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Eierstockkrebs

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  • Eierstockkrebs

    Guten Tag,

    bei meiner Mutti (75 Jahre) wurde letzte Woche Eierstockkrebs mit Befall des Darmes und des gesamten kleinen Beckens ( Peritonealkarzinose incl. Ascites) festgestellt (durch MRT, Laparoskopie und Lungenröntgen, Biopsiewerte stehen noch aus).

    Dazu kommen (seit längerem bekannt) eine Hypertonie; Diabetis mell. 2 und eine COPD (Lungenemphysem).

    Der behandelnde Arzt erklärte ihr, dass sie inoperabel sei (Alter, Lunge und Metastasenstreuung) man könne ev. eine Chemo probieren...

    Wir hoffen nun, dass in einem Krebszentrum (z.B. MEDAK Dresden) doch noch operiert werden kann...

    Meine Frage... können Sie mir eine Klinik oder einen Arzt empfehlen (wäre es sinnvoll, an Stelle von Dresden in die Charite zu kommen?)

    wie wahrscheinlich ist es, dass meine Mutter die OP nicht überlebt?

    wie lange hätte sie ohne OP noch zu leben?

    Mir ist absolut klar, dass dies eine Einzelfall"entscheidung" ist, aber gibt es irgendeinen Rat, Hinweis, eine Wahrscheinlichkeit was Sie mir geben könnten?

    Im Moment geht sie davon aus, dass sie ohne eine OP noch max.! 2 Monate zu leben hat...

    Ich bedanke mich für Ihre Antwort

  • Re: Eierstockkrebs


    Bei einer Peritonealkarzinose ist die Operation sicher ein Problem. Allerdings kann es sinnvoll sein, die Tumoren soweit als möglich operativ zu entfernen, bevor die Chemotherapie eingeleitet wird. Das verbessert die Prognose. Aber auch die Standard-Chemotherapie kann beim Ovarialkarzinom hochwirksam sein. Die Zeitangabe 2 Monate scheint mir hier zu pessimistisch.
    Ich kann keine Beurteilung von Krebszentren abgeben. Von der Charité ist allerdings bekannt, dass die Frauenklinik am Standort CVK (Prof. J. Sehouli) ein anerkanntes Zentrum mit Schwerpunkt Ovariakarzinom ist. Insofern könnte eine Beratung/Vorstellung dort lohnend sein, sowohl im Hinblick auf die operativen Möglichkeiten als auch hinsichtlich der Chemotherapie (intraperitoneal?). Das Vorgehen muss natürlich praktikabel sein (und ist sowohl vom Wohnort als auch vom allgemeinen Befinden Ihrer Mutter abhängig). Insbesondere ist darauf zu achten, dass auch die Bedürfnisse des Patienten (also Ihrer Mutter) beachtet werden und keine (übertriebenen) Maßnahmen gegen ihren Willen erfolgen.

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