin sehr ängstlich. Ich will keine Panik machen, aber im Falle eines Falles auch keine Zeit verlieren. Ich weiß allerdings inzwischen auch, dass man sich von den Tumormarkern nicht so verückt machen lassen soll. Ist halt nicht immer leicht, dies umzusetzen.Ich warte gespannt auf Ihre Meinung.
    Mit freundlichen Grüßen Evelyn


  • Re: BSDK-Bitte an Prof. Wust


    Zur Zeit lassen sich aus den CA 19-9 Werten noch keine eindeutigen Schlüsse ziehen. Eine Fluktuation ist eher ein günstiges Zeichen, ein mehr oder weniger linearer Anstieg könnte einen Tumorprogrogress ankündigen. Für eine bessere Beurteilung müssen Sie den nächsten Wert abwarten.
    Sie wissen ja vermutlich, dass im Falle eines BSDK rein statistisch ein Rezidiv möglich ist. Insofern muss man auch eine solche Möglichkeit in Betracht ziehen. Ich empfehle dennoch, nicht zu sehr zu spekulieren, warum der Tumormarker einen bestimmten Wert hat. Es ist vielleicht auch nicht so günstig, zu viel über den Tumormarker nachzudenken. Ein erhöhter Tumormarker hat für sich betrachtet noch keinen Krankheitswert, er kündigt allenfalls etwas an.
    Es trifft auch nicht ganz zu, dass Sie etwas versäumen, wenn Sie den Tumormarker nicht genau beobachten. Allein aufgrund eines erhöhten Tumormarkers wird man i.d.R. keine Therapie durchführen. Man hat bisher darin keine Vorteile gefunden. Vielmehr würde man eine Rezidivtherapie möglichst spät beginnen, um sein „Pulver“ nicht zu schnell zu verschießen.
    Es ist zwar viel verlangt, aber besser wäre es, wenn Sie ein Bisschen gegensteuern könnten, was die Aufregung über den Tumormarker anbelangt.

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